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Natur- und Artenschutz zum Mitmachen

14. Juni 2026 | Leitartikel, Zoo Heidelberg

Artenschutz

Artenschutztag im Zoo Heidelberg: Natur- und Artenschutz zum Mitmachen

Von Amphibienschutz bis Zollkontrolle: Beim Artenschutztag am Sonntag, 5. Juli 2026, lädt der Zoo Heidelberg gemeinsam mit zahlreichen Partnern dazu ein, Natur- und Artenschutz hautnah zu erleben. Zwischen 11 und 16 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Mitmachaktionen, Tierbeobachtungen, Führungen und spannenden Einblicken in die Arbeit von mehr als 20 Organisationen, Vereinen und Institutionen. Die Teilnahme ist im regulären Zooeintritt enthalten.

„Artenschutz gehört zu den zentralen Aufgaben wissenschaftlich geführter Zoos. Viele Menschen wissen jedoch nicht, wie vielfältig unser Engagement vor Ort und weltweit ist“, erklärt Zoodirektor Klaus Wünnemann. Der Zoo Heidelberg beteiligt sich unter anderem an Auswilderungsprojekten für Steinkäuze und Feldhamster in der Rhein-Neckar-Region sowie für Moorenten in Tschechien und Waldrappen in Spanien. Darüber hinaus unterstützt er internationale Schutzprogramme für bedrohte Tierarten wie Asiatische Elefanten, westafrikanische Affen oder Goldkatzen.

Der Aktionstag bietet zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Das Zoo-Team demonstriert die wissenschaftliche Beringung von Wildvögeln und lädt zu einer Citizen-Science-Challenge mit der App „iNaturalist“ ein. Besucher können dabei heimische Tier- und Pflanzenarten erfassen und so Forschungsprojekte unterstützen. Wer am Ende des Tages die meisten Beobachtungen gesammelt hat, darf sich auf eine besondere tierische Überraschung freuen.

Auch für Kinder und Jugendliche gibt es viel zu entdecken. Neben Bastel- und Mikroskopierstationen können sie im Robo-Wildbienen-Labyrinth der Zoo-Akademie erste Programmiererfahrungen sammeln oder ihr Wissen bei einem Tierquiz testen. In der Explo-Halle werden kostenlose Führungen durch die Sonderausstellung „Meer.Natur.Schutz.“ angeboten. Zudem greifen die kommentierten Trainingseinheiten der Mähnenrobben und Asiatischen Elefanten das Thema Artenschutz auf.

Zahlreiche Partnerorganisationen informieren über ihre Projekte und Herausforderungen im Naturschutz. Das Artenschutzzentrum Feldhamster stellt seine Arbeit zum Schutz der stark bedrohten Nager vor und ermöglicht Begegnungen mit den seltenen Tieren. Der BUND Dossenheim präsentiert gemeinsam mit dem Zoo Heidelberg das Projekt „Gemeinsam für den Steinkauz“, während der BUND Heidelberg über Fledermäuse und Wildbienen informiert.

Weitere Einblicke bieten unter anderem WWF Deutschland mit dem „Team Schildkröte Heidelberg“, die Organisation Chances for Nature mit ihrem Elefantenschutzprojekt in Myanmar, das Red Panda Network zum Schutz der Roten Pandas in Nepal sowie Plumploris e.V., das sich für den Erhalt der nachtaktiven Primaten in Asien einsetzt. Der NABU informiert über ein Löwenschutzprojekt in Äthiopien.

Ein besonderes Augenmerk legt das Hauptzollamt Karlsruhe auf den Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel. Anhand beschlagnahmter Exponate wird gezeigt, welche tierischen Urlaubssouvenirs verboten sind und welche Folgen der Handel mit geschützten Arten weltweit hat.

Ergänzt wird das Programm durch die Pädagogische Hochschule Heidelberg, die zum Mikroskopieren von Kleinstlebewesen einlädt, sowie durch die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde und Citizen Conservation, die über den Schutz bedrohter Amphibien- und Fischarten informieren.

Der Artenschutztag macht deutlich, wie vielfältig und wichtig der Einsatz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten ist – und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann.

Weitere Informationen gibt es unter zoo-heidelberg.de/artenschutztag.

Hinweis: Bei anhaltend schlechter Wettervorhersage kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden.

Foto: Rote Pandas gehören zu den mehr als 48.000 Arten, die aktuell auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) mit einem Bedrohungsstatus geführt werden. (Foto: Heidrun Knigge / Zoo Heidelberg)

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