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Martin Schäuble spricht mit Schülern über seinen Roman „Godland“

23. Januar 2026 | > Walldorf, Allgemeines, Das Neueste, Gymnasium Walldorf, Kultur & Musik, Stadtbücherei Walldorf

 

Upload in die Zukunft

„Mir ist wichtig, dass ihr mitmacht“, sagt Martin Schäuble zu Beginn seines zweiten Auftritts vor Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums in der Stadtbücherei. Vor je drei zehnten Klassen stellt Schäuble seinen Roman „Godland“ vor. Die Veranstaltung wird vom Gymnasium, dem Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Walldorf sowie von der Stadtbücherei durchgeführt.

„Stellt gerne Fragen, auch wenn sie nicht direkt mit dem Roman zu tun haben“, so Schäuble, der Politikwissenschaft studiert und mehre Sachbücher zum Thema Nahost sowie Jugendromane geschrieben hat. Er habe viele Jahre als Journalist gearbeitet, stellt sich Schäuble vor. Daher sei ihm auch bei seinen Büchern die Recherche sehr wichtig. Sein Roman „Godland“ spielt in der Zukunft. „Es ist eine Dystopie“, präzisiert der Autor, „aber was heißt das eigentlich?“ Einige Schüler melden sich und vermuten „eine Zukunft mit negativer Prägung“. Im Gegensatz zur Utopie, in der alles gut ist, stimmt Schäuble zu und nimmt sein junges Publikum mit in die dystopische Welt seines Romans. Die Ausgangslage: Ein großer Tech-Konzern verspricht der Menschheit ein Leben ohne Krankheiten, in Frieden und perfekten Umweltbedingungen. Der Haken: Dafür müssen sich die Menschen einer Prozedur unterziehen, mit der  ihr Verstand in eine virtuelle Welt – Godland – übertragen wird. Der menschliche Körper wird danach beseitigt. Wer sich das nicht leisten kann, arbeitet für 20 Jahre auf einer der Serverinseln und wird danach mit einem Upload nach Godland belohnt.

 

Im Anschluss an die Lesung geht Martin Schäuble in den Austausch mit den Schülern. „Interessant fand ich, dass die erste Gruppe noch viele Fragen zum Buch hatte, während die zweite Gruppe sich eher für die Arbeit als Autor interessiert hat“, schildert Büchereileiterin Barbara Grabl ihre Eindrücke. Die Lesung sei in beiden Gruppen gut angekommen. Auch das Thema des Buches habe großen Anklang gefunden. So hätten die Schüler versucht, Lösungsansätze für die missliche Lage der Protagonisten im Buch zu finden. Es seien auch viele Fragen zu technischen Details des Zukunftsentwurfs von Schäubles „Godland“ gestellt worden. Der Autor wollte außerdem wissen, wer sich denn einen Upload nach Godland für sich selbst vorstellen könne. Während dafür niemand die Hand heben wollte, habe es bei der Einschränkung „für einen Tag“ schon anders ausgehen: Etwa die Hälfte der Schüler konnte sich das schon eher vorstellen.

 

Text und Fotos: Stadt Walldorf

 

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