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Gottfried Keim zeigt im Rathaus Walldorf „Einsichten – Aussichten“

17. Oktober 2025 | > Walldorf, Allgemeines, Kultur & Musik, Leitartikel, Photo Gallery, Politik, ~ Umgebung

Freuten sich über eine gelungene Ausstellungseröffnung (v.li.): Gottfried Keim, Angelika Senft-Rubarth und der Erste Beigeordnete Otto Steinmann.

 

„Pigmente und Sedimente feiern Hochzeit“

„Kunst für den guten Zweck“ – unter diesem Motto hat Gottfried Keim in der Vergangenheit bereits fünf Ausstellungen organisiert. Die sechste ist aktuell unter dem Titel „Einsichten – Aussichten“ im Rathaus Walldorf zu sehen. In Kooperation mit dem Lions Club Walldorf-Astoria geht der Erlös als Spende an das Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) in Heidelberg.

Im Rahmen der offiziellen Ausstellungseröffnung begrüßte der Erste Beigeordnete Otto Steinmann die zahlreichen Gäste, die im Rathaus erschienen waren. Keim, gerade 90 Jahre alt geworden, habe seinen runden Geburtstag zum Anlass für seine letzte Ausstellung genommen und von Anfang an beschlossen, den Erlös einem guten Zweck zukommen zu lassen. Daher warb Steinmann für den Kauf der Bilder, verwies aber auch auf die Spendenbox, die zugunsten des KiTZ aufgestellt wurde.

Steinmann schrieb Gottfried Keims Engagement eine christliche Grundüberzeugung zu, die „dich dein ganzes Leben geprägt und getragen hat“ – sowohl während seines fast 20-jährigen Engagements im Gemeinderat als auch in Bezug auf sein berufliches Wirken. Keim sei stets mit offenen Augen für seine Mitmenschen unterwegs und „mit deiner Arbeit bereit, zu geben und das zu teilen, was du mit deinem künstlerischen Talent generierst“. Er sei überzeugt, dass es für Gottfried Keim nicht nur sinnstiftend, sondern auch eine innere Bereicherung sei, „dein künstlerisches Schaffen mit einem sozialen Zweck zu verbinden“.

Steinmann dankte Timo Jouko Herrmann und Britta Hofmann für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, dem Lions Club Walldorf-Astoria für die Begleitung der Ausstellung sowie Angelika Senft-Rubarth für die Einführung in die ausgestellten Arbeiten.

Diese verglich Keims Kunstschaffen mit geothermischen Kräften, die zu Urzeiten wirkten und neue Landschaften schufen. „Pigmente und Sedimente feiern Hochzeit“, so Senft-Rubarth, „seine Farbflüsse graben sich kraftvoll in die Landschaft ein und entsprechen einem Zusammenspiel aus farbigem Eis, Tuff und Vulkanismus.“ Den Titel „Einsichten – Aussichten“ sah die Kunstpädagogin als Wegweiser, der dazu einlade, in den Landschaften Assoziationen zu erkennen – Rätsel hinter Rissen zu erspüren, mit den Augen über Strukturen und Kälte zu schreiten. Auf manchen Bildern fließe rot die Lava, „nebenan explodiert es blau-schwarz, lodert aus schwefelgelbem Grund“. 
Gottfried Keim habe hinter die Welt geschaut. Er male keine Abbilder, „sondern fordert Erkundungen ein. Er hat sie für uns sichtbar gemacht – in Form, Farbe und Material.“ In seinen Bildern gehe es um Räumlichkeit und Flüchtigkeit, um Schichten, Aufreißen und Brechen, kraftvolle Sprünge und das Befrieden von Farbgeländen. Und immer wieder um Spannung – in der Fläche oder im Material. Seine Malerei zeige unbewusste Eindrücke, die zu Ausdrücken wurden. Keim biete seine „Bilder zum Gespräch an, um das Erlebte und das, was ihn bewegt und beschäftigt, in malerische Übersetzung zu bringen“.

Keim sei laut eigener Aussage am meisten von der Kunstform des Expressionismus geprägt; Franz Marc sei einer seiner Lieblingsmaler. Dessen Bilder könnten sich die meisten zwar nie in die eigenen Räume hängen – „aber Sie können einen oder mehrere Original-Keim Ihr Eigen nennen“, warb Senft-Rubarth für den Kauf der „prachtvollen Bilder“ für den guten Zweck und wünschte „viel Freude beim Schauen“.

 

 

Freuen durfte sich im Anschluss an den offiziellen Teil der Vernissage Frederike Scheurer vom KiTZ-Fundraising, als sie von Vertretern der Sparkasse Heidelberg einen Spendenscheck in Höhe von 1500 Euro und von der Firma ET System electronic GmbH einen weiteren über 1000 Euro entgegennehmen durfte. Sie zeigte sich von der Ausstellung sowie der großen Resonanz überwältigt.

 

Info: Die Ausstellung ist bis Freitag, 7. November, zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

 

Text und Fotos: Stadt Walldorf

 

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