20 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e. V.

Zu Ihrem 20-jährigen Jubiläum gratulierte Frau Bürgermeisterin Christiane Staab dem Verein Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e. V., der sich für Not leidende Familien und Kinder in den armen Ländern dieser Erde einsetzt.

(bb) Frau Staab konnte zu einem Informationsgespräch im Rathaus  die beiden Vorsitzenden Barbara Diehm (1. Vorsitzende) und Christina Hümmler (2. Vorsitzende), Sigrid Thuengerthal, Gründungsmitglied und bis 2018 die Schriftführerin des Vereins,  sowie das Gründungsmitglied Doris Bernzen herzlich begrüßen.
Als kleiner Verein mit nur knapp 220 Mitgliedern ist er dennoch ein wichtiger Verein und als „wegweisendes Projekt im Bereich der Entwicklungshilfe“ zu sehen, bemerkte Frau Staab. Alle Helferinnen und Helfer im Verein haben „unheimlich viel bewegt“ und sind mit ihrem ehrenamtlichen Engagement eine wichtige Einrichtung für die Stadt geworden.
Entwicklungshilfe ist möglich, wenn den Bedürftigen vor Ort gelehrt wird, wie Strukturen aufgebaut werden können und ihnen dadurch gezeigt wird, wie das Leben besser gestaltet werden kann. „Jeder kleine Baustein auf diesem Weg hilft, ein großes Ganzes zu schaffen“, so Frau Staab.
Sie bedankte sich bei allen Vereinsmitgliedern für ihre ehrenamtliche Arbeit und sagte weiterhin die Unterstützung der Stadt zu.

Die 1. Vorsitzende Barbara Diehm dankte der Stadt für ihre alljährliche finanzielle Zuwendung. Frau Diehm bemerkte, dass man zwar die Welt nicht ändern könne, jedoch mit den durchgeführten Projekten vor Ort den Menschen dort geholfen werde. Bei den Projekten wird auf die Wünsche der Bedürftigen eingegangen. Der Verein macht keine Vorschläge, sondern die Menschen sagen, was sie brauchen. Die Hilfe zur Selbsthilfe gibt nur den Anschub mit finanziellen Mitteln und Ideen. An der Ausführung arbeiten dann vor Ort die Betreffenden mit.

Wie Sigrid Thuengerthal erklärt, wird Wert darauf gelegt, nur kleinere, überschaubare Projekte mit jährlich ca. 4.000 bis 6.000 € zu unterstützen. Außerdem besteht von Anfang an ein persönlicher Kontakt zu den Projektbetreuern vor Ort, so dass sichergestellt ist, dass die Spendengelder dem entsprechenden Projekt zugute kommen.

Der Verein Hilfe zur Selbsthilfe hat in den vergangenen 20 Jahren insgesamt ca. 1,79 Mio. € Spenden gesammelt und davon über 1,75 Mio. € in die Projekte in 30 Länder fließen lassen. Dank einer großzügigen Einzelspende im Jahre 2018 konnten mit über 150.000 € Projekte in 10 Ländern gefördert werden.

Burkina Faso kann wohl als Vorzeigeprojekt genannt werden. Die vom Verein unterstützte Wend-Raabo-Schule ist mittlerweile zu einer weiterführenden Schule ausgebaut worden und hat eine Schneiderei und eine Schreinerei dazubekommen, so dass die jungen Menschen dort eine gute Ausbildung und damit eine Perspektive für die Zukunft erhalten.
In Rybniza in Transnistrien wird ein Haus für Straßenkinder unterstützt, die dort auch eine psychologische Betreuung erhalten. In Brasilien gibt es u. a. 75 Patenkinder, die aus dem Patenfond des Vereins Geld erhalten.
Eine Ambulanz für epilepsiekranke Kinder in Almaty, Kasachstan, ein Erholungsheim in Weißrussland für Kinder mit körperlichen Einschränkungen und ihre Familien und ein Mädcheninternat in Sri Lanka sind nur einige der vielen Projekte, die vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt werden.

Die Projektleiter in allen Ländern leisten gute Arbeit. Über die Projekte wird sich regelmäßig ausgetauscht.

Momentan hat der Verein drei neue Projekte in Aussicht, die aus der Walldorfer Bevölkerung an ihn herangetragen wurden. Allerdings können auch aus umliegenden Gemeinden Vorschläge für die Unterstützung eines Projekts gemacht werden.

Der Vorstand des Vereins, der aus zehn Personen besteht, hofft darauf, dass sich die Menschen, die ein Projekt vorschlagen, mit der Zeit auch persönlich im Vorstand des Vereins engagieren, denn auch dort wird „Nachwuchs“ gesucht.

Doris Bernzen war seit Gründung bis zum Jahre 2010 die 1. Vorsitzende. Ihr folgte dann Barbara Diehm, die bis heute die 1. Vorsitzende ist. Doris Bernzen gründete damals zusammen mit Sigrid Thuengerthal und Hannelore Meisner den Verein, damit die Spendenaquise betrieben und die Spenden durch den Verein verwaltet werden konnten. Auch der ehemalige Walldorfer Bürgermeister Heinz Merklinger war Gründungsmitglied.

Der Mitgliedsbeitrag im Verein Hilfe zur Selbsthilfe beträgt jährlich mindestens 12 €. Es darf auch gerne ein höherer Betrag gezahlt werden. Der Mindestbeitrag für den Patenfonds ist 50 €.

Sie freuen sich über das Jubiläum (v.l.): Christina Hümmler, Barbara Diehm, Bürgermeisterin Staab, Sigrid Thuengerthal und Doris Bernzen

Auch über eine Spende anlässlich des Gesprächs am 28.02.2019 durfte sich der Verein freuen. Die Fairtrade-Steuerungsgruppe hatte im Vorfeld des Weihnachtsmarktes 2018 mit Schülerinnen des Gymnasiums Walldorf in der Bäckerei Rutz Elisenlebkuchen gebacken. Diese wurden am Fairtrade-Stand der Stadt Walldorf beim Weihnachtsmarkt von Mitgliedern der Steuerungsgruppe und den Schülerinnen verkauft.

Die Hälfte des Reinerlöses aus diesem Verkauf wurde durch Gerd Schneider von der Fairtrade-Steuerungsgruppe sowie Susanne Nisius, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Walldorf, sowie ihrer Mitarbeiterin Sandra Högerich mit einem symbolischen Spendenscheck an den Verein Hilfe zur Selbsthilfe übergeben.

Übergeben den Spendenscheck: Gerd Schneider, Susanne Nisius (l.) und Sandra Högerich (r.):

Auf der Homepage des Vereins können sich Interessierte über alles Wissenswerte, u. a. über die verschiedenen Projekte und die Projektbetreuer, informieren.

Text und Foto: BBinz  

Veröffentlicht am 6. März 2019, 06:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=262715 

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