Know-how-Netzwerk für die Energiewende: Yannick Veits besucht Braun Energiedienstleistungen in Mühlhausen-Rettigheim
Mühlhausen-Rettigheim. Der Aufbau eines starken Know-how-Netzwerks in der Region schreitet weiter voran. Beim Besuch von Braun Energiedienstleistungen (Braun EDL) in Mühlhausen-Rettigheim stand für Landtagskandidat Yannick Veits der fachliche Austausch mit der Praxis im Mittelpunkt.
Gemeinsam mit Geschäftsführerin Monika Braun und Prokurist Mario Rühl diskutierte Veits die aktuellen Herausforderungen für mittelständische Unternehmen in den Bereichen Energieversorgung, Effizienz und Eigenstromlösungen. Braun EDL berät regional wie überregional Betriebe zu Energieeffizienzmaßnahmen, Photovoltaikprojekten, Speicherlösungen, Energiemanagementsystemen unter anderem nach ISO 50001 sowie zur strategischen Energiekostenoptimierung.
Investitionsbereitschaft im Mittelstand
Im Gespräch wurde deutlich, dass die Bereitschaft, in erneuerbare Energien, Speichertechnologien und Effizienz zu investieren, im Mittelstand in der Breite vorhanden ist. Viele Unternehmen wollen unabhängiger werden und ihre Energiekosten langfristig stabilisieren.
Als zentrale Hemmnisse wurden benannt:
- langwierige Genehmigungsverfahren
- komplexe regulatorische Anforderungen
- Unsicherheiten bei Netzanschlüssen
- fehlende Planungssicherheit
„Bürokratische Aufwände und politische Unklarheit wirken teilweise stärker investitionshemmend als das eigentliche Energiepreisniveau“, fasst Veits den Austausch zusammen.
Netzausbau als entscheidender Standortfaktor
Ein wichtiges Thema war der notwendige Ausbau der Netzinfrastruktur. Ohne ausreichende Netzkapazitäten können Photovoltaikanlagen, Speicherprojekte oder Elektrifizierungsmaßnahmen nicht im erforderlichen Tempo umgesetzt werden. Für eine innovationsstarke Wirtschaftsregion bleibt eine leistungsfähige Energieinfrastruktur daher ein zentraler Standortfaktor.
Globale Entwicklungen unterstreichen die Dringlichkeit
Die aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zeigen erneut, wie sensibel Öl- und Gasmärkte reagieren. Steigende Ölpreise und volatile Gaspreise am Spotmarkt wirken sich direkt auf Unternehmen aus und verdeutlichen die Risiken fossiler Abhängigkeiten.
Für Veits unterstreicht dies die strategische Bedeutung der Energiewende.
„Energiepolitik ist heute Sicherheits- und Wirtschaftspolitik zugleich. Wer erneuerbare Energien ausbaut, Netze stärkt und Speicher ermöglicht, reduziert Abhängigkeiten von fossilen Importen und macht unsere Wirtschaft widerstandsfähiger gegenüber globalen Krisen.“
Dialog mit der Praxis
Der Austausch bei Braun Energiedienstleistungen ist Teil eines kontinuierlichen Dialogs mit Unternehmen im Wahlkreis. Ziel ist es, wirtschaftliche Expertise aus der Region stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden und ein belastbares Know-how-Netzwerk aufzubauen.
„Unsere Region verfügt über enormes Fachwissen. Dieses Know-how ist entscheidend, um die Energiewende wirtschaftlich erfolgreich, pragmatisch und investitionsfreundlich zu gestalten.“
Gerade für Unternehmen seien verlässliche politische Rahmenbedingungen entscheidend. Richtungswechsel in der Bundespolitik hätten zuletzt für Unsicherheit bei Investitionen gesorgt.
„Unternehmen brauchen Planbarkeit. In Baden-Württemberg zeigt die Landesregierung, dass Kontinuität und klare energiepolitische Ziele möglich sind. Diese Verlässlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für Betriebe, die langfristig in erneuerbare Energien und moderne Infrastruktur investieren.“