Zwischenbilanz im Ausschuss vorgestellt
„Ein großes Thema“, so Alena Müller, waren in den Sommerwochen Raser, Poser und Lärm rund um die Drehscheibe. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr berichtete die Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Umwelt, was die Stadt dagegen unternommen hat. „Der kommunale Vollzugsdienst war extrem viel vor Ort. Und wir waren in intensivem Austausch mit der Landespolizei“, sagte sie. Das habe sehr gut funktioniert.
Zu den Maßnahmen gehörten einerseits verstärkte Geschwindigkeitsmessungen mit mobilen Geräten in der Schwetzinger-, Ring-, Bahnhof- und Nußlocher Straße. Dabei wurden zwischen 1. August und 5. September unter insgesamt 938 Fahrzeugen 86 Verstöße gegen Tempo 30 erfasst, was eine Quote von 9,17 Prozent bedeutet. Allerdings: „Die Höchstgeschwindigkeit unter den Erwischten betrug 53 km/h“, so Alena Müller. Das Problem sei, dass die Poserszene untereinander sehr gut vernetzt sei und die Standorte mobiler Messgeräte deshalb rasch weiter gemeldet würden. Dazu passt, dass es nur selten so hohe Verstoßquoten wie bei einer nächtlichen Messung in der Schwetzinger Straße gibt, als zehn von 17 Fahrzeugen (58,8 Prozent) zu schnell unterwegs waren. Und dazu passt auch die Beobachtung der Vollzugskräfte, dass öfter direkt nach den Messstellen stark beschleunigt wird, und das nicht nur ortsauswärts, sondern auch in Richtung Stadtmitte.
„Es waren regelmäßig die gleichen Damen und vor allem Herren“, sagte Alena Müller über die in Walldorf beobachteten Raser und Poser. Zwei dieser „Stammkunden“ seien über den Sommer in benachbarten Kommunen erwischt und mit einem beziehungsweise zwei Monaten Fahrverbot belegt worden. Und auf Anfrage der Stadt sei zudem die Ermittlungsgruppe Poser des Polizeipräsidiums Mannheim am Wochenende vor der Ausschusssitzung in Walldorf im Einsatz gewesen – die Ergebnisse lagen zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht vor.
„Danke für diese Aktivitäten“, sagte Manfred Zuber (SPD). „Es war in der heißen Zeit unerträglich“, schilderte er seine Eindrücke.
Das Wort „unerträglich“ wählte auch seine Fraktionskollegin Petra Wahl für die Zustände.
„Vielen Dank, dass Sie so aktiv waren“, meinte Paula Glogowski (FDP). Sie regte an, nachdem nun die Schule wieder begonnen hat, nicht nur abends, sondern auch in den Morgenstunden Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen.
Text: Stadt Walldorf














