Waldpflegearbeiten im Wieslocher Dämmelwald: Platz für die nächste Generation Eichen
Wiesloch, 9.2.2026 – Im beliebten Erholungswald „Dämmelwald“ stehen in Kürze Waldpflege- und Verkehrssicherungsmaßnahmen an. Um die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig den ökologischen Wert des Waldes langfristig zu sichern, hat die Forstverwaltung einen gezielten Zeitplan erstellt.
Sicherheit geht vor: Arbeiten in den Faschingsferien
Der Dämmelwald ist ein zentraler Erholungsschwerpunkt und dient vielen Kindern und Jugendlichen als täglicher Schulweg. Um diesen wichtigen Verbindungsweg nicht während des laufenden Schulbetriebs zu gefährden, finden die Hauptarbeiten bewusst in den Faschingsferien (Woche ab 16.2.2026) statt.
Während der Fällarbeiten müssen einzelne Waldwege kurzfristig gesperrt werden. Wir bitten alle Waldbesucher – insbesondere Spaziergänger, Jogger und Radfahrer – diese Sperrungen zu ihrem eigenen Schutz unbedingt zu beachten. Lebensgefahr besteht im Fallbereich der Bäume sowie durch herabfallende Äste.
Ökologisches Ziel: Licht für die „Zukunftseichen“
Ein Schwerpunkt der Maßnahme ist die Förderung des Eichenbestands. Damit die mittelalten Eichen (rund 60 Jahre) gesund wachsen und die stattliche Größe der beeindruckenden Alteichen im benachbarten Waldbestand erreichen können, benötigen sie Platz und Licht. Durch die gezielte Entnahme bedrängender Nachbarbäume erhalten diese „Zukunftsbäume“ die nötige Freiheit für ihre Kronenentwicklung.
Verkehrssicherung an Bebauung und Spielplatz
Zusätzlich werden im Zuge der Arbeiten erkrankte Eschen entnommen. Das sogenannte Eschentriebsterben hat viele Bäume instabil gemacht. Da sich diese Bäume teilweise in direkter Nähe zur angrenzenden Bebauung sowie im Bereich des Waldspielplatzes befinden, ist die Entnahme aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht unumgänglich.
Bodenschutz hat Priorität beim Abtransport
Obwohl die Bäume zeitnah gefällt werden, wird das Holz vorerst im Waldbestand verbleiben. Da die Böden aktuell sehr feucht und damit empfindlich sind, wird auf ein direktes „Rücken“ (den Transport der Stämme an die Waldwege) verzichtet.
„Wir warten mit dem Abtransport bewusst auf eine trockene Witterungsperiode, um den Waldboden so schonend wie möglich zu behandeln und Verdichtungen zu vermeiden“, so der zuständige Förster Künzig.
Mit dem Abtransport ist daher erst in den kommenden Wochen bis Monaten zu rechnen, sobald es die Bodenverhältnisse zulassen. Die Stadt Wiesloch und die Forstverwaltung danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen zum Erhalt eines sicheren und gesunden Stadtwaldes.



















