Wärmenetz am Hohenhardter Hof

„Golfen ist zuallererst ein Naturerlebnis das einer nachhaltigen Entwicklung des genutzten Geländes und der gesamten Peripherie bedarf“, so Ulrich Mack, der Inhaber des zwischen Baiertal und Schatthausen im Grünen liegenden Geländes am Hohenhardter Hof und Geschäftsführer der Golfanlage Hohenhardter Hof GmbH & Co. KG. „Wir haben daher schon früh auf die Sonne als Energielieferant gesetzt und mit dem Aufbau von Photovoltaik Anlagen erste Pflöcke eingeschlagen. Für uns ist das die richtige und vor allem zukunftsorientierte Lösung.“

Der naturverbundene Herr Mack wollte da aber nicht stehen bleiben und vor allem die noch bestehenden Öl- und Gaskessel sowie Nachtspeicherheizungen waren ihm ein Dorn im Auge. Da die Geräte ohnehin in die Jahre gekommen waren suchte die Familie Mack nach einer zu ihrem Konzept passenden Lösung. Die fanden sie Ende 2016 mit einem ausgewiesenen Spezialisten in Sachen erneuerbaren Energien, dem Energieberater Franz Bruckner von der UBP aus Wiesloch. Der Diplom Ingenieur stellte mehrere Varianten für eine zukünftige Strom- und Wärmeversorgung des Golfareals vor, die auch die örtlichen Gegebenheiten und Besonderheiten miteinbezogen und überzeugte die Familie Mack von der Richtigkeit ihres Weges und gemeinsam wurde eine Entscheidung getroffen.

Da auf dem Gelände jährlich stattliche Mengen an Holzhackschnitzel aus Baum- und Strauchschnitt anfallen, könnte eine zentrale Wärmeversorgung auf der Basis dieses Holzbrennstoffes nicht nur das veraltete Sammelsurium von Versorgungsvarianten auf dem Gelände ablösen sondern auch der Einstieg in eine praktisch CO2 freie Heiz- und Warmwasserversorgung für die teilweise denkmalgeschützten Gebäude sein. In den letzten Wochen wurde daher fleißig gebaggert. Die UBP aus Wiesloch verlegte zusammen mit Heizungsbauern und Elektrikern aus der Region Wärme- und Stromleitungen und baute ein Holzheizwerk mit 200 kW Leistung inklusive moderner Filteranlagen. Die alten Kessel wurden durch Wärmeübergabestationen ersetzt. Diese sind so ausgelegt, dass auch noch an den Bedarf angepasste und nicht wie üblich, überdimensionierte Solarthermieanlagen eingebunden werden können.

Am 15.11.17 war es soweit und es wurde angefeuert.

„Die beispielhafte Einstellung von der Familie Mack zum Thema Nachhaltigkeit führt allein mit dieser Umstellung der Wärmeversorgung zur Einsparung von über 50 Tonnen CO2 jährlich und kompensiert damit einen großen Teil CO2 Emissionen der mit dem PKW anfahrenden Golfer“, so Franz Bruckner. Die Familie Mack kann damit aber auch gelassen den aktuellen Diskussionen um zusätzliche Abgaben auf Klimagasemissionen entgegensehen. Durch die Zentralisierung der Wärmeversorgung ließen sich auch eventuell erforderliche Anpassungen immer gleich für alle Gebäude umsetzten.

Veröffentlicht am 23. November 2017, 10:00
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