Vortrag von Experte Erwin Holzer zu Äpfeln und Wellness – Apfelsafttag am 21.09.

Lieber Apfelkuchen als Sahnetorte

Dass es sich bei „Krügers Dickstiel“ nicht um einen besonders robusten Spaten handelt und der „Öhringer Blutstreifling“ kein heimtückischer Schädling ist, der en passant fiese Spuren hinterlässt, wissen alle, die am 9. September den Vortrag von Apfelexperte Erwin Holzer verfolgten. Sowohl beim Dickstiel als auch beim Blutstreifling handelt es sich nämlich um alte Apfelsorten, auf die Erwin Holzer besonders einging.

Bernhard Gröner vom gleichnamigen Bettenfachgeschäft und Christian Horny vom Fachdienst Umwelt der Stadt Walldorf konnten am 9. September etwa dreißig Gäste zu einem spannenden Vortrag begrüßen. Thema waren „Äpfel und Wellness – wie alte Apfelsorten die Gesundheit stärken“. Referent Erwin Holzer aus Bad Schönborn und dort Vorsitzender des Arbeitskreises Heimat, Natur und Umwelt, der den mehrfach ausgezeichneten Obst-Gen-Garten betreibt, brachte dazu bekannte und neueste Forschungsergebnisse mit. Wie Holzer bestätigen konnte, sind Äpfel nicht nur wohlschmeckend, sondern auch sehr gesund. Sie enthalten viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und fast kein Fett. Da Äpfel zu 85 Prozent aus Wasser bestehen, sind sie zudem kalorienarm. Aber: Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland sind allergisch gegen den Obstklassiker. Wie in Untersuchungen nachgewiesen wurde, werden von Apfelallergikern besonders alte Apfelsorten als gut verträglich eingestuft. Diese Sorten haben einen hohen Polyphenolgehalt, der bei Neuzüchtungen oftmals sehr viel niedriger ist, da Polyphenole den angeschnittenen Apfel braun färben und dies nicht gewünscht ist.

Robuste Apfelsorten

„Alte Apfelsorten sind außerdem sehr robust und müssen aufgrund ihrer natürlichen Abwehrstoffe normalerweise nicht gegen Schädlinge und Krankheiten gespritzt werden“, erklärte Holzer. Er  stellte einige alte, vor allem auch regionale Apfelsorten vor, die sich für vielfältige Verwendungen eignen. Aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammt der „Schöner aus Wiesloch“, der vermutlich am damaligen Psychiatrischen Landeskrankenhaus gezüchtet wurde. Interessant als Lagerapfel ist der schon genannte „Krügers Dickstiel“, der sich hervorragend als Tafelapfel eignet und seine Genussreife erst im Februar erreicht. Auch den „Öhringer Blutstreifling“ kann man laut Holzer hervorragend bis April lagern. Die „Schafsnase“ ist durch ihre längliche Form leicht zu erkennen. Fazit des interessanten Abends war, dass wieder viel mehr alte Apfelsorten gepflanzt werden sollten und dass Apfelkuchen gesünder ist als Sahnetorte.

Apfelsafttag – mitmachen ist alles!

Wer den Saft solch robuster Apfelsorten genießen will, sollte sich Samstag, 21. September, vormerken und beim großen Walldorfer Apfelsafttag von 9 bis 12 Uhr mitmachen. Treffpunkt ist ab 9 Uhr beim Bettenfachgeschäft Gröner im Kleinfeldweg 52, wo die mobile Apfelpresse steht und die gesammelten  Äpfel zu „Walldorfer Apfelsaft“ verflüssigt. Am Treffpunkt gibt es Informationen zu den Sammelstellen und man kann Sammelbehälter ausleihen. Die meisten der städtischen Apfelbäume, deren Früchte geerntet werden dürfen, stehen an der Wieslocher Straße. Für 15 Kilogramm Äpfel erhält man einen 5-Liter-Karton Apfelsaft.
Wer noch Fragen hat oder als Helfer oder Helferin bei der Aktion mitmachen möchte, kann sich bei der Stadt Walldorf an Christian Horny, Tel. 35-12 31, [email protected], wenden. Er beantwortet auch gerne alle Fragen rund um die Apfelaktion am 21. September.

Erwin Holzer berichtete eindrücklich von den Vorzügen alter Apfelsorten.

Erwin Holzer (2.v.l.) brauchte bei Christian Horny (links), Bürgermeisterin Christiane Staab und Bernhard Gröner keine Überzeugungsarbeit mehr zu leisten. Sie sind bereits Apfelfans!

Text: Stadt Walldorf
Fotos: Pfeifer

 

Veröffentlicht am 15. September 2019, 14:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=273764 

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