Verlorene Mobiltelefone wiederfinden: Immer mehr Eltern setzen auf Ortungs-Apps

Ein Mobiltelefon für den Sohn oder die Tochter ist eine teure Anschaffung. Umso ärgerlicher ist es, wenn es verloren geht. Zum Glück gibt es für dieses Problem inzwischen eine Lösung: Mit einer Ortungs-App lassen sich verschollene Smartphones wiederfinden.

Hier gehen Telefone am häufigsten verloren

Ob in Wiesloch, Walldorf oder Malsch: Im Rhein-Neckar-Kreis gehen jährlich Hunderte von Mobiltelefonen verloren, die von Kindern genutzt werden. Zu den Orten, an denen besonders viele Smartphones verschwinden, gehören neben Schulen und Berufskollegs vor allem Cafés, Jugendheime und Diskotheken. Auch im Sportverein passiert es schnell, dass ein Smartphone aus der Tasche fällt – allerdings gibt es in diesem Fall eine gute Chance, dass ein ehrlicher Finder das Telefon an seinen rechtmäßigen Besitzer zurückgibt.

Ist ein Smartphone erst einmal verschwunden, ist es in der Regel sehr schwierig, es wiederzubekommen. Abgesehen von den üblichen Methoden (Ablaufen der zurückgelegten Wege, Ortung via Google bzw. Apple, Nachfrage bei Freunden oder Klassenkameraden) gibt es nur noch die Möglichkeit, die Handynummer zu wählen und auf das Klingelzeichen zu warten. Dies funktioniert allerdings nur, wenn man sich in unmittelbarer Nähe des Telefons befindet und dieses eingeschaltet ist.

Mit einer sogenannten Spionage-App ist es möglich, jedes beliebige Telefon zu orten. Dazu muss die App allerdings auf dem Zielgerät installiert sein. Wer die betreffende Handynummer orten will, muss dazu lediglich die Spy-App starten und die Ortungsfunktion aktivieren. Innerhalb von Sekunden wird der GPS-Sender des Zielgerätes angepeilt. Die aktuelle Position wird auf einer detaillierten Karte angezeigt.

Praktische Zusatzfunktionen

Neben der Handyortung bieten Spionage-Apps noch viele weitere Funktionen, die für besorgte Eltern ausgesprochen nützlich sind. Anhand der gesammelten GPS-Daten lässt sich ein nahezu lückenloses Bewegungsprofil erstellen. Es ist sogar möglich, virtuelle Zäune zu errichten. Per „Geo-Fencing“, so der Fachbegriff, lässt sich leicht ermitteln, ob das überwachte Kind noch in der Schule ist oder anderweitigen Aktivitäten nachgeht. Wenn die Zielperson eine der festgelegten Zonen betritt oder verlässt, setzt das System automatisch eine Benachrichtigung ab.

Darüber hinaus können Eltern mit einer Spionage-App den gesamten Email-Verkehr mitlesen und Gespräche abhören. Auch Chatprotokolle lassen sich mit Hilfe einer Spy-App überwachen. Ob eine derartige Totalüberwachung sinnvoll ist, muss jedes Elternteil selbst entscheiden. Wird die Überwachung entdeckt, droht ein erheblicher Vertrauensverlust. Wenn es Anzeichen gibt, dass das Kind Mobbing-Attacken ausgesetzt ist oder sich aus anderen Gründen seelisch unwohl fühlt, kann es jedoch durchaus angebracht sein, eine Spy-App einzusetzen.

Veröffentlicht am 22. September 2018, 14:33
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