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Tierklinik Heidelberg Stellungnahme zur Hundesteuererhöhung in Wiesloch

22. Januar 2018 | > Wiesloch, Das Neueste, Leserbriefe, Politik

Der Begriff „Listenhunde“ ist zunächst etwas verwirrend, erst nach Lektüre der Links wird klar, daß der „Listenhund“ der “ Kampfhund“ von früher ist.

Listen, in denen besonders gefährliche Rassen aufgeführt sind, sind immer problematisch. Man stelle sich vor, irgendwer käme auf die Idee, eine Liste besonders gefährlicher menschlicher Rassen zu erstellen. Man würde den Betreffenden nicht nur für verückt erklären sondern ihn sozial vollständig isolieren.

Auch im Tierreich sind solche Listen Unsinn. Ich persönlich habe die Phase um das Jahr 2000 miterlebt, wo die Zahl der Kampfhunde besonders hoch war, und in der jeder zweite „Tyson“ hieß. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich berichten, daß ich unter diesen Hunden sehr, sehr wenige erlebt habe, die zu Untersuchung und Behandlung einen Maulkorb tragen mussten.

Ohne wissenschaftliches Zahlenmaterial vorlegen zu können, würde ich empirisch eher davon ausgehen, daß es prozentual weniger Kampfhunde waren, die diese Vorsichtsmaßnahme erforderlich machten, als bei anderen Rassen. Oft standen die Staff´s und Pitt´s vor Angst zitternd auf dem Behandlungstisch.

Wenn diese Hunde zu Problemfällen werden, sind in aller Regel Menschen daran schuld. Wenn man nicht wahrnehmen will, daß Hunde in hierarchischer Ordnung leben, und einen Rudelführer brauchen, dann kann jeder Hund, der von der Größe her das Potential hat, zur Gefahr für den Menschen werden.

Eine antiautoritäre Hundeerziehung – analog zur antiautoritären Kindererziehung immer noch en vogue – kann zu einer gefährlichen Dominanz des sonst lieben Hausgenossen führen. Der Dackel, der sein Frauchen nicht auf die Couch läßt, und mit Zähnefletschen seine Chefposition zum Ausdruck bringt, mag noch tolerierbar sein. Bei jedem Hund, unabhängig von der Rasse, aber einer bestimmten Gebißgröße wird dieser Umgang mit ihm zum unkalkulierbaren Risiko.

Sog. Kampfhunde sind rein zahlenmäßig im Jahr 2018 kein Faktor in der Hundepopulation. Eine nennenswerte Steuereinnahme ist daher ohnehin nicht zu erwarten. Das „listen“ dieser Tiere ist somit eher eine Diskriminierung der Besitzer.

Mit freundlichen Grüßen aus Heidelberg

Dr. med. vet. Meinhard Maurer
Leiter der Tierklinik Heidelberg

www.tierklinik-hd.de

www.facebook.com/TierklinikHeidelberg

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