Tag der Händehygiene am 5. 5 .

5. 5.:
Internationaler
Hände richtig waschen, kann Leben retten
Jährlich am 5. 5 wird zum „Saubere Hände-Aktionstag“ aufgerufen.
Das Gesundheitsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis,
das auch für den Stadtkreis Heidelberg zuständig ist,
unterstützte die Aktion in den letzten Jahren immer
wieder mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und in ihren Netzwerken, innerhalb
der Medizinischen Einrichtungen und Partnern in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis.
Auch in diesem Jahr nehmen Einrichtungen im Gesundheitswesen wieder an dieser Aktion teil um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf unkomplizierte Art und Weise die Wertigkeit der Händehygiene
im medizinischen Alltag zu unterstreichen.
„Wir begrüßen das Engagement und die Bereitschaft der
medizinischen Einrichtungen in unserer Region, ein klares Zeichen
zur Patientensicherheit zu setzen und die Aktion zu unterstützen“,
sagt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Rainer Schwertz.
 
Bereits 1847 wurde durch Ignaz Semmelweis bewiesen, dass Händewaschung
Krankheitserreger auf der Hand nicht ausreichend reduziert, um eine Weiter-verbreitung von Infektionen
im Krankenhaus sicher zu verhindern. Semmelweis
wichtigste Errungenschaft war die Einführung der Händedesinfektion, damals
als Tauchdesinfektion in Chlorkalklösung, bis heute oft fälschlich als Waschung
oder Säuberung missverstanden.
Erst die Einführung der Händedesinfektion ermöglichte eine Unterbrechung des Infektionsweges.
Heute noch ist die Bedeutung der Händehygiene, insbesondere die hygienische
Händedesinfektion, unübertroffen. Sie ist nach wie vor die wichtigste Einzelmaßnahme um Infektionen und Infektionsübertragungen zu vermeiden.
Die Händewaschung ist eine traditionelle Maßnahme zur mechanischen Reinigung der Hände
von Verschmutzungen . Die Benutzung von Seife kann dies unterstützen.
Die alltägliche, soziale Händewaschung soll die gesamte Hand ein-
schließlich der Fingerzwischenräume erfassen, mindestens 20 Sekunden
durchgeführt werden und durch ein gründliches Abtrocknen abgeschlossen
werden.
Die Verringerung der Keimlast durch das Händewaschen ist im Vergleich zur
Händedesinfektion gering. Im Alltag außerhalb medizinisch und pflegerischer
Bereiche ist die Händewaschung jedoch als ausreichend anzusehen.
Bei der Händedesinfektion werden die Erreger nicht entfernt, sondern abgetötet
bzw. inaktiviert. Sie ist gegen Bakterien und Pilze deutlich wirksamer als die
Waschung.
In medizinischen und pflegerischen Einrichtungen tritt die Händewaschung
deshalb als Maßnahme gegen eine Weiterverb
reitung von Krankheitserregern
in den Hintergrund und wird durch Händedesinfektion ersetzt. Wichtigstes Element
der Händehygiene im medizinisch-pflegerischen Bereich ist die Hände-desinfektion.
Auch außerhalb medizinischer und pflegerischer Bereiche kann
eine hygienische Händedesinfektion in bestimmten Situationen-wie
beispielsweise bei häufigem Kundenkontakt und fehlenden Waschmöglichkeiten oder in der
Nahrungsmittelherstellung- eine sinnvolle Ergänzung zur Händehygiene sein.
Der von der Weltgesundheitsorganisation 2009 initiierte Internationale Tag der
Händehygiene soll alljährlich die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Hän-
dehygiene lenken.
Deutschland entwickelte 2008 daraus die nationale Kampagne „Aktion saubere Hände“.
 
Fazit:
Die Händewaschung ist eine traditionelle, außerhalb medizinischer und
pflegerischer Bereiche, empfohlene und dort meist ausreichend wirksame Maßnahme zur Händehygiene.
Die Händedesinfektion ist die wichtigste Einzelmaßnahme zur Prävention nosokomialer Infektionen.
In bestimmten Situationen kann sie auch außerhalb medizinischer und pflegerischer Bereiche
eine sinnvolle Ergänzung zur Händehygiene sein.
Veröffentlicht am 30. April 2018, 09:01
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=245729 

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