Titel verteidigt: Taekwondo Club Rauenberg dominiert erneut in Esslingen
Was für ein Tag – und was für eine Energie! Der Nachwuchs des Taekwondo Club Rauenberg hat bei den International Children Championships in Esslingen ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. In einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld von insgesamt 447 Sportlern bewiesen am vergangenen Samstag die 18 Rauenberger Nachwuchskämpfer, dass sie aktuell zur absoluten Spitze gehören. Das Ergebnis: Der Verein sicherte sich erneut den ersten Platz in der prestigeträchtigen Vereinswertung – diesmal geteilt mit Luxemburg.
Ein Kraftakt gegen internationale Konkurrenz
Die Bilanz des Wochenendes kann sich sehen lassen. Gegen 68 Mannschaften aus 12 Nationen erkämpften sich die Rauenberger Talente insgesamt vier Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen. Dass dieser Erfolg kein Zufall ist, zeigt die Konstanz des Teams: Nachdem der Club bereits kürzlich in Esslingen ganz oben stand, konnte der Titel nun erneut in einem Feld verteidigt werden, das aktuell als das stärkste Kinderturnier Deutschlands gilt.
Erfolg ohne Rückenwind: Alles in Eigenregie
Hinter den glänzenden Medaillen steckt jedoch eine harte Realität. Während viele der Konkurrenzteams auf nationaler und internationaler Ebene von der strukturellen und finanziellen Förderung ihrer Landesverbände profitieren, geht der TC Rauenberg einen eigenen, schwierigen Weg.
„Wir bekommen keinerlei Unterstützung von unserem Landesverband“, betonen die Verantwortlichen des Clubs. „Im Gegensatz zu vielen anderen Teams, die gefördert werden, stemmen wir alles komplett selbst. Jede Fahrt, jede Ausrüstung und jede Trainingsstunde wird aus eigener Kraft und durch das Engagement unseres direkten Umfelds organisiert.“
Ein Sieg des Teamgeists
Dieser „Underdog-Status“ scheint die Mannschaft jedoch nur noch mehr anzuspornen. Der Erfolg in Esslingen ist nicht nur ein Sieg der Kämpfer, sondern ein Triumph des gesamten Vereinsgefüges.
„Dieser Erfolg gehört uns allen“, heißt es aus dem Club. Ein besonderer Dank gilt nicht nur den Medaillengewinnern für ihre herausragende Leistung, sondern allen 18 Kämpfern, die über sich hinausgewachsen sind. Auch diejenigen, die keine Edelmetalle mit nach Hause nahmen, kehrten mit unbezahlbarer Erfahrung und gestärktem Mut zurück. Ohne den Rückhalt der Eltern, die am Mattenrand für die nötige positive Energie sorgten, wäre ein solcher Erfolg in Eigenregie kaum denkbar.
Rauenberg kann stolz auf seine Champions sein, die eindrucksvoll bewiesen haben: Wille, Zusammenhalt und Teamgeist wiegen oft schwerer als jede Verbandsförderung.
Foto: Imam Hidir Toraman




















