„Es wird Veränderungen geben“ – SV Sandhausen vor Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt II
Nach der 1:2-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 II möchte der SV Sandhausen im kommenden Heimspiel wieder in die Erfolgsspur finden. Am Samstag, 7. November, empfängt die Mannschaft von Cheftrainer Markus Kauczinski die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt. In der Medienrunde vor der Partie sprach der Trainer über die Gründe für die jüngste Niederlage, mögliche Veränderungen in der Startelf und die Qualitäten des kommenden Gegners.
Kauczinski kritisiert fehlende Konsequenz
Mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Mainz zeigte sich Kauczinski über weite Strecken durchaus zufrieden. Bereits in der ersten Halbzeit habe sich der SVS genügend Möglichkeiten erspielt, darunter einen Lattentreffer. Auch nach dem eigenen Tor seien weitere Chancen vorhanden gewesen. Umso ärgerlicher sei es, dass die Partie letztlich verloren ging.
„Mainz schießt dreimal aufs Tor und macht zwei Tore. Wir haben dumme Fehler gemacht, die bestraft wurden“, erklärte der Cheftrainer. Dabei habe er nicht den Eindruck gehabt, dass die vorherige Niederlage noch in den Köpfen der Spieler gewesen sei. Vielmehr hätten sich die Mannschaft und die einzelnen Spieler frisch präsentiert. Dennoch sei es ein Spiel gewesen, „das du gewinnen musst“. Dass man am Ende ohne Punkte dastand, liege deshalb auch an der eigenen Leistung.
Besonders die fehlende Konsequenz in entscheidenden Situationen beschäftigte den Trainer. Die Mannschaft verliere in Dribblings unnötig den Ball, packe in wichtigen Momenten nicht konsequent genug zu und lasse dem Gegner zu viele Freiräume. Als Beispiel nannte Kauczinski einen Abschluss aus rund 22 Metern, den die Defensive hätte blocken müssen. „Das sind einfache Dinge, die wir abrufen müssen. Das haben wir nicht gemacht und dann ist das fahrlässig und dumm“, so seine deutlichen Worte.
Veränderungen in der Aufstellung angekündigt
Mit Blick auf das Heimspiel gegen Frankfurt II beschäftigt sich Kauczinski intensiv mit möglichen Anpassungen. Im Training habe man bereits unterschiedliche Konstellationen und taktische Varianten ausprobiert. Eine endgültige Entscheidung über die Aufstellung sei allerdings noch nicht gefallen.
Vor allem im Zentrum habe ihm das nötige Zupacken gefehlt. Auch in der Offensive seien Veränderungen denkbar. Der Trainer machte jedoch deutlich: „Es wird Veränderungen geben.“
Personell kann der SV Sandhausen dabei wieder auf mehrere Rückkehrer zurückgreifen. Kwabe Schulz und Ari Ferati stehen nach ihren Sperren wieder zur Verfügung, Felix Lohkemper kehrt nach überstandener Erkrankung zurück. Verzichten muss Kauczinski hingegen auf Maxi Wagner und Flo Engelhardt, die beide aufgrund muskulärer Probleme ausfallen.
Für Kwabe Schulz ist die Rückkehr in die Mannschaft bereits vorgesehen. „Kwabe wird wieder reinkommen, weil er bis zu seinem Ausfall gut gespielt hat und einer unserer Leistungsträger war“, erklärte Kauczinski. Die Besetzung der weiteren Positionen werde er sich noch einmal genau ansehen.
Frankfurt II mit viel Tempo und spielerischer Qualität
Mit Eintracht Frankfurt II wartet auf den SV Sandhausen ein Gegner, den Kauczinski keinesfalls unterschätzt. Wie bei anderen Zweitvertretungen verfüge auch die Frankfurter Mannschaft über zahlreiche talentierte Spieler und eine hohe individuelle Qualität.
Besonders offensiv sieht der SVS-Trainer die Stärken des kommenden Gegners. Frankfurt bringe viel Tempo, Spielwitz und Kreativität mit. Die Mannschaft könne mutig nach vorne spielen und entwickle gerade aus dem Mittelfeld heraus immer wieder gefährliche Situationen.
Eine zusätzliche Herausforderung stellt die mögliche Unterstützung aus dem Profikader dar. Welche Spieler letztlich zum Aufgebot gehören werden, sei noch nicht abzusehen. Dadurch könne die Mannschaft jedoch weiter verstärkt werden.
Auch im Angriff verfügt Frankfurt laut Kauczinski über verschiedene Qualitäten. Besonders der bullige und schnelle Zielstürmer, der sowohl seine körperliche Präsenz als auch sein Tempo einbringen könne, sei ein Faktor. Insgesamt treffe beim Gegner spielerische Qualität auf Geschwindigkeit. Zudem könne Frankfurt Ausfälle durch die Breite des Kaders auffangen: „Wenn einer ausfällt, ist der nächste da. Dazu kommen immer wieder Spieler aus dem Profikader.“
Für den SV Sandhausen wird es somit darauf ankommen, die eigenen Fehler abzustellen und die notwendige Konsequenz in den entscheidenden Situationen auf den Platz zu bringen. Nach der Niederlage gegen Mainz II bietet das Heimspiel am Samstag die nächste Gelegenheit, wieder Punkte einzufahren.














