Super Stimmung bei der Winterfeier des Sängerbund Rauenberg

Auf seiner diesjährigen Winterfeier präsentierte der Sängerbund Rauenberg mit über fünfzig Mann auf der Bühne dem Publikum unter der Leitung von Musikdirektor Dr. Armin Fink einmal mehr sein ganzes Können. Zum Auftakt wurde klassische Herrenchorliteratur zu Gehör gebracht, man begann mit dem Lied „Abendfrieden“ von Rudolf Desch. Vorstand Rudolf „Rudi“ Deimel konnte unter den Besuchern in der Mannaberghalle auch Rauenbergs Bürgermeister Frank Broghammer, seinen Stellvertreter Günter Hemmerich und den Vorsitzenden des Sängerbezirks Wiesloch des badischen Chorverbands, Manfred Menges, beide selbst auf der Bühne, sowie Ehrenbürger Karl-Heinz Zimmermann begrüßen. Rudi würdigte in seinem kurzen Jahresrückblick den großen Erfolg des Projekts Deutschrock und das große Engagement aller Aktiven und Helfer.

Es folgte das feinfühlig und perfekt dargebotene Lied „Still ruht der See“ von Bernhard Riffel. Danach konnte Rudi wieder vier Neusänger des Sängerbundes, Friso Neumann, Thomas Schäfer, Onno von der Emde und Bernhard „Fellini“ Fellhauer mit der Sängernadel begrüßen. Diese ungebrochene Attraktivität des Sängerbunds für neue Mitglieder ist der beste Beweis für die Vitalität des Vereins und für seine zeitgemäße Ausrichtung durch Chorleiter und Vorstand.

Die Modern Singers des Sängerbunds eröffneten dann den zeitgenössischen Teil des Konzerts. Der virtuos intonierte Rammstein-Klassiker „Engel“, erstmals öffentlich a capella gesungen, und das neu einstudierte „Geboren um zu leben“ von Unheilig kamen beim Publikum bestens an, der frenetische Applaus war absolut verdient.

Karl-Heinz Schirmer, stellvertretender Vorsitzender des Sängerbezirks Wiesloch, nahm in gewohnt enthusiastischer Manier die Ehrung von zwei verdienten Sängern vor. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Matthias Piedl geehrt, und für beeindruckende 60 aktive Jahre sein Großvater Josef Piedl. Josefs außergewöhnliche Verdienste um den Sängerbund können gar nicht hoch genug bewertet werden. Schließlich war er nicht nur in einer schwierigen Phase in den siebziger Jahren selbst Vereinsvorstand, auch seine beiden Söhne Jürgen und Roland sowie seine Enkel Stephan und Matthias sind langjährige aktive Mitglieder, und Vorstand Rudi ist sein Schwiegersohn.

Schirmer wies auch darauf hin, dass der Sängerbund Rauenberg mit einem Durchschnittsalter von rund 47 Jahren zu den jüngsten und aktivsten Chören in der Region gehört. Eine große Stütze des Vereins sind seit jeher seine vielen Fördermitglieder und freiwilligen Helfer. Von daher war es nur konsequent, dass Rudi als nächstes Maria Kern, Willi Meisersick und Steffen Menges für ihre 25-jährige fördernde Mitgliedschaft ehrte. Dieter Krotz und Donato Durante, die bei unzähligen Veranstaltungen des Sängerbundes im Hintergrund für das leibliche Wohl sorgten, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Der dritte Teil des Konzerts stand dann unter dem Motto „Best of Deutsch-Rock“. Der Westernhagen-Hit „Es geht mir gut“, performt von Solist Roland Piedl, der Nummer-Eins-Hit „Ohne Dich“ von der Münchner Freiheit und „Rock me Amadeus“ von Falco, bei dem Solist Darren Lesniak einmal mehr den Saal rockte, beschlossen den musikalischen Teil des Abends. Mit Präsenten und Dankesworten bedacht wurden außerdem noch Chorleiter Dr. Armin Fink und dessen Vize Martin Hammer. Die von vielen Zuschauern eingeforderte Zugabe kam aus unerklärlichen Gründen nicht zustande. Im Anschluss zauberte Laienspielschar-Regisseur Manfred Menges mit dem Schwank „Alles bestens geregelt“ zum wiederholten Male ein Meisterwerk auf die Bühne der Mannaberghalle. Die Laienschauspieler des Sängerbundes waren bei der Winterfeier am Samstagabend bestens aufgelegt und strapazierten die Lachmuskeln des Publikums. Dabei bediente sich Manfred Menges wie schon oft zuvor einer Vorlage von Bernd Gumbold und passte das Stück nuancenreich an das Schauspielensemble des Sängerbundes an.

Die eher profane Handlung geriet durch die würzigen Zugaben des Regisseurs und einige Nebenschauplätze in der Handlung zu einem Lustspiel erster Güte. Manfred Menges gelang es dabei glänzend, die einzelnen Charaktere der Schauspieler optimal einzusetzen, so dass in allen drei Akten Kurzweil angesagt war. Dies quittierte das Publikum in der gut besuchten Mannaberghalle mit Szenenapplaus, ein Lacher reihte sich an den anderen.

Die Handlung spielte auf einem Bauernhof, auf dem die Bäuerin Rosi, gespielt von Iris König, ebenso hervorragend interpretiert wurde wie Opa Anton, der von Edelbert Gerner gespielt wurde. Opa Anton hat es mit der Körperpflege nicht so, was die Mutter von Rosi auf den Plan bringt. Ruth Menges füllte die Rolle von Mutter Klara mit viel Leben und Witz aus, genauso wie die sparsame Nachbarin Brunhilde, verkörpert von Annerose Holub. Dieser war die Rolle wie auf den Leib geschnitten. Mit zu dem lustigen Schwank und Verwirrspiel trugen weiterhin Postbotin Lisa (Renate Schwager), Chemiker Dr. Reinhard (Michele Novello), Schriftsteller Hajo (Jürgen Piedl), seine Partnerin Sonja (Anna-Maria Schwager) sowie der Altledige Gustav (Holger Menges) bei. Verwirrungen und Verwechslungen nahmen humorvoll ihren Lauf, was das Publikum abwechselnd zu Lachsalven und Szenenapplaus hinriss. Letztendlich kam es aber zum Happy-End im Theaterstück, für dessen Bühnendekoration Dieter Klefenz und Helmut Holub verantwortlich zeichneten. Von der Handlung sei hier nicht mehr verraten, denn am nächsten Samstag kommt das Stück beim Theaterabend des Sängerbundes noch einmal zur Aufführung.

Am Rande der Veranstaltung teilte Dirigent Dr. Armin Fink mit, dass der nächste Chorevent im Jahr 2015 ins Haus steht. Zusammen mit dem Chor aus Kirchheim will man sich den Eurovision Song Contest (für ältere Semester: Grand Prix d’Eurovision de la Chanson) zum Thema machen und eine Auswahl von Sieger- und Verliererhits seit 1954 präsentieren. Auf die Umsetzung dieser Idee darf man schon jetzt gespannt sein.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Aktiven und Helfern an Bar, Kasse, Tresen und in der Küche sowie dem Session-Team, die den Abend wieder zu einer rundum gelungenen Veranstaltung werden ließen, und natürlich dem Publikum.

Quelle: Volker Haentjes

Veröffentlicht am 15. Januar 2013, 09:00
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