Streik-Kundgebung am PZN Wiesloch am 13. Januar – Delegation bringt Riesen-Foto nach Potsdam
Im laufenden Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Länder ruft ver.di die Beschäftigten des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN) Wiesloch am Dienstag, 13. Januar, zu einer Streik-Kundgebung auf. Beginn ist um 14:15 Uhr vor dem Haupteingang des Zentralgebäudes.
Die PZN-Mitarbeitenden geben täglich ihr Bestes für die Patientinnen und Patienten – sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich der psychischen und psychiatrischen Gesundheitsversorgung – und arbeiten unter hoher Belastung. Da die Arbeitgeber bisher ohne konkretes Angebot in die Verhandlungen gestartet sind, will die Wieslocher Delegation nach der Kundgebung gemeinsam nach Potsdam reisen, um dort die Streikbereitschaft sichtbar zu machen. Ein großes Foto-Plakat der Wieslocher Streikenden wird vor Ort mitgeführt.
Zentrale Forderungen:
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Erhöhung der Gehälter um mindestens 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro im Monat
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Erhöhung der Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte
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Für Nachwuchskräfte: 200 Euro mehr pro Monat und unbefristete Übernahme nach der Ausbildung
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Verbesserung der Schichtzulagen
„Die Teuerungsrate ist weiterhin hoch, und Schichtarbeit ist gesundheitlich belastend. Deshalb ist den Wieslocher Streikenden besonders wichtig, dass die Forderungen umgesetzt werden“, betont Monika Neuner, ver.di-Gewerkschaftssekretärin.
Zur Kundgebung werden rund 120 Streikende aus allen Arbeitsbereichen erwartet, darunter Pflege, Therapien, Soziale Arbeit, Technik und Verwaltung. Die Ärzteschaft ist zur solidarischen Unterstützung eingeladen.
Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) betreffen rund 925.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) sowie die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte. Weitere Verhandlungsrunden sind für den 15./16. Januar und den 11./12. Februar 2026 geplant.


















