SC Paderborn kam wieder in die Spur

Paderborn (sim/zg). Erstmals in der Geschichte des SC 07 Paderborn geht der Verein in eine vierte Zweitligasaison, denn die früheren Aufenthalte in der zweithöchsten Fußballklasse endeten jeweils nach drei Jahren. Der letzte Aufstieg gelang 2008/09 als Dritter der dritten Liga in der Relegation. Direkt sind damals 1.FC Union Berlin und Fortuna Düsseldorf aufgestiegen. In der Serie 2011/12 sprang mit dem fünften Rang zudem eine hervorragende Platzierung heraus, doch danach folgte vor dieser Saison der Umbruch. Wichtige Leistungsträger verließen den Verein und auch bei der sportlichen Leitung verlief zunächst nicht alles so, wie es eigentlich hätte sein sollen.

Der SC 07 Paderborn entstand in dieser Form im Übrigen 1985 unter dem Namen TuS Paderborn-Neuhaus durch Fusion des TuS Schloss Neuhaus und des 1.FC Paderborn. Beide Vereine waren wiederum Produkte früherer Fusionen, wo auch das Gründungsjahr 1907 begründet liegt. Nach den erheblichen Spielerverlusten in der abgelaufenen Wechselperiode konnte der Zweitligist zumindest einen Transferüberschuss von weitaus mehr als drei Millionen Euro verbuchen, der vornehmlich aus dem 3,3 Millionen-Verkauf von Nick Proschwitz nach Hull City resultiert. Zu den Abgängen zählt unter anderem auch Lukas Rupp (ehemals Karlsruher SC), der zurück zu Borussia Mönchengladbach musste. Insgesamt vermeldete der Verein 13 Neuzugänge. Im Winter kam mit Mahir Saglik ein weiterer Stürmer vom FC St. Pauli hinzu. Nach Paderborn verschlug es auch Manuel Gulde. Der aus dem VfL Kurpfalz MA-Neckarau hervorgegangene Junioren-Nationalspieler hatte seinen Vertrag bei 1899 Hoffenheim aufgelöst und beim SC eine neue Bindung unterschrieben. Im Jahr 2013 war er allerdings verletzungsbedingt noch nicht im Einsatz, nach dem er zuvor fester Bestandteil der Viererabwehrkette war.

Die Vorbereitungsphase war bereits drei Wochen alt, als Stefan Schmidt das nach dem Weggang von Roger Schmidt (zu RB Salzburg) verwaiste Amt des Cheftrainers übernahm. Die Vereinsführung hat hier Mut bewiesen, denn für Stefan Schmidt war es ein Sprung ins kalte Wasser. Der 36-jährige Fußballlehrer trainierte zuvor die U19 des VfL Wolfsburg. Er war auf dem besten Weg, die neu formierte Mannschaft zu einer Einheit zusammen zu schweißen. Allerdings gab es vor der Winterpause vier Niederlagen und ein Remis in Folge und im neuen Jahr schien die Negativserie weiter zu gehen. Bei den letzten beiden Partien kam die Mannschaft jedoch wieder in die Erfolgsspur und gewann 4:0 beim FC 04 Ingolstadt und zuletzt 2:0 zu Hause gegen FC Erzgebirge Aue. Momentan steht der SC Paderborn auf dem elften Rang mit 29 Punkten aus 22 Begegnungen. Wesentlich erfolgreicher agierte die Schmidt-Truppe in der Fremde mit 17 der 29 Zähler. Zu Hause gab es somit lediglich zwölf Punkte. Für den SV Sandhausen ist also Vorsicht am Sonntag geboten. Am erfolgreichsten agiert der 19-jährige Philipp Hoffmann, der vor der Saison vom FC Schalke 04 für ein Jahr ausgeliehen wurde.

Seit 2009 besitzen die Paderborner eine neue Arena mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Zuschauer, darunter 5.800 Sitz- und 9.200 Stehplätze. Gekostet hat das Bauwerk in der 146.000 Einwohner zählenden westfälischen Stadt 25 Millionen Euro. Um die Schuldenlast abzubauen, war natürlich der Transferüberschuss ebenfalls ein „warmer Regen“. Ein weiterer finanzieller Schub ist Manager Michael Born zudem gelungen: Es wurde ein Namenssponsor (Benteler) für die nächsten fünf Jahre gefunden. Die Pläne für ein Trainingszentrum des rund 1.800 Mitglieder zählenden SC Paderborn direkt an der Benteler-Arena können deshalb auch konkretisiert werden. In einem sind die Paderborner bereits europäische Spitze: 1.900 Fahrradstellplätze bedeuten Rekord und deshalb auch die meisten Stellplätze direkt an einem Fußballstadion in Europa.

Durch die zuletzt errungenen sechs Punkte können die Paderborner sorgenfrei in die Kurpfalz reisen. Zum dritten Rang sind es schon zehn Punkte Rückstand und der Relegationsplatz im Tabellenkeller befindet sich neun Zähler entfernt. Nur ungern werden sich die Akteure des SV Sandhausen an die Vorspielniederlage erinnern. Nach einem verheißungsvollen Saisonstart begann nämlich in der Benteler-Arena die Negativserie, die alleine in einer Woche drei Misserfolge eben in Paderborn, zu Hause gegen Regensburg und beim TSV 1860 München bescherte.

Quelle: SV Sandhausen

 

Veröffentlicht am 22. Februar 2013, 11:00
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