Rektor Helmut Hibschenberger geht in den wohlverdienten Ruhestand

Nach 40 Jahren an der Theodor-Heuss-Realschule Walldorf, davon die letzten fünf Jahre als Rektor, verlässt Helmut Hibschenberger die Straße seiner beruflichen Laufbahn.

(bb) Die Verabschiedungsfeier für Helmut Hibschenberger am 24. Juli wurde durch eine Kunstperformance der Fachschaft Bildende Kunst eröffnet, die zwei Regenschirme kunstvoll verzierte und mit einem  „GOOD BYE“ schmückte.

Die Zweite Realschulkonrektorin Nadine Emmerling begrüßte alle Gäste herzlich, unter ihnen Frau Bürgermeisterin Christiane Staab, Herr Erster Beigeordneter Otto Steinmann, Herr Bürgermeister Georg Kletti aus Sandhausen, Frau Schulamtsdirektorin Hildegard Mertz, die Walldorfer Schulleiter-Kollegen und die Vertreter der Sponsoren und Unterstützer der Realschule.
Sie erwähnte, dass es schon ein „komisches Gefühl“ gewesen sei, im September letzten Jahres diese Verabschiedungsfeier zu terminieren. Und so schnell sei das Jahr vorbeigegangen.

Danach trat als musikalischer Überraschungsgast ein Dudelsackspieler auf, der  u. a. „Amazing Grace“ spielte und mit einem „Muss i denn zum Städtele hinaus“ die Bühne verließ.

Die Schulamtsdirektorin Hildegard Mertz lobte in ihrer Rede Herrn Hibschenberger als fleißig, einsatzbereit, freundlich, aufgeschlossen und kontaktfreudig. Sie habe ihn über lange Jahre während seiner Laufbahn begleitet, während der er auch pädagogische Tage geleitet und in der Lehrkräfte-Fortbildung und der Erwachsenendidaktik tätig war. Seit 1978 an der Theodor-Heuss-Realschule, wurde er 1999 zum Konrektor ernannt und 2013 zum Rektor.

Sie übergab ihm mit großem Dank für seine hervorragende Arbeit die Ruhestands-Urkunde und verabschiedete ihn mit einem Zitat von Charles Maurice de Talleyrand: Man muss die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten“.

Frau Bürgermeisterin Staab hob die hervorragende Pädagogik von Herrn Hibschenberger hervor. Er nähme alle Kinder an, so, wie sie sind. Er sei ein Lehrer, wie ihn sich jede Schule wünscht:  „Mehr Lehrer kann nicht sein“. Die Stadt habe für die erforderlichen Räumlichkeiten gesorgt, aber „mit Leben gefüllt“ haben sie Herr Hibschenberger und sein Mitarbeiter-Team.

Herr Bürgermeister Kletti aus Sandhausen überbrachte die Grüße der Gemeinde und zitierte Wilhelm Busch: „Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden“. Es sei die Frage, wer nun mehr zu leiden hat, Herr Hibschenberger im Ruhestand oder die Realschule ohne Herrn Hibschenberger. Er wünschte Herrn Hibschenberger für seinen neuen Lebensabschnitt Gesundheit und eine schöne gemeinsame Zeit mit seiner Familie.

Grußworte sprachen ebenfalls Frau Stempfle-Stelzer für die Walldorfer Schulleiter („Abschiedsworte müssen kurz sein“), die ihn künftig in der Schulleiter-Runde sehr vermissen wird. Sie übergab ihm einen Korb mit allem Notwendigen für eine ausgedehnte Radtour.

Frau Pfarrerin Klomp für die evangelische Kirchengemeinde und Herr Pfarrer Woschek von der katholischen Kirchengemeinde  wünschten Herrn Hibschenberger mit einer Sonnenblume und einem kleinen Licht Gottes Segen und Begleitung.

Herr Realschulkonrektor Thomas Lazarus hatte die Lacher auf seiner Seite, denn er meinte, er sei Schwarzwälder, „die reden wenig, aber langsam“. In einer launigen Rede, gespickt mit Anekdoten des Konrektorendaseins, erwähnte er das Vertrauen, das Herr Hibschenberger ihm und seiner Kollegin Frau Emmerling entgegenbrachte. Es sei ein tolles Lehrer- und Leiterteam an der Realschule. Er zollte Herrn Hibschenberger „Reschpekt“ für seine 40-jährige Tätigkeit und bezeichnete ihn als „Urgestein“. Und tatsächlich habe er im „Affenfelsen“ auf dem Schulhof nach langen Grabungen Urgesteine der Walldorfer Realschule gefunden. Hierzu zeigte er ein Bild mit Büsten der vier Rektoren der Realschule.

Das Hobby Radfahren von Herrn Hibschenberger griffen die Fachschaften Naturwissenschaften und Technik auf. Sie montierten an ein pinkfarbenes Fahrrad einen Dynamo und verbanden diesen mit einem CD-Spieler. Dann musste Herr Hibschenberger aufs Rad, und durch sein kräftiges Treten erklang das Lied „Wer hat an der Uhr gedreht“.

Eine Umdichtung des Liedes „Mein Fahrrad“ von den „Prinzen“ präsentierte der Lehrerchor der Realschule und erntete hierfür großen Applaus.

Auch drei Schülerinnen trugen unter Begleitung von Herrn Ingmar Kunz am Klavier ihre Lieder vor. Ewa Mateuszczyk (7a) und Shaina Specht (6e) sangen „All of me“ und Julia Brock (9f) sang „Something just like this“.

Dann kam die Zeit für Herrn Hibschenberger, sich zu verabschieden. Im Sinne der Geschichte von „Beppo, der Straßenkehrer“ betrachtete er seine Laufbahn als eine tolle Straße, die er gegangen sei. Am Anfang sei „die Kehrtechnik noch nicht ausgereift“ gewesen. Als Unterstützer stand ihm damals Herr Hubert Scholz zu Seite. Auch für die heutige Zeit wünschte er den jungen Lehrern, dass sie einen Menschen mit Erfahrung an ihrer Seite haben, der sie eine Zeitlang auf ihrer Lehrerlaufbahn begleitet.
Auch von Reinhold Miller, Autor zahlreicher Bücher mit den Themen Schule/Lehrer/Lernen, habe er viel gelernt und durch seine Augen eine andere Sichtweise bekommen.

Jetzt habe er Zeit für andere Sachen als „Straßen kehren“ und „ er stelle den Besen zum 31.07.2018 in die Ecke.“ Er hat schon neue Projekte im Kopf, die er „befreit von fremden Zwängen“ realisieren möchte.

Sein großer Dank ging an seine Konrektoren Thomas Lazarus und Nadine Emmerling sowie Katrin Schönberger im Sekretariat der Realschule und das ganze Lehrerteam.

Seine Verbundenheit mit der Realschule bleibt aber auch in seinem Ruhestand bestehen.

Veröffentlicht am 27. Juli 2018, 12:00
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