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Reformbewegung oder islamistisches Netzwerk

9. Oktober 2016 | Das Neueste, ev. Gemeinde Walldorf

Eine Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Walldorf

Am Sonntag, 16.10.2016, um 19 Uhr im Evang. Gemeindehaus, Walldorf, Schulstraße 4 Gülen-Schulen in Deutschland.

Sie gelten als prestigeträchtig und von hoher Qualität. Solche Bildungseinrichtungen betreibt die Gülen-Bewegung in vielen Staaten: von Afrika über Euro-pa bis nach Zentralasien, weniger in arabischen Ländern. Forderungen nach ihrer Schließung stoßen häufig auf großen Widerstand. Denn die Eliten schicken ihre Kinder auf Gülen-Schulen und -Universitäten.

Zu ihrem Bildungskanon gehören u.a. Fremdsprachen und Na-turwissenschaften. Nach Gülen sollen sich Muslime die wissenschaftlichen Errungenschaften des Westens aneignen und dessen Marktwirtschaft, Demokratie und Fortschritt übernehmen. Nur so kann nach Auffassung der Bewegung eine Gesellschaft im Einklang mit den Regeln des Islam entstehen.

Besonders in Europa und den USA gibt man sich „tolerant“. Dagegen steht der Vorwurf, bei HIZMET (Gülen-Bewegung) handle es sich um ein islamistisches Netzwerk bzw. eine Terrororganisation. Die bis vor einigen Jahren enge Verbindung mit der türkischen AKP hat sich seit 2009 immer mehr abgeschwächt. 2016 kam es dann im Zuge der Militärrevolte zum Eklat.

Das ursprünglich gemeinsame Ziel, die Kemalisten zu schwä-chen und der Türkei ein „soft-power-Instrument für ihre Außenpolitik zur Verfügung zu stel-len“ (so Bayram Balci) wurde zwar erreicht. An einer konservativen, sunnitisch orientierten Religionspolitik unter Einbezug des islamischen Religionsgesetzes wurde festgehalten.

Wenig geklärt ist aber, welche Rolle HIZMET spielte, als man einen Kompromiss mit den Kur-den suchte. Auch Gülens Einstellung zu zeitweiligen pro-iranischen und bis vor Kurzem anti-israelischen Tendenzen in der türkischen Außenpolitik ist eher als „kritisch“ zu bezeichnen. In Deutschland war HIZMET bislang kaum bekannt und wurde -wenn überhaupt- als reform-orientiert wahrgenommen.

Nach dem Militärputsch in der Türkei, den folgenden Säube-rungswellen und der Entlassung bzw. Verhaftung zahlreicher Staatsbediensteter geraten auch in Deutschland Gülen-Einrichtungen unter Druck. Schulen, Jugendzentren, „Nachhilfe-„ und „Dialogvereine“ sowie Kindertagesstätten werden beobachtet, leiden unter Abmeldungen durch verängstigte Eltern und bitten zum Teil (so die Stuttgarter Zeitung) um Polizeischutz.

Punktsieben hat zu diesem aktuellen Thema den Berliner Theologen und Mitarbeiter der „Evangelischen Zentrale für Weltanschauungsfragen“ Dr. Friedmann Eißler eingeladen.

Trotz der begreiflichen Flut von Anfragen hat sich der langjährige Gülen-Experte bereit erklärt, nach Walldorf zu kommen, um über religiöse, kulturelle und politische Ziele der Gülen-Bewegung zu informieren und in der nötigen distanzierten Weise Auskunft zu geben über die brennenden Fragen von Religion und Macht, die sich zwischen Gülen-Bewegung und ihren sehr unterschiedlichen Gegnern in der Türkei, aber auch in Europa und weltweit auftun.

Schnell – aktuell – informativ über Themen aus Gesellschaft und Kirche / Politik und Religion / Wirtschaft und Ethik / Weltreligionen und Christentum informieren und kontrovers diskutieren. Das bietet die Initiative der Ev. Kirchengemeinde Walldorf „punktsieben – Foyer am Sonntagabend“.

Kompetente Referenten informieren aus aktuellem Anlass über Themen, die unser Land bewegen und werden dabei von Mitgliedern der Projektgruppe Punktsieben kritisch hinterfragt.

Und natürlich kommen auch die Fragen der Zuhörer nicht zu kurz.

Weitere Informationen unter: www.punktsieben.org

 

Quelle: Evangelischen Kirchengemeinde Walldorf

 

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