PZN Wiesloch: ver.di ruft Beschäftigte zum ganztägigen Streik am 28. Januar auf – Teilnahme am Campus-Streiktag in Heidelberg
Am Mittwoch, 28. Januar, ruft ver.di die Beschäftigten des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN) Wiesloch zu einem ganztägigen Streik auf. Die Psychiatrie-Mitarbeitenden beteiligen sich dabei solidarisch am bundesweiten Campus-Streiktag mit Demo in Heidelberg.
Ablauf in Wiesloch:
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08:45 Uhr: Treffen für Foto-Aktion vor der Bus-Abfahrt (Haus 59, unterhalb der PZN-Küche) – Presse ist eingeladen.
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09:15 Uhr: Abfahrt der Busse nach Heidelberg.
Streikbeteiligung:
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Etwa 200 Beschäftigte vom PZN Wiesloch: ca. 150 ab Frühschicht in Wiesloch, ca. 50 direkt in Heidelberg zur Demo.
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Mitarbeitende aus Pflege, Technik, IT, Sozialdienst, Ergotherapie und Medizin nehmen teil.
Hintergrund der Arbeitsniederlegung:
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ver.di fordert mindestens 7 % mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro zusätzlich pro Monat für alle Beschäftigten, um insbesondere die unteren Lohngruppen zu stärken.
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Für Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr monatlich gezahlt werden, inklusive unbefristeter Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung.
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Alle Zeitzuschläge sollen um 20 Prozentpunkte steigen.
Notdienste:
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Für die Patientenversorgung gilt eine Notdienstvereinbarung, um die Grundversorgung sicherzustellen. Therapien, Aufnahmen und Tageskliniken bleiben während des Streiks eingeschränkt.
Campus-Streiktag in Heidelberg:
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Treffpunkt: 10:00 Uhr, Schwanenteichanlage Heidelberg
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Kundgebung: ab ca. 11:00 Uhr, Universitätsplatz Heidelberg
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Beschäftigte aus Hochschulen, Studierendenwerken, Forschungseinrichtungen sowie vom PZN Wiesloch demonstrieren gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und faire Gehälter.
ver.di Rhein-Neckar weist darauf hin, dass der Streik öffentlich angekündigt und gut vorbereitet wurde, um Patient:innen und Angehörige umfassend zu informieren.
Kontakt vor Ort:
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Marianne Bretzel, ver.di-Gewerkschaftssekretärin – Tel.: 0175-7591587
Hintergrund:
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Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) betreffen rund 925.000 Tarifbeschäftigte (außer Hessen). ver.di fordert eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf Beamt:innen und Versorgungsempfänger:innen.
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In Baden-Württemberg sind etwa 110.000 direkt und 194.000 indirekt von den Verhandlungen betroffen. An den sieben Psychiatrie-Zentren arbeiten insgesamt rund 10.000 Beschäftigte.




















