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Polizei und ADAC warnen: Mangelhafte Ladungssicherung kann teuer und sehr gefährlich werden

1. Februar 2023 | Technik IT

Ob Möbelkauf, Umzug, Urlaubsreise oder berufliche Transporte, manchmal muss einfach etwas mehr im Fahrzeug mitgenommen werden. Schnell und unkompliziert soll dann alles seinen Platz im Pkw, Kleintransporter oder Anhänger finden. Ob die Ladung dabei auch sicher verstaut ist, wird leider oft vernachlässigt.
Polizei und ADAC warnen immer wieder vor Nachlässigkeit bei der Ladungssicherung, denn die kann nicht nur ein Bußgeld, sondern sogar das Leben kosten.

Falsche Ladungssicherung kann Leben kosten
Bei Polizeikontrollen ist ungesicherte oder falsch gesicherte Ladung häufig ein Thema. Das betrifft nicht nur Transportunternehmen, sondern auch private Pkw-Nutzer. Wer mit einem unzulänglich bepackten Fahrzeug erwischt wird, muss mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg rechnen. Das ist allerdings bei Weitem nicht der schlimmste Schaden, den mangelhafte Ladungssicherung verursachen kann. Denn Unfälle aufgrund von unzureichend gesicherter Ladung passieren bedauerlicherweise immer wieder, auch bei uns in der Region. Mit Glück gehen sie glimpflich aus. Aber durch den ADAC durchgeführte Crashtests zeigen, dass falsche Beladung fatale Folgen haben und Verkehrsteilnehmer mitunter das Leben kosten kann.
Viele Unfälle und ihre teils schwerwiegenden Folgen wären vermeidbar, denn Transportgegenstände im Fahrzeug angemessen zu sichern, ist mit der passenden Ausrüstung und wenigen Handgriffen auch für Laien kein Problem.

Hilfsmittel zur Ladungssicherung gehören in jedes Fahrzeug
Ladungssicherung sollte für jeden, der ein Kraftfahrzeug führt, ein Thema sein. Der Fachhandel bietet eine große Palette entsprechender Produkte an. Die Auswahl sollte den Anforderungen angemessen sein. Für die alltägliche Ladungssicherung im privaten Pkw reichen oft hochwertige Spanngurte aus. Wer – beispielsweise als Handwerker – umfangreichere Transporte handhaben muss, sollte sich nach einer geeigneten Speziallösung umsehen, die zu den Transportgütern und zum genutzten Fahrzeug passt.
Unabhängig davon, welche Kombination aus Zurrgurten, Sicherungsnetzen, Ketten, Tauen und Anschlagmitteln die passende Lösung bietet, sollte die Qualität stimmen. Zwar ist Billigware immer noch besser als gar keine Absicherung, wer wirklich sicher sein möchte, sollte aber nicht am falschen Ende sparen. Hochwertige Sicherungssysteme zeichnen sich außerdem meist durch eine einfachere und schnellere Handhabung aus. Geprüfte Hilfsmittel sind online oder offline im Fachhandel erhältlich.

Tipps und Bestimmungen
Ladungssicherung sollte im Interesse der eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer immer gewissenhaft ausgeführt werden. Sie ist allerdings keine bloße Empfehlung, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Geregelt ist das in § 22 der StVO. Er besagt grob, dass Ladungen so zu verstauen und zu sichern sind, dass bei Brems- oder Ausweichmanövern nichts in Bewegung geraten kann. Transportunternehmen müssen zudem die Bestimmungen der VDI-Norm 2700 beachten.
Grundsätzlich gilt: Beim Beladen von Fahrzeugen sollten schwere Gegenstände immer zuunterst verstaut werden. Der ADAC empfiehlt überdies bündiges Packen, damit möglichst wenig Bewegungsspielraum besteht. Spanngurte mit Ratschenverschluss lassen sich jederzeit gut im Fahrzeug mitführen und bieten einen einfachen, aber effizienten Weg zum Verzurren von Gegenständen. Geeignete Verankerungsösen oder andere Befestigungspunkte weisen die meisten Fahrzeugtypen auf. Kleintransporter, Lkw oder Anhänger können nach Bedarf mit weiteren Anschlagmitteln ausgestattet werden. Für Transporte in offenen Anhängern sind grundsätzlich Sicherungsnetze nötig.
Auch Kleinteile im Fahrzeug können bei einem Aufprall oder einer Vollbremsung zu gefährlichen Fluggeschossen werden und sollten nie lose herumliegend transportiert werden. Aus rechtlicher Sicht gelten übrigens auch Tiere als Ladung und sollten deshalb nur angemessen gesichert mitfahren.

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