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Nacht der Ausbildung stellt breite Palette an Ausbildungsberufen und Studiengängen vor

18. März 2024 | > Walldorf, Allgemeines, Gewerbe, Leitartikel

Austausch auf Augenhöhe

„Wir sind dankbar, dass die Stadt uns diese Plattform bietet“, sagt Dietmar Sommer, als er am Freitagabend kurz nach Beginn der Nacht der Ausbildung gerade eine Gruppe Jugendlicher in der Stadt-Apotheke willkommen heißt. Neben den Infos über die Ausbildungen zu pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und pharmazeutisch-technischen Assistenten sowie dem Pharmazie-Studium gibt es hier unter anderem ein heiteres Arzneimittelraten. „Bis jetzt läuft es“, bewertet der Apotheker den Zuspruch. Ein paar Stationen weiter, im Schulungszentrum der SAP, drückt es der Reilinger Bürgermeister Stefan Weisbrod ganz ähnlich aus: „Ein tolles Angebot der Stadt“, sagt er, bevor er gemeinsam mit seiner Tochter in Richtung Zentrum weiterzieht, um dort die dualen Studiengänge und Ausbildungsberufe der Banken zu erschnuppern.

Die SAP ist traditionell einer der Hotspots der Nacht der Ausbildung, hier tummeln sich viele interessierte Jugendliche und ihre Eltern. „Es ist gut was los, wir sind zufrieden“, sagt Ausbildungsleiterin Juliane Heinz bei der Stippvisite von Bürgermeister Matthias Renschler und Sandra Seitz von der städtischen Wirtschaftsförderung, die die Ausbildungsnacht wieder gemeinsam mit Wirtschaftsförderin Susanne Nisius organisiert hat. „Das ist wirklich eine außergewöhnliche Möglichkeit, dass die Leute zu uns kommen können“, sagt Juliane Heinz. Begrüßt werden die Besucher draußen mit Popcorn und dem mobilen Showroom, drinnen mit Vorträgen, Gesprächen, Bewerbertrainings und Workshops. Dazu gibt es unter anderem eine Fotobox und Informationsstände der Partnerhochschulen. Zu Gast bei der SAP ist auch wieder der Finanzdienstleister MLP. „Es war noch nicht leer“, herrscht auch an diesem Stand Hochbetrieb.

 

 

Viel los ist gleich zum Start der Nacht der Ausbildung im Rathaus. Die Integrationsmanager Gabriele Dörflinger und Kpatcha Sogoyou begrüßen eine große Gruppe Geflüchteter und gehen mit ihnen gemeinsam mit dem Bus auf Tour zu verschiedenen Betrieben. Neben der Stadt mit ihren vielfältigen Ausbildungsberufen von den Verwaltungsfachangestellten über die Erzieherin bis hin zu Tischlerin oder Tischler präsentieren sich im Rathaus-Foyer auch die Astor-Stiftung, die für praktische Vorführungen ein Pflegebett dabei hat, die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer und der Internationale Bund. Die Volksbank empfängt Besucher mit ihrer Fotobox, Auszubildende informieren die Besucher aus erster Hand und bedienen nebenbei die Social-Media-Kanäle, um übers laufende Geschehen am Abend zu berichten.

„Das Tolle ist, dass die Leute in den Betrieben die Atmosphäre kennenlernen“, findet Mike Hirner vom Maisch Orthopädie Technik Zentrum. Deshalb sei ihm wichtig, „dass die Azubis da sind“. Das ist, gegenüber herkömmlichen Ausbildungsmessen, auch die Besonderheit der Nacht der Ausbildung: Jugendliche erleben die Betriebe hautnah und zum Anfassen, sie können sich mit Auszubildenden auf Augenhöhe austauschen und Ausbilder kennenlernen. So steht dann auch bei den Zipfelmützen neben Geschäftsführerin Birgit Hemmer und zwei Erzieherinnen eine aktuelle Auszubildende für Gespräche bereit. „Die können es am besten rüberbringen“, sagt in der Sparkasse Bettina Lundschien über „ihre“ angehenden Finanzassistenten und Bankkaufleute, die den Besuchern die jeweilige Ausbildung schildern. Natürlich darf der beliebte Cocktailstand nicht fehlen. Und bei Rhein-Neckar Akustik informiert Filialleiter Patrick Stotz nicht nur über den vielfältigen Beruf des Hörakustikers („Handwerk, Verkauf, Beratung“), sondern führt nebenbei auch Produkte wie den Schwimmschutz für Kinder mit Mittelohrentzündung vor.

 

 

„Wir hatten schon richtig gute Gespräche“, sagt Thomas Köthner (Edeka Kissel SBK) und berichtet von regem Interesse an Praktika. Bedarf ist im Lebensmittelhandel vorhanden: „Nachwuchs wird gesucht“, sagt er. Nicht ganz so viele Besucher schauen leider im Partner-Port vorbei, in dem sich mit Epi-Use, Swan, CMde und der TS Group gleich vier Firmen angehenden Kaufleuten und Informatikern präsentieren. Auch ComfOrtho, noch recht neu in Walldorf, hat sich unter anderem mit Gegrilltem auf mehr Gäste eingerichtet. Dafür ist der Blick in die Werkstatt, in der orthopädische Schuhe gefertigt werden, und die Demonstration der digitalen Fußvermessung umso spannender. „Schön, dass es in der Cafeteria so voll war“, berichtet Julia Ludwig bei Schweickert von rund 100 Besuchern über den Abend hinweg, die sich neben vielen Informationen über Musik, Snacks und Computerspiele freuen. Mit koenig solutions stellt sich hier auch ein SAP-Beratungsunternehmen vor, dass ab April in den Räumen zu finden ist. „Interessierte junge Leute“ durfte man bei Promega begrüßen, ebenso im Hotel Vorfelder. „Einer wollte direkt morgen seine Bewerbung losschicken“, sagt Oliver Vorfelder. Neben Rundgängen durchs Haus punktet er mit der leckeren Currywurst.

Das Fazit von Bürgermeister Renschler, der gerne noch mehr Betriebe besucht hätte, fällt dann auch sehr positiv aus. Es sei schön, dass sich so viele Unternehmen an der Nacht der Ausbildung beteiligen – mehr als 30 waren in diesem Jahr wieder dabei. „Eine qualifizierte Ausbildung ist wichtig“, sagt der Bürgermeister. In Walldorf könnten Jugendliche aus „einer breiten Palette“ an Angeboten auswählen und die Veranstaltung sei ein guter Weg, sich darüber sehr anschaulich zu informieren. Neu ist in diesem Jahr die Matching-App gewesen, mit der man sich vorab Tipps für passende Ausbildungsgänge geben lassen konnte, und das Gewinnspiel, an dem alle teilnehmen durften, die mindestens drei Stempel in verschiedenen Betrieben gesammelt haben. Mit kleinen Shuttle-Bussen, dem Fahrrad oder zu Fuß ist es für die Jugendlichen zu ihren Wunschzielen gegangen.

Info: In der Last-Minute-Ausbildungsbörse sind auf zwei Stellwänden im Rathaus-Foyer bis voraussichtlich Freitag, 22. März, noch freie Ausbildungsplätze für 2024 zu finden.

 

 

Text: Stadt Walldorf
Fotos: Jan A. Pfeifer/Helmut Pfeifer

 

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