Ein 23-jähriger Mann steht im Verdacht, Kunden durch stark überhöhte Rechnungen für handwerkliche Dienstleistungen getäuscht zu haben. Beamte des Polizeireviers Wiesloch nahmen den Tatverdächtigen am Freitagabend gegen 21 Uhr vorläufig fest.
Auslöser der Ermittlungen war die Anzeige einer 73-jährigen Frau aus Wiesloch. Die Seniorin hatte im Internet nach einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen gesucht und daraufhin Kontakt zu einer vermeintlich seriösen Firma aufgenommen. Nach einer telefonischen Terminvereinbarung erschien der Mann an ihrer Wohnadresse und führte dort etwa 30 Minuten lang Arbeiten aus.
Anschließend stellte er der Frau eine Rechnung von mehr als 3.000 Euro und verlangte die sofortige Barzahlung. Da die Seniorin lediglich 2.700 Euro zu Hause hatte, übergab sie ihm diesen Betrag.
Erst nach einem Gespräch mit ihrer Tochter kamen Zweifel an der Angemessenheit der Forderung auf. Gemeinsam wandten sich Mutter und Tochter an die Polizei. In Abstimmung mit den Ermittlern wurde kurzfristig ein weiterer Termin mit dem Verdächtigen vereinbart. Als dieser erneut an der Wohnanschrift erschien, griffen die Polizeikräfte zu und nahmen ihn fest.
Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Beamten mehrere tausend Euro Bargeld, diverses Werkzeug sowie Rechnungsunterlagen.
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll der 23-Jährige nicht nur als Schädlingsbekämpfer aufgetreten sein. Die Polizei prüft Hinweise, wonach er auch Dienstleistungen wie Rohr- oder Abflussreinigungen angeboten und dabei für vergleichsweise einfache Arbeiten überhöhte Beträge verlangt haben könnte.
Beschreibung des Tatverdächtigen:
- etwa 1,80 Meter groß
- schwarze Haare mit längerem Pony
- kleiner Kinnbart
- kräftige Statur
- vollständig schwarz gekleidet
Die Polizei bittet mögliche weitere Geschädigte, die ähnliche Erfahrungen mit dem Mann gemacht haben oder denen für vermeintlich einfache Handwerks-, Reinigungs- oder Schädlingsbekämpfungsarbeiten ungewöhnlich hohe Rechnungen gestellt wurden, sich beim Polizeirevier Wiesloch oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Die Ermittlungen dauern an.














