Mitreißendes Jubiläumskonzert der Stadtkapelle Walldorf

Den fulminanten Höhepunkt der Feierlichkeiten zu ihrem 150-jährigen Jubiläum im Jahre 2018 bildete das Jubiläumskonzert des Musikvereins Stadtkapelle Walldorf am 10. November in der Astoria-Halle.

(bb) Mit dem Badner Lied zog das Hauptorchester der Stadtkapelle mit seinen 30 Musikerinnen und Musikern und ihrem Dirigenten Manfred Guthörl in die Astoria-Halle ein.
Bernd Neugebauer begrüßte im Namen der Stadtkapelle alle Gäste herzlich, namentlich Herrn Ersten Beigeordneten der Stadt Walldorf Otto Steinmann und den Bürgermeister-Kandidaten Matthias Renschler, und freute sich über den unerwartet großen Besucherandrang.

Viele Veranstaltungen habe man in diesem Jahr absolviert, wie er erzählte, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Dies sei nur mit der Hilfe vieler Helferinnen und Helfer möglich gewesen, denen er an dieser Stelle herzlich für ihr Engagement dankte.

Mit dem Jubiläumskonzert möchte die Stadtkapelle auf die Entwicklung der Blasmusik und der Orchester von der Militärmusik mit Märschen, den Big Bands bis zum E-Bass und der eigenen Musik für Blasorchester zurückblicken.

Das Hauptorchester eröffnete das Konzert mit Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ aus dem Jahr 1868, dem Gründungsjahr der Stadtkapelle Walldorf. Mit Gänsehautfeeling ging es weiter beim Einmarsch des Dudelsackbläsers Michael Köster aus Reilingen, der das bekannte Dudelsack-Stück „Highland Cathedral“ aus dem Jahre 1982 spielte. Ihn begleitete Lukas Hümmler, Trommler der Stadtkapelle.
Weiter ging es mit der Militärmusik „Hoch Heidecksburg (1912) und „Pennsylvanis 6-5000“ (1940).

Dem Publikum müsse man etwas Besonderes bieten, um es vom Fernsehen wegzulocken, meinte Bernd Neugebauer. Mit dem weiteren musikalischen Stargast Klaus Thome, bekannt durch seine Auftritte mit Liedern von Elvis Presley und Frank Sinatra u. a. im Theaterkeller, ist der Stadtkapelle das Besondere gelungen.
Klaus Thome sang mit Begleitung der Stadtkapelle das gefühlvolle Lied „I’ve Got You Under My Skin“ (1936). Maren Schmitz, Altsaxophonistin bei der Stadtkapelle, war seine Gesangspartnerin bei dem Lied „Somethin‘ Stupid“ (1967). Klaus Thome erzählte, dass er Maren erst vor zwei Monaten kennengelernt habe, ihre gemeinsame Musik aber auf Anhieb geklappt habe.

Mit dem Frank-Sinatra-Hit „New York, New York“ (1979) und der vom begeisterten Publikum geforderten Zugabe „My Way“ beendete Klaus Thome seinen Gastauftritt, der mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde.

Nach der Pause ging es weiter mit den fast vierzig Musikerinnen und Musikern des Jugendorchesters und ihrem Dirigenten Benjamin Wolf. Anne übernahm die Ankündigung für „Carmen“ (1875) von Georges Bizet, danach wurde es mit dem Dschungelbuch gemütlich („Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“). Bei der „Huga Chaka“-Version von „Hooked on a Feeling“ (1968/1974/2014) wurde auch das Publikum mit einbezogen.
Maren kündigte die bekannten Star Wars-Melodien von 1977 bis heute an.

Ein weiterer bunter Höhepunkt dieses Konzertes war der Auftritt der Newcomer-Formation der Tanzschule Kronenberger.

Trotz begrenztem Platz auf der Bühne bezauberten sie mit Auftritten in Original-Kostümen zur Musik von Disney-Musicals, u. a. zu „Aladdin“ und „Die Schöne und das Biest“. Hier spielten das Haupt- und das Jugendorchester zusammen ebenso wie bei dem gefühlvollen Lied „Music“ („… was my first love“ von John Miles, 1976).

Bei dem bekannten Hit „Auf uns“ (von Andreas Bourani, 2014) tanzte wieder die Formation der Tanzschule Kronenberger und setzte damit einen farbenfrohen, mitreißenden Schlusspunkt ans Ende des Konzertes. Mit der Zugabe „Danke für die Musik“ (ABBA „Thank you for the music“, 1977) bedankten sich die Stadtkapelle und alle Mitwirkenden bei ihrem Publikum.

Bei einer Jubiläumsveranstaltung dürfen natürlich auch besondere Ehrungen nicht fehlen. Marcus Meyer, der Vorsitzende des Musikvereins Stadtkapelle, bedankte sich bei Corina Seitz für 16 Jahre als Dirigentin des Jugendorchesters, in dem sie auch bereits als Kind musizierte. Corina Seitz bedankte sich bei allen Kindern und ihren Eltern für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

Silke Willinger, 1. Vorsitzende des Fördervereins Jugend der Stadtkapelle, übernahm die Sonderehrung für den „Vollblutmusiker“ an der Posaune und Trompete Jürgen Kamm, der zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Jürgen Kamm war Mitgründer des Fördervereins Jugend im Jahre 2006 und hat sich bei der Stadtkapelle vielseitig engagiert, sei es in der Vorbereitung von Veranstaltungen oder als Hobbymusiker im Orchester.

Carmen Kollenz, die Schriftführerin der Stadtkapelle und des Fördervereins Jugend, bedankte sich bei Bernd Neugebauer für die Moderation, bei Heike Nykiel für die Vorbereitung der Veranstaltungen („in langen Nachtschichten“), bei Dirk Rimmler für die Technik an diesem Abend und bei allen anderen Helferinnen und Helfern, die sich für die Stadtkapelle ehrenamtlich engagieren.

Der Förderverein sorgte auch für die Bewirtung rund um dieses Jubiläumskonzerts mit Laugensnacks und kühlen Getränken.

Am Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, lädt die Stadtkapelle herzlich in die Evangelische Kirche zum Adventskonzert ein. 
Der Eintritt ist frei.

Text und Fotos: BBinz

 

Veröffentlicht am 13. November 2018, 06:00
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