Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek besucht den Rhein-Neckar-Kreis

Über Integrationsarbeit und Flüchtlingsunterkunft in Walldorf informiert

Die Flüchtlings- und Integrationsarbeit im Rhein-Neckar-Kreis hat sich stetig weiterentwickelt. Über die Herausforderungen der vergangenen Jahre und die aktuelle Situation – insbesondere was die Unterbringung der ukrainischen Geflüchteten betrifft – machte sich Staatssekretär Siegfried Lorek MdL, Ministerium der Justiz und für Migration, am Freitag, 27. Mai 2022, gemeinsam mit Landrat Stefan Dallinger, den Abgeordneten des Landtags im Rhein-Neckar-Kreis und dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Walldorf, Dr. Joachim Ullmann, in der Flüchtlingsunterkunft Industriestraße 58 in Walldorf ein Bild. Sie bietet Platz für 190 Personen und wird als Gemeinschaftsunterkunft vom Landkreis genutzt. „Die Unterkunft steht stellvertretend für die Richtung, die der Rhein-Neckar-Kreis in den vergangenen Jahren hinsichtlich seiner Flüchtlings- und Integrationsarbeit eingeschlagen und die sich auch in der Krise bewährt hat“, betont Landrat Stefan Dallinger. „Dazu zählt auch, dass wir ganz eng mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden kooperieren.“ Dr. Joachim Ullmann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Walldorf, bestätigte die gute Zusammenarbeit von Kreis und Kommunen.

„Aktuell erleben wir eine große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, sei es bei der Unterstützung der Geflüchteten vor Ort oder auch durch das Anbieten von Wohnraum. Dafür sind wir sehr dankbar“, so der Landrat und sagte weiter: „Denn Ziel ist es, die Menschen nach kurzer Zeit in Wohnungen hier in der Umgebung unterzubringen.“

Schon in der zweiten Jahreshälfte 2021 hat die Zahl der nach Baden-Württemberg kommenden Flüchtlinge zugenommen und stieg seit dem Kriegsausbruch Ende Februar sprunghaft an. Migrationsstaatssekretär Lorek sagte: „Seit Kriegsbeginn und damit innerhalb von drei Monaten haben in Baden-Württemberg mehr Menschen bei uns Zuflucht gefunden, als im gesamten Jahr 2015. Gegenüber März 2022, dem bisherigen Höhepunkt der Migrationsbewegung aus der Ukraine, sind die Zugangszahlen zwischenzeitlich zwar wieder etwas gesunken. Die Situation hat sich jedoch noch lange nicht entspannt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Land, Kreis sowie Städten und Gemeinden bleibt für die Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten weiter enorm wichtig. Der Rhein-Neckar-Kreis hat mit der vorläufigen Unterbringung in Walldorf in kürzester Zeit ein hervorragendes Projekt an den Start gebracht. Den vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern danke ich herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz. Mir ist bewusst, dass es große Kraft kostet, das Engagement über Monate aufrechtzuerhalten.“

„Wir freuen uns über den Besuch und das Lob von Migrationsstaatssekretär Lorek“, so Landrat Dallinger. „Wie schon in der Flüchtlingskrise in den Jahren 2014 bis 2016 schaffen wir in enger Abstimmung mit unseren kreisangehörigen Städten und Gemeinden ausreichend Kapazitäten zur vorläufigen Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten. Dank der Unterstützung der Stadt Walldorf können wir dies mit der wieder aktivierten Unterkunft in der Industriestraße auch für die kommenden Monate gewährleisten. Dazu sind wir sowohl für die Vergangenheit als auch zukünftig auf die Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel durch das Land angewiesen.“

„Neben der Zusammenarbeit mit dem Land war die Bewältigung der mit dem starken Zugang ukrainischer Flüchtlinge intern nur durch eine fachübergreifende Zusammenarbeit möglich. Im Mittelpunkt stand dabei die Einrichtung eines schlagkräftigen Service-Points Ukraine in kürzester Zeit“, ergänzt die für die Unterbringung von Geflüchteten zuständige Dezernentin Doreen Kuss.

Derzeit gibt es insgesamt im Rhein-Neckar-Kreis 19 Flüchtlingsunterkünfte, die mit rund 1.464 Personen unterschiedlicher Herkunftsländer belegt sind.

 

Zahlen, Daten, Fakten:

Entwicklung Zugänge, Belegung, kommunale Anschlussunterbringung

In die vorläufige Unterbringung zugewiesene Ukrainer*innen

1.507

Stand: 19.05.2022

Insgesamt im RNK untergekommene Ukrainer*innen

5.848

Stand: 16.05.2022

 

Entwicklung der Wohnheimkapazitäten

Wohnheimkapazität am 28.02.2022

(noch ohne Auswirkung Ukraine)

998 Plätze

Wohnheimkapazität am 11.05.2022

1788 Plätze[1]

[1] inkl. 667 Plätze in Notunterkünften

Service Point Ukraine

Zu Beginn des Zustroms der ukrainischen Geflüchteten wurde der sog. Service-Point Ukraine eingerichtet. Dieser dient als erste Anlaufstelle für Fragen und Anliegen der Flüchtlinge sowie der in Deutschland lebenden Angehörigen, Freunden und Bekannten.  

Quelle: Landratsamt RNK

Veröffentlicht am 28. Mai 2022, 06:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=299963 

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