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Miete für eine Wohnung in Wiesloch

13. Januar 2018 | > Wiesloch, Gesellschaft, Leitartikel, Photo Gallery

Die Entwicklung der Mietpreise in Wiesloch und des Immobilienmarktes allgemein in Wiesloch.

Kritiker bezeichnen Wiesloch als eine Wohn- und Schlafstadt – wenig Gewerbe und Industrie und somit auch weniger Arbeitsplätze als beispielsweise im benachbarten Walldorf. „Arme Stadt, reiche Stadt – Wiesloch-Walldorf – Besuch bei ungleichen Nachbarn“ titelte unlängst die Stuttgarter Zeitung. Doch eine Wohnung zu finden ist gar nicht so einfach.

Die Mietpreise sowie auch die Immobilienpreise in Wiesloch und dem sogenannten Doppelzentrum Wiesloch-Walldorf sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Vor allem der in Walldorf ansässige Softwarekonzern SAP zieht Mitarbeiter aus der ganzen Welt an. Um das SAP-Umfeld haben sich unzählige Unternehmen aus der ganzen Welt mit Vertretungen und Büros auf der Walldorfer Gemarkung niedergelassen.

Die gut ausgebildeten und entsprechend gut bezahlten Mitarbeiter sind für viele Vermieter in Wiesloch und Walldorf meist die erste Wahl, was sich klar auf die Mietpreise auswirkt. Auch die Anzahl der privaten Zimmervermietungen wirkt sich auf die Wohnungsknappheit aus. Im Internetzeitalter und airbnb & Co. mietet man unter Umständen nicht mehr klassisch ein Hotelzimmer, sondern ein Privatzimmer oder gar eine ganze Wohnung. Was früher Pensionen und kleine Gasthäuser an fehlenden Zimmerkapazitäten der Hotels abdeckten, tun nun auch private Wohnungsvermieter. Diese vermieten z.B. an Besucher des Hockenheimrings und richten mittlerweile vermehrt ihre Angebote an SAPler.

In vielen Wohnungsangeboten, die heute hauptsächlich auf Internetportalen veröffentlicht werden, ist beispielsweise auch zu lesen: „Wohnung für Wochenendheimfahrer“.

Wieslochs Stadtkasse ist leer, die Stadt ist verschuldet und wird wohl auch noch einige Zeit daran zu knabbern haben. Zwar gibt es eine städtische Wohnungsbaugesellschaft, doch deren finanzielle Mittel und Möglichkeiten sind beschränkt. Dementsprechend ist das Angebot an Wohnungen beschränkt. Beschränkt sind weitgehendst auch die Möglichkeiten der Erschließung neuer Wohngebiete.

Der Wohnraum in Wiesloch ist knapp. Die Nachfrage ist hoch. Bei den Mietpreisen und den Preisen für Immobilen in Wiesloch und der Region kann man in manchen Aspekten schon von Münchener Verhältnissen sprechen, so beispielsweise in Bezug auf Massenbesichtigungen. Eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 20 anderen Menschen gleichzeitig zu besichtigen, ist nichts Außergewöhnliches in Wiesloch. Wenn man dann noch hört, dass dies nun der achte Besichtigungstermin ist, der gerade erfolgt, weiß man: Ok, also mindestens 160 Mitbewerber um die Wohnung.

Die Mischung ist bunt und vielfältig. Zu den Bewerbern zählen alle Schichten der Bevölkerung, ob Selbstständige, Angestellte oder Zuwanderer, von der Krankenschwesternschülerin aus dem PZN über die englischsprachige SAP-Mitarbeiterin bis zu beispielsweise dem ungarischen Zuwanderer, der wie viele andere EU-Bürger von der Reisefreizügigkeit Gebrauch macht und auswandert, um ein neues besseres Leben zu finden, bis zum Flüchtling aus Afrika, Syrien oder anderen Ländern, in denen Not und Armut herschen.

Der Soziale Wohnungsbau wurde in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Wiesloch, sondern bundesweit, vernachlässigt. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum muss vor allem gedeckt werden.

Was die aktuelle Miete für eine Wohnung in Wiesloch ist, kann man hier online erfahren: Miete für eine Wohnung in Wiesloch

Zuversichtliche Aussichten bieten u.a. geplante Bauprojekte wie z.B. auf dem Gelände der ehemaligen Holfelder-Werke, dort sollen in den nächsten Jahren neue Bauplätze für Wohnungen und Gewerbe entstehen, ebenso in der Nähe des PZN.

In Wiesloch, aber auch in den benachbarten Städten wie Rauenberg, ist auch ein hoher Leerstand zu beobachten. Ganze Häuser, die unbewohnt sind und förmlich verfallen, sind sich selbst überlassen. Könnte man diese Leerstände beseitigen und wieder aktiven Wohnraum schaffen, könnte dies gegebenenfalls zu einer positiven Entwicklung in Bezug auf Kosten für Miete für eine Wohnung in Wiesloch beitragen.

Als positives Bespiel ist das sogenannte ehemalige Posteck in Wiesloch zu nennen. Jahrzehntelang stand der Platz leer. Und auf einmal ging es ganz schnell und neuer Gewerberaum für Büros und Praxen entstand. Ebenso das Gelände der alten Post, dort entstand auch neuer Wohnraum. Das ehemalige Schlecker-Gebäude wurde abgerissen und auch dort entsteht im Moment neuer Gewerberaum.

Als Fazit: Es bleibt interessant in der Region Wiesloch und man sollte weiter über die Enwickung des Immobilenmarkes in Wiesloch informiert bleiben.

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