Hochkarätiger Austausch zur mentalen Gesundheit in Wiesloch: Manne Lucha und Yannick Veits beraten mit Fachkräften
Auf Einladung des grünen Landtagskandidaten Yannick Veits besuchte Gesundheitsminister Manne Lucha die Region, um gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten über die Zukunft der sozial-psychiatrischen Versorgung, Strategien gegen Einsamkeit und die Stärkung der mentalen Gesundheit zu diskutieren.
„Die Herausforderungen im Bereich der mentalen Gesundheit, besonders die zunehmende Einsamkeit bei Jugendlichen und älteren Menschen, erfordern entschlossenes Handeln und eine enge Verzahnung von Landespolitik und regionaler Expertise“, erklärte Lucha im Gespräch. Grundlage der Diskussion war unter anderem die Studie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg 2025“ der Bertelsmann Stiftung.
Regionale Kompetenz im Mittelpunkt
Yannick Veits betonte die besondere Rolle Wieslochs: „Mit dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN), dem SPHV Wiesloch und weiteren Einrichtungen verfügen wir hier über eine geballte Fachkompetenz. Wiesloch ist in vielen Bereichen ein Vorreiter, insbesondere bei den sozialpsychiatrischen Diensten.“ Die Arbeit der PIA-Ambulanz (Psychiatrische Institutsambulanz) sei dabei entscheidend, um die ambulante Nachsorge sicherzustellen.
Forderungen nach Finanzen und Bürokratieabbau
Im Dialog mit Expertinnen und Experten wie Dr. Jochen Gebhardt (Chefarzt Alterspsychiatrie), Marcella Fandry (pädagogische Leitung für junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen) und Regina Wolf (Vorsitzende Stadtseniorenrat) wurden auch kritische Punkte angesprochen. Ein zentrales Thema war die finanzielle Absicherung: So diskutierten die Beteiligten über Fördergelder für die Eingliederungshilfe, um die Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen nachhaltig zu sichern.
Ein weiterer Diskussionspunkt war die Entbürokratisierung. „Der Personalaufwuchs im Verwaltungsbereich ist am stärksten, das muss sich ändern“, erklärte Dr. Christoph Klotz vom SPHV. „Wir brauchen mehr Handlungsspielraum und weniger Kleinstregelungen, um wieder mehr Zeit für die eigentliche Versorgung der Patientinnen und Patienten zu haben.“
Yannick Veits dankte Minister Lucha für den Besuch und den konstruktiven Austausch: „Dieser Termin hat gezeigt, wie wichtig der direkte Draht zwischen Landespolitik und lokalen Akteuren ist, um die soziale Infrastruktur in unserer Region nachhaltig zu stärken.“
Bildquelle: Peter Neubauer




















