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Jugendschutzstreife-Erfahrungen und Konzeption

23. August 2013 | Gesundheit, Leitartikel, Photo Gallery

(vsk) Seit 4 Jahren sieht man bei öffentlichen Veranstaltungen in Wiesloch, bei denen Alkohol ausgeschenkt wird, Personen mit blauen Westen und Neo-Aufschrift, die die Feiernden beobachten, durch die Menge aber auch dunkle einsame Straßen nahe der Festmeile laufen und sich die Nacht „um die Ohren schlagen“ während drum herum zunehmend gefeiert wird. Es sind engagierte und besorgte Wieslocher Bürgerinnen und Bürger sowie Angestellte des Jugendamtes, der Feuerwehr und Sozialarbeiter.

In Wiesloch und an zu vielen Orten hatte zuvor das Komasaufen immer mehr zugenommen. Immer größer waren die Zahlen der „Sturz-Betrunkenen“ viel zu jungen, die von den Medizinischen Helfern behandelt und manchmal im Krankenhaus gerettet werden mussten – nicht immer ist es gelungen. Einige Bürger wollten versuchen, was dagegen zu tun und die Polizei nahm diese Besorgnis gerne auf, unterstützt bis heute die Aufgabe durch Hintergrund-Schutz und Schulung. Alle Streifengänger haben einen direkten „Draht“ zum Polzei Revier ohne Warteschleife.  Bei bedrohliche Situationen ist binnen Sekunden Hilfe da.

Die Jugendschützer  achten auf Jugendliche unter 16 Jahren, die Anzeichen von Alkohol Konsum zeigen, sprechen diese an, fragen nach deren Alter und natürlich danach, was und wieviel sie getrunken haben, wie es ihnen geht. Sie beobachten auch die Begleiter, denn häufig erleben sie, dass der Schnaps in Sichtweite der „Blauwesten“ schnell an Ältere gegeben wird.

Hier 5 aktuelle Statisiken der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung):

 

 

 

Die Jugendschützer strafen nicht, sie geben Zuwendung. Der Einsatz der Jugendschutzstreifen zeigte inzwischen viele Erfolge, z. B. kamen Schlägereien, Komatrinken und Randale nur vermindert, oder gar nicht mehr vor, so der Jugendschutz-Bericht. Die Jugendschützer stellen keine Forderungen, sie reden mit ihnen und lassen sie erzählen. Das wirkt manchmal Wunder. Die Jugendlichen akzeptierten die neuen Ansprechpartner.

Meistens wird als Grund für das „Saufen“ genannt, dass sie zu einer Gruppe gehören wollen, als Begleiterscheinung ist  der Alkohol nun mal normal, oft ist ihnen das Trinken auch schon von Zuhause vertraut.

Gründe:

ICH TRINKE ALKOHOL, UM MICH BESSER ZU FÜHLEN

ICH TRINKE ALKOHOL, AUCH WENN ICH ALLEINE BIN

ICH TRINKE ALKOHOL, WENN ALLE TRINKEN

ICH TRINKE ALKOHOL, DENN IN MEINER FAMILIE

WIRD REGELMÄSSIG ALKOHOL GETRUNKEN

ICH TRINKE ALKOHOL, SONST BIN ICH NICHT GUT DRAUF

ICH TRINKE ALKOHOL UND HATT HALB SCHON ECHTE PROBLE

RAFFST DU ES ?

Die Jungenschützer fragen, ob ihnen der Schnaps schmeckt und wie sie sich anschließend fühlen? Die Kids erzählen von ihren Abstürzen. Die „Blauwesten“sprechen mit den „Kids“ über ihre Berufspläne und zeigen ihnen auf, dass häufiges Alkohol Trinken schnell zur Abhängigkeit führen kann, sie keinen Job bekommen oder ihn verlieren und die meisten materiellen Träume unerreichbar werden.

In Wiesloch scheinen die Jugenschützer durch ihr Beispiel eines der Erfolgs-Modelle der Stadt geworden zu sein. Sie appellieren an die Fest-Verantwortlichen, nicht so viel für Alkohol-Konsum zu werben schon ganz und gar nicht, ohne auf die Risiken hinzuweisen.

Die Jugenschützer wollen kein „Feigenblatt“ der Stadt-Verantwortlichen sein!

Achten Sie mal darauf und unterstützen sie sie. Während des Winzerfestes sind sie am 23. und 29.08. „auf der Nacht-Streife“.

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