Im Rahmen der Internationale Wochen gegen Rassismus finden auch mehrere Veranstaltungen in Walldorf statt.
Am Freitag, 20. März, 14 bis 18 Uhr, lädt die Kinder- und Jugendkunstschule Kikusch Interessierte jeden Alters zu einer Kunstaktion zum Mitmachen an den Pavillon auf dem Marktplatz in der Hauptstraße ein. Unter dem Titel „StandFest“ soll eine Gemeinschaftsskulptur entstehen und ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen.
Der Verein Walldorf solidarisch veranstaltet am Donnerstag, 26. März, 19.30 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus (Schulstraße 4) eine Filmvorführung mit Diskussion unter dem Titel „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“. Der Film der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und der Mediengruppe Schrägspur aus dem Jahr 1993 zeichnet die Geschichte von Verfolgung und Widerstand während des NS-Regimes aus der Sicht von Betroffenen aus der Region nach. Der Eintritt ist frei.
Der Filmclub Wiesloch-Walldorf zeigt am Donnerstag, 2. April, 20 Uhr, im Luxor-Filmpalast das jordanische Drama „Im Schatten des Orangenbaums“. Im Mittelpunkt der Familiensaga, die sich von 1948 bis in die nahe Gegenwart (2022) erstreckt, stehen drei Generationen einer palästinensischen Familie. Regisseurin Cherien Dabis spielt eine Mutter, die schildert, wie eine Reihe von Ereignissen zu Schüssen auf ihren Sohn bei einer Protestkundgebung geführt haben. Der Film wurde als Beitrag für die Oscarverleihung 2026 als bester internationaler Film eingereicht.
Die Stadtbücherei Walldorf vom 16. bis 28. März zu ihren Öffnungszeiten einen Medientisch zum Thema Rassismus und Diskriminierung an. Romane, aktuelle Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur sowie weitere Medien stehen bereit. Es besteht Raum und Zeit, sich mit antirassistischer Literatur vertraut zu machen beziehungsweise das eigene Wissen zu vertiefen.
Bezug zu Walldorf hat außerdem die Veranstaltung „Erinnerungen an Kurt Klein – neue Entwicklungen und Überraschungen“ am Donnerstag, 19. März, 19.30 Uhr, im Bürgersaal des Alten Rathauses in Wiesloch (Marktstraße 15). Die Geschichte des Walldorfer Juden Kurt Klein und seiner Frau Gerda ist seit 2020 in der Region bekannt. Nachdem in der Zwischenzeit hunderte von Briefen der Eltern von Kurt Klein – Alice und Ludwig Klein – zugänglich sind, konnte die Historikerin Dr. Anette Hettinger ausgehend von diesen Briefen beeindruckende Fundstücke aus Archiven zusammentragen. Sie stellt ihre Zwischenergebnisse zusammen mit Wolfgang Widder vor. Der Eintritt ist frei.
Text: Stadt Walldorf




















