Historische Gebäude in Wiesloch – Altbausanierungen statt Neubau

Das historische Gebäude am Rathausplatz wird saniert und die Denkmalstiftung Baden-Württemberg fördert das Projekt.

Fachwerkhaus in der Marktstr. 8

Fachwerkhaus in der Marktstr. 8

(rp) WIesloch, 29.11.2019 – Neben dem historischen Freihof wohl eines der ältesten Gebäude Wieslochs, aber gewiss das älteste Haus am Marktplatz, wie Dr. Ruth Cypionka, Gebietsreferentin des Landesamts für Denkmalpflege mitteilt. „Das alte Rathaus ist erst zehn Jahre später entstanden“, erklärt Dr. Cypionka.

Freihof

Freihof – Leerstand seit vielen Jahren, wirklich schade

Im September 2017 wurde das denkmalgeschützte Fachwerkhaus in der Marktstr. 8 verkauft. Der Erwerber wird dieses erhaltungswürdige Gebäude restaurieren. Nach Eingang der Kaufpreiszahlung wurde das Gebäude im Februar 2018 an den Käufer übergeben.

Dr. Ruth Cypionka beschreibt „Teile des Gebäude reichen wohl bis ins späte Mittelalter zurück, stammen somit aus der Zeit vor der Zerstörung Wieslochs im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689. Die Stadt wurde damals in Schutt und Asche gelegt.

Drei Bauphasen an dem Gebäude konnten die Bauforscher mit hoher Sicherheit datieren. Nach dem spätmittelalterlichen beziehungsweise frühneuzeitlichen Haus dessen Zerstörung auf 1689 datiert wurde, folgte in den Jahren 1703/04 ein barockes Gebäude. Dieses war, als Gasthaus errichtet und der Gastraum befand sich im Obergeschoss.

Foto: Kirchner

Foto: Kirchner

Im Jahr 1827 erfolgte dann schließlich die dritte Bauphase. Das Gebäude wurde ostwärts um drei Fensterachsen erweitert, ein neuer Dachstuhl wurde errichtet und der teilweise Austausch des Fachwerks.

Das Fachwerk wurde damals verputzt und erst nach rund 100 Jahren in den 1920er oder 30er Jahren wieder freigelegt. Seither trägt das „historisch sehr besondere Gebäude“ sein heutiges Gesicht.

Foto: Kirchner

Foto: Kirchner

Zur Freude der Denkmalschützerin ist das Haus insgesamt noch gut erhalten. Es ist schon erstaunlich wie sich der Platz am Rathaus über die Jahrzehnte verändert hat.

 

Die Felkels

„Ein Mann braucht ein Projekt“ heißt es in der Baumarktwerbung. Bernhard Felkel ist als Maurermeister und Restaurator selbst ein Mann vom Fach und mit viel Freude hat er sich die Sanierung dieses historischen Gebäudes zur Aufgabe gemacht. Wahrlich eine Mammutaufgabe.

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg fordert das Sanierungsprojekt mit 25.000 Euro.

Carmen Theilmannund Bernhard Felkel

 Carmen Theilmann, die Geschäftsführerin der Toto-Lotto Regionaldirektion Nord-West,

Jährlich fließen in Baden-Württemberg über 24 Millionen Euro aus den Erlösen der staatlichen Lotterien in den Denkmalschutz. „Lottospieler sind also die heimlichen Mäzene im Land“, so die Vertreterin der Toto-Lotto-Gesellschaft.

Sehr erfreulich, dass es Menschen gibt, die sich einer solchen Aufgabe stellen. Gerade die historischen Gebäude der Innenstadt verleihen der Stadt ein besonderes Ambiente und wären daher schon erhaltenswert.

Einige Impressionen

Text und Fotos: Robert Pastor

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Veröffentlicht am 29. November 2019, 10:56
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