Bleiben Sie informiert  /  Mittwoch, 04. März 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

Handwerker sucht Lehrling

18. Januar 2013 | Das Neueste, Gewerbe, Politik

(zg) Erneut blieben viele Ausbildungsplätze frei

Das baden-württembergische Handwerk konnte im Jahr 2012 mit einem Minus von 5,4 Prozent deutlich weniger Lehrlinge rekrutieren als im Vorjahr. „Rund 1.500 Ausbildungsplätze konnten nicht besetzt werden“, teilte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle mit. Ende Dezember zählten die acht Handwerkskammern im Land insgesamt 19.937 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in rund 130 Handwerksberufen.

Etwa jeder dritte Handwerksbetrieb bot im vergangenen Jahr Ausbildungsplätze an, 2.114 davon zum ersten Mal. „Unsere Betriebe würden gerne mehr junge Menschen ausbilden“, unterstrich Möhrle. Weil aber die Bewerber ausblieben, überlegten nun schon einige Handwerker, Fachkräfte aus Spanien und Griechenland anzuwerben. „Die Situation wird sich auf lange Sicht nicht ändern“, befürchtet Möhrle, darauf müssten sich die Betriebe einstellen. Die Handwerksorganisation gebe Hilfestellung unter anderem mit gezielten Aktionen: Mit der eigenen Nachwuchskampagne www.handwerks-power.de, mit der bundesweiten Imagekampagne und dem Comedian Simon Gosejohann oder über die Landeskampagne www.gut-ausgebildet.de werbe das Handwerk intensiv um Nachwuchs aus den Schulen im Land. „Auch die Betriebe selbst tragen nach Kräften ihren Teil dazu bei“, meinte Möhrle, „sie kümmern sich zum Beispiel um die Weiterbildung ihrer Belegschaft und schaffen familienfreundliche Arbeitsbedingungen für junge Mütter und Väter.“

Möhrle: „Das Handwerk hat seine Hausaufgaben gemacht.“ Jetzt sei die Landesregierung am Zug. Sie müsse noch stärker für den direkten Einstieg in eine duale Ausbildung werben. Es könne nicht sein, dass Lehrstellen frei blieben, während im sogenannten Übergangssystem tausende Jugendliche teils jahrelange und für den Steuerzahler teure Warteschleifen durchliefen, immer das Ziel eines höheren Schulabschlusses vor Augen. „Die Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung muss mit Leben gefüllt werden“, dafür sieht Möhrle Handlungsbedarf bei der Politik. Auch über die duale Ausbildung könne ein höherer Bildungsabschluss erreicht werden und zugleich bereits ein erster Berufsabschluss. Handwerk und Studium schlössen sich nicht aus. Und im Übrigen sei der Meister im Handwerk am Ende gleich viel wert wie der Bachelor an der Uni.

Quelle: Eva Hauser

 

Das könnte Sie auch interessieren…

Zwei muntere Molina Sittiche sorgen für staunende Besucher

Gute Unterhaltung im Tom-Tatze-Tierheim Zwei muntere Molina Sittiche sorgen für staunende Besucher Wer ins Tom-Tatze-Tierheim kommt, wird mit Vogelgezwitscher begrüßt. Verantwortlich dafür sind zwei lebhafte Molina Sittiche. Bislang kannte kein Besucher diese...

63. Rhein- Neckar- Mineralienbörse in Walldorf

63. Rhein-Neckar-Mineralienbörse in Walldorf Am Sonntag, den 22. März 2026, von 10:00 bis 17:00 Uhr findet in der Astoria-Halle in Walldorf, Schwetzinger Straße 91, die 63. Rhein-Neckar-Mineralienbörse statt. Die Börse ist die älteste westdeutsche Veranstaltung dieser...

Aktionsbündnis Wiesloch ruft zum bundesweiten Frauenstreik auf

„Ohne uns steht alles still“ – Frauenstreik am 9. März 2026 in Wiesloch Unter dem Motto „Ohne uns steht alles still“ beteiligt sich das Aktionsbündnis Wiesloch am bundesweiten Frauenstreik am Montag, den 9. März 2026. Die zentrale Aktion findet auf dem Kirchplatz bei...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv