GRÜNE Bundestagskandidatin beim Frauenforum Wiesloch

Politik dient den Schwächsten zuerst

(dob/zg) Der Frauenforum e.V. existiert seit 20 Jahren.  Gründungsfrau Ursula Trost ist es in dieser Zeit gelungen, einen Zirkel großartiger Frauen um sich zu versammeln, die trotz Bildungs- und Wirtschaftsunterschieden über alle gesellschaftlichen Grenzen hinweg mit großer Offenheit, Respekt und Selbstverständlichkeit miteinander kommunizieren.

Für das letzte allmonatliche Freitagsgespräch im Bronners konnte Dr. Edith Wolber, Medizinethnologin, Heilpraktikerin und Bundestagskandidatin der GRÜNEN gewonnen werden. Sie referierte über die sozial- und umweltpolitischen Ziele ihrer Partei. Mit Besorgnis sieht sie die immer weiter auseinander driftende Schere zwischen Arm und Reich. Wenig Einkommen in der Zeit der Erwerbstätigkeit führe automatisch zu nicht auskömmlicher Rente. Das betreffe vornehmlich Frauen, die durch ihr Engagement in der Familie meist ohnehin nur geringere Anwartschaften erwerben würden.

Hier solle die Neuregulierung des Arbeitsmarktes durch Einführung eines Mindestlohnes von 8,50 €  also rund 1000 € monatlich Netto, und eine garantierte Mindestrente in Höhe von 850 €  Abhilfe schaffen.

Politik habe dem Menschen zu dienen und hier den Schwächsten zuerst, ist Dr. Edith Wolber überzeugt und will mit einer Kindergrundsicherung arme Kinder vor Ausgrenzung und Stigmatisierung schützen. Leistungen wie Kindergeld, Wohngeld und Heizungsgeld sollen zugunsten eines Kindersicherungsfreibetrages in Höhe von 300 €  wegfallen.

Als wichtige sozialpolitische Neuerung sieht sie die  Pläne für eine Bürgerversicherung für Gesundheit und Pflege. Diese soll von allen finanziert werden, auch von denen, die nicht durch eigene Arbeit sondern durch Arbeit ihres Kapitals Einkommen erzielen.  Leistungsrisiken durch Frühverrentung tragen dann nicht vornehmlich nur die Kassen, deren Mitglieder körperlich Arbeitende sind. Die Lasten verteilen sich auf breiteren Schultern.

Für Reiche soll, neben weiteren Maßnahmen, der Steuerhöchstsatz von 43 % auf 49 % angehoben werden, um notwendige sozialpolitische Reformen  finanzieren zu können.

Bei den umweltpolitischen Zielen wollen die GRÜNEN bis 2030  zu 100 %  auf erneuerbare Energien setzen. Bis jetzt sind schon 25 % erreicht. Für die Weiterentwicklung des Netz- und Speicherausbaus muss noch geforscht werden. Viel Geld gehe zur Zeit noch immer in die atomare Forschung.  Ein Beispiel für diese unsinnige atomare Forschung ist die Transmutation. Durch diese Technik  soll die Halbwertzeit von radioaktiven Substanzen auf ca. 1000 Jahre  reduziert werden. Notwendig bleibe aber dennoch eine sichere  Endlagerung. Bei der Endlagersuche besteht dringender Handlungsbedarf.  Relativ sichere Endlagermöglichkeiten in Tonformationen liegen im Norden Deutschlands, entlang der Donau und westlich des Bodensees. Dr. Edith Wolber sieht schon jetzt die schwierige Notwendigkeit auf die jeweilige Regierung zukommen, den Menschen in der Nähe möglichst sicherer Endlager zu vermitteln, den strahlenden Abfall in ihrer Nähe hinzunehmen.

In der Frauenpolitik sind die GRÜNEN für die Quote. Männer holen Männer in die Jobs. Frauen sollen Frauen in die Kolleginnensysteme holen.

„Vieles ist zu tun. Man kann nicht den ganzen Globus im Blick haben. Manchmal muss man auch kleinräumig agieren, bei sich selbst bleiben, bei sich graben und hoffen, dass das die anderen auch tun“, schloss Dr. Wolber ihren Vortrag.

Quelle: Frauenforum

Veröffentlicht am 6. März 2013, 19:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=18892 

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