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Große Freude über einen kleinen Hirsch

22. Mai 2016 | Ausflugsziele, Leitartikel

Jungtier 2016

Foto: Petra Medan / Jungtier 2016

Der Heidelberger Zoo ist einer der wenigen Zoos in Europa, der seltene Schopfhirsche hält. Umso größer war die Freude, dass es im April erneut Nachwuchs bei diesen kleinen Paarzehern gab. Mit Trixie haben die Elterntiere Goofy und Mieke bereits zum sechsten Mal für Nachwuchs gesorgt.

In den Zoos von Magdeburg, Osnabrück und Berlin leben Nachkommen der Heidelberger Schopfhirsche.

Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen 110 und 160 Zentimeter. Namengebendes Merkmal dieser scheuen Tiere ist der schwarzbraune Haarschopf am Kopf.

Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, Lippen, Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß.

Das kleine Geweih, das nur die Männchen tragen, ist meist gänzlich im Schopf verborgen. Männliche Schopfhirsche haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange Eckzähne am Oberkiefer, die sehr prägnant aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in Kämpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufügen.

Jungtier 2016

Foto: Petra Medan / Jungtier 2016

Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blättern, Kräutern, Früchten sowie auch Aas.

Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei.

Beheimatet sind Schopfhirsche im zentralen und südlichen China. Ob es im nördlichen Burma noch Bestände gibt, ist nicht bekannt. Es wurden über einen längeren Zeitraum keine Tiere mehr gesichtet.

Die Vernichtung ihres Lebensraumes durch Abholzung und Rodung sowie die starken Bejagung sind dafür verantwortlich, dass diese Hirschart als potentiell gefährdet gilt. Nachzuchten dieser seltenen Tiere sind deshalb besonders wertvoll.

Die Schopfhirsche im Zoo Heidelberg leben gemeinsam mit den Kleinen Pandas in einem großen Gehege.

Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

 

Quelle: Zoo Heidelberg

 

 

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