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Großbrand Ludwigshafen: Riesige Rauchwolke beunruhigte die Gesamtregion

23. Juni 2013 | Allgemeines, Blaulicht, Das Neueste

(fwu – 23.6.13) Der gestrige Großbrand in Ludwigshafen beunruhigte auch unsere Leser. Die riesige Rauch- und Qualmwolke, die mehrere hundert Meter hoch stieg und von Ludwishafen aus Richtung Weinheim / Odenwald zog, war bei dem ansonsten klaren und blauen Himmel wirklich nicht zu übersehen.

Um zu verdeutlichen, was da in Ludwigshafen brannte, ein kurzer Vergleich. Es brannte eine 9.500 Quadratmeter große Lagerhalle mit  Styropor-Granulat auf der Parkinsel. Das entspricht knapp zwei Fußballfeldern (68 x 105 Meter). Die 4.400 Tonnen Granulat entsprechen 220 LKW-Ladungen zu je 20 Tonnen. Stellen Sie sich die zwei Fußballplätze gefüllt mit je 110 LKW-Ladungen leicht und heftig brennbarem Material einmal vor … und alles steht gleichzeitig in Flammen …  (Video RNF <hier>).

Jedes Kilo Granulat erzeugt bei der Verbrennung über 1.000 Kubikmeter Qualm, was insgesamt also 4-5 Milliarden Kubikmetern entspricht (= 5 Kubik-Kilometer). Die Hauptfrage, die man sich angesichts dieser Wolke stellte, war natürlich, ob der Qualm giftig ist und ob man Vorsorgemaßnahmen treffen müsse. Die “beruhigende” Aussage von Feuerwehr und Stadtverwaltung, daß bei dem Brand keine giftigen Stoffe entstanden seien, wirkte angesichts der Schwärze der Qualmwolke nicht überzeugend.

Jeder, der schon einmal Styropor angezündet hat (was auch bei jedem Tag der offenen Tür bei der FFW demonstriert wird ), weiß,was für ein beißender Qualm dabei entsteht. Grund genug also, sich zu sorgen. Die “vorsorgliche” Evakuierung von über 2.000 Anliegern deutet zumindest darauf hin, daß hier durchaus Gefahr bestand.

Die Feuerwehren, darunter auch die spezialisierte BASF-Werksfeuerwehr, hatten über sieben Stunden damit zu tun, den Brand zu löschen und konnten ein Übergreifen auf Nachbargebäude verhindern. Während der Löscharbeiten waren über 140 Einsatzkräfte direkt vor Ort. Verletzte gab es glücklicherweise keine. Doch die riesige Qualwolke wird wohl vielen Menschen lange in Erinnerung bleiben.

Mitteilung der Feuerwehr zum Großbrand

Nach dem Großbrand in der Ludwigshafener Hafenstraße empfiehlt die Stadtverwaltung Ludwigshafen in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt, den direkten Kontakt mit von Ruß bedeckten Gegenständen zu vermeiden. Der Ruß ist nicht akut giftig.


Größere Rußpartikel auf dem Rasen im Garten sollten mit dem Rechen entfernt werden. Der Abfall sollte in die graue Tonne des Hausmülls. Kleinere Rußverschmutzungen können mit Wasser abgespritzt werden. Spielplätze, die mit Ruß belastet sind, sind zu meiden und werden von der Stadtverwaltung in den kommenden Tagen gereinigt. Kindertagesstätten im Gebiet werden von der Feuerwehr informiert. (Pressemitteilung Feuerwehr Ludwigshafen)
Die Verwaltung empfiehlt, Körperteile, die in Kontakt mit Ruß kommen, mit Wasser und Seife abzuwaschen. Von Gegenständen wie beispielsweise Gartenmöbel kann der Ruß mit Wasser und üblichen Haushaltsreinigern entfernt werden. Kleidung sollte in der Waschmaschine gewaschen werden, Autos in einer Autowaschanlage gereinigt werden. Obst und Gemüse, das eventuell mit Ruß in Kontakt gekommen sein kann, sollte vor dem Verzehr gründlich gewaschen und, wenn möglich, geschält werden. Wenn Obst und Gemüse massiv von Ruß verschmutzt sind und nicht gründlich gesäubert werden können, empfiehlt die Stadtverwaltung, dieses wegzuwerfen.

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