Gedenkveranstaltung 80 Jahre Deportation Wieslocher Juden nach Gurs wird verschoben

Mit großem Bedauern muss die Stadt Wiesloch mitteilen, dass die, für den 22. Oktober 2020 geplante Gedenkveranstaltung „80 Jahre Deportation Wieslocher Juden nach Gurs“ im Palatin aus aktuellem Anlass verschoben werden muss. Das Zusammenspiel der kleinen Ausstellung der Familie Oppenheimer im Foyer, die Mitwirkung der beiden Schulen wie auch das Zeitzeugen-Interview kann leider nicht wie geplant einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Diese wichtige Veranstaltung soll aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Stadt Wiesloch wird im sehr kleinen, internen Kreis diesem traurigen Ereignis würdevoll gedenken.    

 

Zum Hintergrund:

Der 22. Oktober 1940 ist ein denkwürdiger Tag in der Geschichte Wieslochs: Vor 80 Jahren wurden 45 in Wiesloch und Baiertal lebende jüdische Einwohner verhaftet und in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich am Rande der Pyrenäen deportiert. Von dort wurden sie in den folgenden Jahren in die Vernichtungslager Auschwitz, Sobibor und Majdanek transportiert und dort ermordet. 6.500 Juden in Baden und der Saarpfalz mussten das gleiche Schicksal erleiden. Der Gauleiter von Baden, Robert Wagner und der Gauleiter der Saarpfalz, Josef Bürckel, meldeten nach dieser Aktion stolz an das Führer-Hauptquartier in Berlin, dass ihre Gaue nun „judenrein“ seien.

Veröffentlicht am 21. Oktober 2020, 01:08
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=287092 

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