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FDP-Kreistagsfraktion befasste sich mit Kindertagespflege

19. März 2026 | FDP südl. Bergstraße, Leitartikel

FDP-Kreistagsfraktion

FDP-Kreistagsfraktion thematisiert Zukunft der Kindertagespflege

Die FDP-Kreistagsfraktion Rhein-Neckar-Kreis hat sich im Vorfeld einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses intensiv mit der Zukunft der Kindertagespflege beschäftigt. Neben weiteren Themen wie Ganztagsbetreuung, Frühförderung und Jugendhilfe im Strafverfahren stand insbesondere die Entwicklung der Elternbeiträge im Fokus. Die Kindertagespflege gilt als wichtiger Baustein der Betreuung, vor allem für Kinder unter drei Jahren.

Im Januar 2025 waren die Elternbeiträge nach rund zehn Jahren erstmals deutlich angehoben worden – von 1,82 Euro auf 2,87 Euro pro Stunde für das erste Kind. Diese kurzfristige Erhöhung um rund 60 Prozent sorgte bei Eltern und Tagespflegepersonen für erhebliche Irritationen. Bereits Ende 2025 beschloss der Kreistag mit Mehrheit, die Berechnungsgrundlage erneut zu ändern und die Beiträge bis 2027 schrittweise weiter auf bis zu 3,60 Euro pro Stunde zu erhöhen.

Die FDP-Fraktion kritisiert diese Entwicklung und lehnte die entsprechende Vorlage ab. Aus ihrer Sicht unterscheidet sich die Kindertagespflege deutlich von klassischen Kindertagesstätten – sowohl in Organisation als auch in Kostenstruktur. Zudem würden kommunale Kitas häufig subventioniert, wodurch der als Vergleich herangezogene Kostenwert für Elternbeiträge nicht realistisch sei.

Die Liberalen befürchten, dass die steigenden Kosten langfristig zu einem Rückgang der Kindertagespflege führen könnten. Dies sei insbesondere angesichts sinkender Geburtenzahlen problematisch und sende ein falsches Signal an Familien, die Beruf und Kinderwunsch vereinbaren möchten.

Um die tatsächlichen Auswirkungen der Beitragserhöhungen besser bewerten zu können, wurde das Jugendamt beauftragt, verschiedene Kennzahlen für den Zeitraum von 2024 bis Herbst 2026 zu erheben. Dazu zählen unter anderem die Anzahl der Tagespflegepersonen, betreuten Kinder, Schulungen sowie Härtefallanträge.

Die FDP-Kreistagsfraktion betont, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterhin ein zentrales Anliegen sei. Die Kindertagespflege habe sich als flexible und wichtige Ergänzung zu Kindertagesstätten etabliert und müsse auch künftig erhalten bleiben. Weitere Informationen sind auf der Website der FDP Rhein-Neckar abrufbar.

Abbildung: Die Mitglieder der FDP-Kreistagsfraktion, v.l. Giuseppe Fritsch, Bärbel Seemann, Michael Herling, Peter Schell, Claudia Felden, Dietrich Herold und Matthias Renschler, befassten sich mit der Zukunft der Kindertagespflege (Foto: Claudia Felden)

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