Etwas Zählbares ist erforderlich

Trio mit Fragezeichen

Sandhausen (sim/zg). Ausgerechnet vor dem sehr wichtigen und schweren Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten Eintracht Braunschweig stehen hinter drei Stammkräften des Zweitligisten SV Sandhausen ein Fragezeichen. Zudem wird am Freitag um 18 Uhr Torhüter Daniel Ischdonat wegen einem Kapselriss im Sprunggelenk definitiv nicht auflaufen können. Bis nächsten Dienstag hat ihm der Arzt zunächst einmal Trainingsverbot verordnet. Sein Vertreter wird Michael Langer sein, der in dieser Saison schon zweimal für den Keeper-Oldie zwischen den Pfosten stand. Knieprobleme beschäftigen Frank Löning, während sich David Ulm und Seyi Olajengbesi mit einer Rachenentzündung herum plagen müssen. „Eine Entscheidung wird es sicherlich erst am Spieltag geben, wobei ich hoffe, dass Frank Löning auflaufen kann, doch bei den anderen beiden sieht es nicht gut aus“. SV-Trainer Hans-Jürgen Boysen will deshalb zur möglichen Anfangsformation im Vorfeld noch nichts sagen, mit einer Ausnahme: Timo Achenbach wird nach verbüßter Gelbsperre wieder in die Viererkette zurückkehren. Nicht zur Verfügung stehen natürlich die Langzeitverletzten Kristjan Glibo, Simon Tüting, Nico Klotz und Ole Kittner.

„Das Spiel der beiden Aufstiegsaspiranten am vergangenen Montag habe ich vor Ort verfolgt und mit Hertha BSC einen Bundesligisten gesehen, während die Eintracht an ihre Grenzen gestoßen ist“. Hans-Jürgen Boysen hat vor dem nächsten Gegner trotzdem großen Respekt und sieht nur dann eine Chance, „wenn die Mannschaft, was ich erwarte, eine herausragende Leistung bringt. Wer die gesamte Saison auf einem Direktaufstiegsplatz steht, muss was können. Das hat mit Zufall beileibe nichts zu tun“.

Der ehemalige Deutsche Meister steht kompakt, ist bei Standards stets gefährlich, verfügt über mehrere Spielsysteme „und besitzt mit Domi Kumbela einen Instinktfußballer, der die Torjägerliste anführt“, wie der SV-Coach erwähnt: „In Berlin konnte ihn die Hertha ausschalten und wenn uns das ebenfalls gelingen würde, wäre dies bereits die halbe Miete“. Hans-Jürgen Boysen rechnet im Hardtwaldstadion mit einer hochmotivierten Gästeelf, die sich den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen möchte. Derzeit beträgt der Vorsprung vor dem Relegationsplatz-Inhaber 1.FC Kaiserslautern noch zehn Punkte. Boysen: „All diese Dinge dürfen für uns jedoch keine Rolle spielen, denn bei uns ist es umgekehrt. Wir wollen nicht absteigen und benötigen deshalb dringend die Punkte“. Nicht ganz sorgenfrei fährt Eintracht-Trainer Thorsten Lieberknecht an den Hardtwald, wo er sich als Pfälzer und ehemaliger Waldhof-Spieler ja bestens auskennt, denn Innenverteidiger Deniz Dogan muss wegen der fünften gelben Karte pausieren.

Nach dem der Aufsteiger beim MSV Duisburg wieder einmal in der Fremde sein „zweites Gesicht“ zeigte („Wir hatten nicht den besten Tag, es hat wieder einmal der Mut gefehlt“), hofft der Trainer auf das „Heimgesicht“, das schon für manche Überraschung sorgen konnte. „Nach dem Negativerlebnis in der Fremde, wird sich das Team gegen Braunschweig neu aufstellen. Davon bin ich überzeugt und darauf beruht meine Hoffnung, dass wir etwas Zählbares zu Hause behalten werden“.

Etwa 500 bis 800 Gästefans werde ihre Mannschaft in die Kurpfalz begleiten. „Leider ist es ein Freitagsspiel, ansonsten wäre sicherlich die doppelte Anzahl aus Braunschweig gekommen“, bemängelt Geschäftsführer Otmar Schork, der von einem Besucherinteresse „um die 6.000 Zuschauer“ ausgeht.

Als Referee fungiert Christian Bandurski aus Oberhausen. Der 30-jährige Chemie-Laborant hat bereits 2007 seine ersten Begegnungen in der zweiten Bundesliga geleitet.

Quelle: SV Sandhausen

Veröffentlicht am 11. April 2013, 18:00
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