Bleiben Sie informiert  /  Freitag, 23. Januar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

„Es sinnvoll ist, die Kinder in den ersten Schuljahren zu führen“

16. September 2013 | Das Neueste, LOS Wiesloch, Photo Gallery

A N Z E I G E

„Manche Methoden schaden mehr als das sie nützen“, sagt Matthias Grünke. Der Professor sprach in Wiesloch bei einem Symposium vor Lehrern und Sprachtherapeuten über wirksame Methoden in der Lese- und Rechtschreibförderung. Eingeladen hatte das LOS Wiesloch.

Es ist ruhig im Saal. Matthias Grünke hatte seine Zuhörer vorher gewarnt. Gewarnt, dass sie der Filmausschnitt schockieren wird. Und die meisten Lehrer und Pädagogen, die zu dem Vortrag ins Palatin Kongresshotel nach Wiesloch gekommen sind, schauen auch etwas schockiert. „Das ist also die falsche Lernmethode“, sagt der Professor der Universität Köln.

Grünke berichtete in seinem zweistündigen Vortrag, zu dem das LOS Wiesloch, eine Fördereinrichtung für lese-rechtschreibschwache Kinder und Jugendliche, geladen hatte, über die Wirksamkeit von Lernmethoden in der Lese- und Rechtschreibförderung. Der Professor hat in seinen Forschungen verschiedene Fördermethoden miteinander verglichen. Er ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll ist, die Kinder in den ersten Schuljahren zu führen, statt sie ihren eigenen Weg entdecken zu lassen. „Allerdings arbeiten viele Schulen momentan mit sehr offenen, handlungsorientierten Methoden und vermeiden direkte Rückmeldungen“, sagt Grünke. Dadurch wollen sie die Kinder nicht entmutigen. Tatsächlich führt dies – das belegen Studien – zu einer Vervielfachung von Kindern mit Lese-Rechtschreibstörungen. Grünke plädiert daher dafür, von Beginn an mit den richtigen Methoden zu lernen, denn: „Jeder weiß, wie schwer eine Umstellung ist.“

Laut Grünke „leiden“ gute Schüler überhaupt nicht oder nur sehr wenig unter den handlungsorientierten Methoden. Denn 80 Prozent der Schüler sind resistent gegen schlechte Lernmethoden, sie lernen trotzdem. Anders ist dies bei den restlichen 20 Prozent, den schwächeren Schülern. „Sie sind darauf angewiesen, dass ihnen jemand mit fundierten Lernmethoden unter die Arme greift“, sagt Grünke. Diese Kinder haben deshalb so große Lernschwierigkeiten, weil die konstruktivistisch ausgerichteten Ansätze mit grundlegenden Lernprinzipien im krassen Widerspruch stehen und bräuchten gegebenenfalls eine außerschulische Förderung.

Stattdessen seien solche Förderansätze am effektivsten, bei denen das Wiederholen des Stoffes im Mittelpunkt stehe, die Hilfestellungen systematisch aufeinander aufbauen, Fehler unmittelbar korrigiert und Fortschritte sehr häufig erfasst werden. Am Ende schaute dann niemand mehr schockiert.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Text und Foto: LOS Wiesloch-Schwetzingen

Mehr Informationen zum
LOS Wiesloch-Schwetzingen
finden Sie unter
www.LOS-Wiesloch.de.

Das könnte Sie auch interessieren…

Gemeinderat Walldorf verabschiedet Betriebsplan fürs laufende Jahr

  Forst will „ein Netz stabiler Baumarten schaffen“ „Für uns war der verregnete Juli Gold wert“, sagt Forstbezirksleiter Philipp Schweigler mit Blick auf die Walldorfer Wälder und deren Entwicklung im vergangenen Jahr. Denn der Zustand hänge immer auch von der...

Novavida GmbH will mentale Gesundheit und Wohlbefinden verbessern

Bürgermeister Matthias Renschler (re.) und Sandra Seitz (li.) von der städtischen Wirtschaftsförderung überbringen Martin und Kerstin Fiala die Glückwünsche zum Start der Novavida GmbH.   „Wie Eisbaden ohne zu frieren“ „Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg“,...

Tina Skarysz feiert ihr 40-jähriges Dienstjubiläum

Tina Skarysz (3.v.li.) nimmt die Glückwünsche zum 40-jährigen Dienstjubiläum von (v.li.) Beate Lubasch, Erstem Beigeordneten Otto Steinmann, Niklas Skarysz, Annette Prokop, Bürgermeister Matthias Renschler und Personalratsvorsitzender Annette Eckert entgegen.  ...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv