Erster Spatenstich für den Leimbachpark mit Regierungspräsidentin Nicolette Kressl

Hochwasserschutz, Naturschutz und Naherholung gewinnen
Als ein Projekt, das sowohl dem Hochwasserschutz dient als auch der Naherholung, charakterisierte Regierungspräsidentin Nicolette Kressl den Ausbau des Leimbachs, für den sie am 10. März gerne zum Spaten griff.

Gemeinsam mit Wieslochs Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Walldorfs Bürgermeisterin Christiane Staab und Stefan Hildebrandt, dem zuständigen Dezernenten des Rhein-Neckar-Kreises, führte sie den symbolischen Spatenstich für den „Park am Leimbach“ durch.
Bereits im Herbst dieses Jahres soll dieser Teilbereich des Hochwasserschutzes abgeschlossen sein, der einen etwa 250 Meter langen Abschnitt in unmittelbarer Nachbarschaft des Bahnhofs Wiesloch-Walldorf betrifft. Dabei wird auf dem früheren Gelände des Isopor-Werks auf Wieslocher Seite, das heute zum MetropolPark Wiesloch-Walldorf gehört, ein Park entstehen mit Wegen und Sitzgelegenheiten, um den Bach wieder „erlebbar“ zu machen, wie Nicolette Kressl betonte.
Der rechtsseitige Damm wird dabei rückverlegt, der Leimbach nach Osten verschwenkt und der Zugang zum Leimbach durch abgeflachte Böschungen ermöglicht. An den bisherigen kanalartigen Ausbau des Leimbachs wird dann nichts mehr erinnern. Dirk Elkemann lobte die ökologische Aufwertung des Areals, um Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Das „schöne Projekt“ mache durch den Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser aber auch manche Bauprojekte erst möglich, stellte er fest. Er freute sich, nun „die Früchte“ jahrelanger Arbeit ernten zu dürfen. „Vorsorge ist besser als Nachsorge“, so die Regierungspräsidentin, die darauf hinwies, dass sich die Hochwassergefahr in den letzten Jahren verschärft habe. Die Teilprojekte des Hochwasserrückhaltebeckens bei Nußloch und der Ausbau des Hardtbachs und der Polderbau seien bereits umgesetzt worden, so Kressl. Nach dem Leimbachpark seien noch zwei weitere Maßnahmen zu realisieren. Das Projekt Leimbachpark koste 1,5 Millionen Euro, wobei der größere Teil vom Land Baden-Württemberg getragen werde unter finanzieller Beteiligung der Städte Wiesloch und Walldorf.
Wichtig war und ist Kressl die Beteiligung der Öffentlichkeit in Form von Projektbegleitkreisen. Die Ergebnisse dieser Arbeit und auch der Bürgerabende seien im Internet nachzuverfolgen, so Kressl. Christiane Staab erinnerte an Wieslochs ehemaligen Oberbürgermeister Franz Schaidhammer, der für den Standort des Leimbachparks gekämpft und sich sehr für den Hochwasserschutz eingesetzt habe. Mit diesem „großen und schönen Projekt“ könne man Lebensräume neu schaffen, schützen und aufwerten, meinte sie. Außerdem sei dies ein Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit im Doppelzentrum Wiesloch-Walldorf, das noch dazu mehr Sicherheit für die Menschen, die hier lebten, bedeute. “Ich bin froh, dass wir loslegen“, hatte sie kaum gesagt, als auch schon alle zum Spaten griffen und den Worten Taten folgen ließen.

Sie legten los: Bürgermeisterin Christiane Staab, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Oberbürgermeister Dirk Elkemann und Stefan Hildebrandt vom Rhein-Neckar-Kreis (v. l. – Fotos: Pfeifer, Text: Stadt Walldorf)

Veröffentlicht am 20. März 2016, 08:00
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