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Protest am Universitätsklinikum Heidelberg am 15./16.März 2022

19. März 2022 | Gesellschaft, Leitartikel, Photo Gallery

Eine Familie und doch getrennt? Outgesourcte Beschäftigte aus Technik und Service erkämpfen sich mit ver.di eine Corona-Sonderzahlung!

Eine deutliche Mehrheit der Kolleg*innen der beiden outgesourcten Tochter-Gesellschaften des Universitätsklinikums Heidelberg hat sich binnen einer Woche mit einer ver.di-Unterschriften-Aktion eine einmalige abgabenfreie Corona-Sonderzahlung erkämpft. Bei der kleineren 100%-Tochter der Uniklinik, der Klinik-Technik-GmbH (KTG) mit ca. 260 Beschäftigten, davon mehr als die Hälfte ohne tarifvertragliche Arbeitsbedingungen, beteiligten sich über 150 Beschäftigte an der Aktion. Bei der größeren 100%-Tochter, der Klinik-Service-GmbH (KSG) beteiligten sich von den ca. 1300 Beschäftigten an die 800 Beschäftigte an der Unterschriften-Aktion.

„Beide haben mit ihrer Aktion Gleichbehandlung und eine Anerkennung für Ihre Leistungen verlangt. Und sie waren erfolgreich! “, so Monika Neuner, ver.di-Ansprechpartnerin fürs Gesundheitswesen bei ver.di-Rhein-Neckar. Bis 31.März gibt es gesetzlich noch die Möglichkeit für eine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung. Für die tarifgebundenen Beschäftigten, die direkt bei der Uniklinik angestellt sind und nach dem Tarifvertrag der Uniklinika BaWü vergütet werde, hatte ver.di im Rahmen von Tarifverhandlungen eine einmalige abgabenfreie Corona-Sonderzahlung in Höhe von 900 Euro erreicht. „Gerecht wäre, wenn die Ungleichbehandlung am Uniklinikum beendet würde und alle Beschäftigte hier die Sicherheit des Tarifvertrag der Uniklinika BaWü bekämen. Dann hätten sich die Beschäftigten aus dem Service-und dem Technik-Bereich jetzt nicht extra auf die Hinterbeine stellen müssen.“, so Neuner weiter.

„Ohne funktionierende Luft-Filter-Anlagen, Notstrom-Aggregate, Heizung und vieles mehr könnte kein Patient am Uniklinikum zuverlässig behandelt werden. Die Beschäftigten der Technik-GmbH tragen zum bisherigen Gelingen der medizinischen Versorgung der Patient*innen maßgeblich bei, auch zu Corona-Zeiten.“, so Stefan Michael, Beschäftigte*r der Technik-Tochter-Gesellschaft und Betriebsratsvorsitzender. Mit seinen Kolleg*innen der Service GmbH hat er im Namen der KTG- und KSG-Beschäftigten die im Rahmen der ver.di-Aktion gesammelten Unterschriften an den Arbeitgeber übergeben. „Wir Töchter-Beschäftigte gehören auch zur „Mutter“ Uniklinik und verlangen eine Gleichbehandlung. Unser Einsatz bei beiden Tochter-Gesellschaften fürs Funktionieren der Uniklinik ist enorm, nicht nur zu Corona-Zeiten. Das Gefühl von Ungerechtigkeit war der Antrieb so vieler unserer Beschäftigten, innerhalb kürzester Zeit zu unterschreiben und mitzumachen.“ so Michael weiter, der auch Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der diversen Uniklinik-Töchter ist.

Seine Kollegin Beate Langer, Mitarbeiterin in der Betten- und Matratzenreinigung sowie Betriebsratsvorsitzende der Service-Tochter-Gesellschaft KSG ergänzt: „Wir sind keine Menschen zweiter Klasse und wollen genauso bei einer Corona-Prämie berücksichtigt werden. Das war die Motivation unserer Kolleg*innen in der Reinigung, Küche, im Steri, im Patiententransport und vielen Bereichen mehr. Wir sind nicht ‚patientenfern‘. Ohne uns funktioniert kein Krankenhaus, gerade zu Corona-Zeiten sind auch wir für eine qualitativ gute Patientenversorgung enorm wichtig. Jede und jeder hier, wir gehören einfach gleichbehandelt.“ so Langer weiter.

Beschäftigte der Klinik-Service-GmbH werden im März eine Corona-Einmalzahlung in Höhe von 800 Euro netto bei Vollzeit erhalten, Beschäftigte der Klinik-Technik-GmbH in Höhe von 400 Euro netto. „Die unterschiedlichen Beträge haben verschiedene Hintergründe. Die Antwort des Arbeitgebers war, dass finanziell nicht mehr möglich gewesen sei. Das ist noch keine Gleichbehandlung, aber ein Riesen-Erfolg für die Kolleg*innen.“, so Monika Neuner von ver.di weiter: „Es zeigt einfach, was Beschäftigte erreichen können, wenn sie für eine Sache entschlossen und in großer Mehrheit gemeinsam eine Aktion auf die Beine stellen. Das macht Mut für Veränderung hier am Uniklinikum!“ so die Bewertung von den ver.di-Aktiven und Monika Neuner.

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