Kerwe in Walldorf …

…und die Sonne lacht!

P1060746Ein gut besuchtes, sonniges Fest wurde die Walldorfer Kerwe 2014.
(bb) Wie jedes Jahr am Samstag pünktlich um 12 Uhr begleiteten viele Vereine unter den musikalischen Klängen des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Frau Bürgermeisterin Christiane Staab auf die Bühne vor der Sparkasse. Umringt von Mitgliedern der Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde in traditioneller Tracht blickte Frau Staab in treffenden Reimen auf besondere Ereignisse in den vergangenen Monaten zurück.
Zuerst lobte sie Petrus, der es in diesem Jahr besonders gut mit den Kerwegästen meinte, denn wann konnte man schon einmal in T-Shirt und Sandalen über die Kerwe bummeln? Bedauerlicherweise wurde Frau Staab nur von einem Storch anstatt von drei Störchen begleitet. Der „Chefstorch“, in dem sich in den Vorjahren der Walldorfer Kabarettist Arnim Töpel verbarg, übermittelte via „Anrufbeantworter“, dass er sich momentan leider auf „Sprachkurs“ in Ostfriesland befinde. Er versuche, den Menschen dort Begriffe wie „goldische Grott“ zu erklären, was leider viel länger dauere als geplant. „Des dud mir leid, ganz arg leid. Man sieht sich – Servela“.
Bürgermeisterin Staab ging auf die Sauberkeit in der Stadt ein, die leider sehr zu wünschen übrig lasse; besonders auch der neue Drehscheibenplatz würde öfters von Vandalen heimgesucht und vermüllt. Sie erwähnte den Erfolg des 1. FC Astoria Walldorf (im Gegensatz zur Deutschen Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft) und die Notwendigkeit des neuen Fußballplatzes. Fünf neue Gesichter gibt es auch im Gemeinderat; leider hat sich jedoch trotz der Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre die Wahlbeteiligung eher verringert. Im Gegensatz zu den Problemen auf der Welt, die die Menschen berühren, sind die Walldorfer Probleme doch eher klein, denn wie viele Menschen sind im Krieg, auf der Flucht oder leiden Hunger. Wir sollten ihnen helfen in dem Maße, wie es uns möglich ist. In Walldorf herrscht Frieden und Wohlstand „Uns geht es so gut“.
Bürgermeisterin Staab dankte allen Vereinen, Institutionen, den Partnerstädten, dem Bauhof, den Rathaus-Mitarbeitern und allen, die für das Gelingen der Kerwe 2014 beitragen. „Wofür ich meinen Bürgern besonders danken kann, ist euer Engagemang“ (Engagement würde sich nicht reimen!).
Sie wies auf den „Tag der offenen Tür“ der Geschäfte und Praxen auf der im letzten Jahr eingeweihten neuen Drehscheibe hin. Außerdem lud sie für den Kerwe-Montag zum Frühschoppen-Kehraus ins Feuerwehrhaus und zum Kaffeetrinken und abendlicher Musik mit den „Walldorfer Straßenmusikanten“ ins Astorhaus ein.
In das Badner Lied stimmten dann alle Besucher kräftig ein, und mit dem traditionellen Fassanstich durch Bürgermeisterin Christiane Staab wurde das „Fest der Feste“ offiziell eröffnet. Freibier gab es, bis das Fass leer war.

Und dann war Bummeln angesagt an diesem schönen Wochenende. Beim Lindenplatz hatte sich der Himalaya platziert und verursachte Herzklopfen bei den Mitfahrern, auch der Autoscooter, das Dosenwerfen, die Losbude und die Süssigkeitenstände auf der Drehscheibe waren beliebte Ziele besonders der jungen Gäste.
Durch die Hauptstraße zogen sich dann die Stände der Vereine mit einer reichen Auswahl an Speisen und Getränken. Vom Döner und anderen türkischen Spezialitäten über Hamburger, Germknödel, Maultaschen und Bratwurst bis hin zu Kaffee und Kuchen – für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Partnerstadt Walldorf/Werra war wieder mit ihrem Getränketruck vor Ort und bot dazu die Original Thüringer Bratwurst an. P1060741

Auf den Bühnen in der Hauptstraße und im Oberdorf sorgten u. a. das Blasorchester Walldorf, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, die Stadtkapelle, Cracked Fire und Art Donuts für die musikalische Abwechslung. Am Samstagabend sorgte „Knutschfleck“ mit den Hits der 80er und 90er Jahre für Super-Stimmung. Die KG Astoria Störche präsentierten ihre Tänze „Ich bin die tollste Kuh auf m Hof“ (Storchenküken) und „Das ist so eine Sache mit der Liebe“ (Flashdancers).
Im Oberdorf ging es etwas ruhiger zu mit dem Acoustic Quartett, Cool Breeze, „As Far As Low“ und Sten. Im Theaterkeller gastierten wie immer am Kerwe-Samstag „Die Nachtigallen“.
Die Stadtbücherei und das Jump luden am Sonntag zu ihrem „Tag der offenen Tür“. In der Stadtbücherei war auch die Ausstellung „FarbDialog“ der Künstler Susanne Hummel und Horst Krög zu bewundern. Außerdem konnten neue Brett- und Kartenspiele ausprobiert werden. Dies konnten große und kleine Besucher auch in der Buchhandlung Dörner, in der Frau Brettl auf Mitspieler wartete.
In der Galerie „Alte Apotheke“ stellte der Malkreis „artforfun“ aus, im Alten Rathaus die Künstlergruppe Walldorf.
Am Kerwe-Samstag fanden im Ärztezentrum an der Drehscheibe verschiedene interessante Vorträge zu gesundheitlichen Themen statt. U. a. referierte Prof. Heinrich Hess über seine Erfahrungen in der Zeit als Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und zum Thema „Sportprävention und Therapiemöglichkeiten“. Dr. Martin Stock (Orthopädische Praxis) gab einen Einblick in die „Naturheilverfahren in der Orthopädie und Unfallchirurgie“ und der Sportwissenschaftler René Seelieb (Sanitätshaus Maisch) zeigte Beispiele der „Bewegungsdiagnostik“.

Am Kerwe-Sonntag luden natürlich auch wieder die Walldorfer Geschäfte zum Kerwe-Schnäppchen-Bummel ein, und viele Gäste machten von dem Angebot Gebrauch, einmal in aller Ruhe ohne die Hektik des Alltags Stöbern, Anprobieren und Kaufen zu können. Die Walldorfer Kerwe war ein Fest für alle Generationen und für alle Feierfreudigen im Ländle „un vun do“.

Fotos: Binz

Weitere Fotos s. auch unter „Erste Impressionen vom Kerwe-Bummeln“ unter dem Link https://www.wiwa-lokal.de/?p=86588

Veröffentlicht am 21. Oktober 2014, 06:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=86726 

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