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Die Konsequenzen der Messerattacke in der Wieslocher Innenstadt

23. Februar 2024 | > Wiesloch, Das Neueste, Gesellschaft

Gemeinsame Pressemitteilung von PZN und Stadt Wiesloch zu den Konsequenzen der Messerattacke in der Wieslocher Innenstadt

Nach dem tragischen Vorfall in der Innenstadt von Wiesloch im September 2023, bei dem eine 30-jährige Frau durch den Angriff eines psychisch kranken Täters ums Leben kam, haben das Psychiatrische Zentrum Nordbaden (PZN), die Polizei und die Stadt Wiesloch gemeinsam Konsequenzen gezogen.

In mehreren Gesprächen und Nachbereitungen wurde intensiv über mögliche Verbesserungen im Sicherheitskonzept diskutiert. Zwar reagierte die Polizei ohne Verzögerung sehr schnell auf den Notruf und konnte so den Täter bereits nach kurzer Zeit festnehmen. Dennoch wurden alle Schnittstellen zwischen Polizei und PZN betrachtet und nach Möglichkeit optimiert, um eine noch effektivere Zusammenarbeit zu gewährleisten. Wenngleich der betreffende Vorfall keine Folge eines Ausbruchs war, steht das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) im Austausch mit der forensisch-psychiatrischen Klinik des PZN, insbesondere unter dem Blickwinkel der Gebäudesicherheit.
Im PZN bleiben die im Maßregelvollzug vorgesehenen Lockerungen weiterhin wichtiger Teil der Behandlung, zumal es der gesetzliche Auftrag der forensisch-psychiatrischen Klinik ist, Patientinnen und Patienten nach hinreichenden Therapiefortschritten auf eine gesellschaftliche Wiedereingliederung vorzubereiten. Um im Falle einer Entweichung Verzögerungen zu vermeiden und insbesondere bei unmittelbar bemerkten, gerade stattfindenden Entweichungen zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Ort des Geschehens zu leiten, wurden die vorgesehenen Abläufe in Abstimmung mit der Polizei weiter präzisiert.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der forensisch-psychiatrischen Klinik tragen im Dienst Personennotrufgeräte (DECT-Telefone), die im Fall eines besonderen Vorkommnisses eine gleichzeitige Alarmierung vieler weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen. Außerhalb der Stationsgebäude tragen alle Beschäftigten zwecks Informationsweitergabe zusätzlich ein Handy als Personennotrufgerät.
Daneben arbeitet das PZN daran, die Personalbesetzung qualitativ und quantitativ auf bedarfsgerechtem Niveau weiterhin sicherzustellen.
Der SMS-Bürgerinformationsservice wird, wie bisher praktiziert, erst nach Absprache mit der Polizei ausgelöst, um eventuell nötige Polizeimaßnahmen nicht zu beeinträchtigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der SMS-Service von Anfang an für die Bürgerschaft als reines Informationsmedium für Abonnenten konzipiert wurde und kein Alarm-Tool à la KATWARN o.ä. darstellt.
„Die bestmögliche Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität und wir werden weiterhin alles tun, um solche tragischen Vorfälle künftig zu vermeiden“, fasst Dirk Elkemann, Oberbürgermeister der Stadt Wiesloch, die Ergebnisse der Abstimmung mit der PZN-Geschäftsleitung und der Revierleitung der Polizei zusammen.

Quelle: Stadt Wiesloch

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