Irgendwann im Leben schnarchen die meisten Menschen. Oft aus harmlosen Gründen, aber es kann ebenso eine Anzeichen für schwerwiegendere Problemen sein.
Nicht zu guter Letzt hat das Schnarchen leider schon so manche Liebe stark belastet, denn die meist laute und dauerhafte nächtliche Geräuschkulisse kann für die Partner eine enorme Belastung (z.B. Schlafmangel, Gereiztheit) sein, die auch später zu unschönen Auseinandersetzungen und getrennten Betten führen kann. Die permanente Störung des natürlichen Schlafrhythmus kann das Herz-Kreislauf-System belasten sowie sich entsprechend ungünstig auf den Blutdruck ausüben. Es ist kommt relativ oft vor, dass infolge des Schlafmangels und der daraus resultierenden Gereiztheit sowie Schuldzuweisungen sogar die Liebe auf der Strecke bleibt.
Was genau ist Schnarchen?
Während des Schlafens – beim Ein- und Ausatmen – entstehen unterschiedlichste Geräusche, die man als Schnarchen bezeichnet. Dabei ist ausschlaggebend, dass die Muskulatur sich im Schlaf entspannt, die oberen Atemwege sich lockern sowie die Gaumenmuskeln erschlaffen. Wenn eine Verengung der oberen Atemwege gegeben ist, bremst der Atemstrom ab und der Bereich hinter dem Gaumensegel, Gaumenzäpfchen sowie Zungengrund wird kleiner. Infolge davon „flattern“ bei jedem Atemzug diese Weichteile hin und her. Dadurch werden letztendlich die störenden Schnarchgeräusche verursacht.
Ursache des Schnarchens
Für das Schnarchen gibt es nicht nur die eine Ursache. Geht es um Schnarchprobleme, sind viele Ursachen sowie Risikofaktoren möglich. Sie können wegen mehr oder weniger harmlosen Lastern/Gewohnheiten aufkommen, aber auch wegen anatomischer/medizinischer Probleme. Weiterführende Infos findet man dazu beispielsweise bei schnarchprobleme.info. Übrigens sind Männer häufiger betroffen, als Frauen. Bei Männern und Frauen zwischen ca. 50 bis 59 Jahren kann man ein vermehrtes Schnarchen beobachten und Männer sollen ab dem 70. Lebensjahr wieder seltener schnarchen. Folgend einige mögliche Ursachen, die zum Schnarchen führen können:
Übergewicht
Übergewicht, also Fetteinlagerungen, können sich auch im Hals und im Mund-/Rachenraum befinden und dort zu einer erheblichen Atemwegsverengung führen.
Alkohol, Medikamente und Drogen
Alkohol und gewisse Drogen entspannen die Rachenmuskulatur. Dadurch kann das Schnarchen begünstigt werden. Auch bestimmte Medikamente (z. B. Beruhigungsmittel und Schlafmittel) können dazu führen.
Anatomische Ursachen
Auch können anatomische Ursachen, wie beispielsweise vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln, Nasenpolypen, eine enge/gekrümmte Nasenscheidewand, eine Kieferfehlstellung oder eine zu große Zunge, eine Rolle spielen.
Die Schlafposition
Wenn man vorwiegend auf dem Rücken schläft, kann dies zu häufigem und lauten Schnarchen führen, weil in der Position die Zunge zurückfällt und so eine Verengung der Atemwege begünstigt wird.
Wen kann man wegen Schnarchproblemen ansprechen?
Zunächst kann man sich an einen Hausarzt wenden. Bei Kindern ist der Kinderarzt die erste Ansprechperson. Oft erfolgt dann eine Überweisung zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Aber auch andere Spezialisten, wie beispielsweise Kieferchirurgen, Lungenfachärzte oder Schlafmediziner können infrage kommen. Neurologen oder Internisten behandeln das sogenannte Zentrale-Schlafapnoe-Syndrom.
Eine korrekte Diagnose ist sehr wichtig für die richtige Behandlung
Um die Behandlung individuell auf eine Ursache oder mehrere Ursachen abstimmen zu können, ist eine korrekte Diagnose sehr wichtig. In manchen Fällen kann zum Beispiel schon eine sogenannte Schnarchschiene ausreichen. Eine individuelle Anti-Schnarchschiene wird in Zahnlaboren passgenau für die Zähne gefertigt und soll den Unterkiefer während des Schlafs mit einem bestimmten Bewegungsgrad in einer festen, leicht vorgeschobenen Position halten, sodass die Weichteile im hinteren Gaumen nicht zurückfallen sowie die Atemwege blockieren. Durch eine rechtzeitige und korrekte Diagnose und Behandlung können Heilungsaussichten und/oder eine deutliche Schnarchreduzierung erreicht werden.
Generell gilt, wenn die Ursache/n gefunden ist, kann auch die geeignete Therapie besprochen werden. Häufig ist die Kombination aus verschiedenen Heilverfahren die beste Option, wenn mehr Ursachen fürs Schnarchen vorliegen. Harmlose Schnarchgeräusche benötigen keine gezielte Therapie, aber bei einer Schlafapnoe sollte unbedingt eine gezielte Behandlung stattfinden. Was man selbst gegen das Schnarchen tun kann:
Beim Schlafen die Seitenlage bevorzugen
Weil das Schlafen in Rückenlage das Schnarchen als auch Atemaussetzer fördern kann, sollte man die Seitenlage bevorzugen. Wem dies schwerfällt, kann mithilfe eines Kissen, einer Anti-Schnarch-Weste oder eines Seitenschlaf-Kissens/Rucksacks dafür sorgen, dass man nicht automatisch wieder in die Rückenposition gerät.
Erhöht schlafen
Ein etwas erhöhtes Schlafen kann ebenfalls hilfreich sein. Dafür kann man zum Beispiel ein dickeres Kopfkissen oder ein ergonomisches Keilkissen nutzen.
Schlafzimmertemperatur anpassen
Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt zwischen ca. 14 bis 18 Grad Celsius. Außerdem sollte vor dem Schlafengehen gut gelüftet und allgemein auf eine angenehme Raumgestaltung geachtet werden.
Auf Alkohol, Beruhigungs-/Schlafmittel verzichten
Sehr hilfreich ist es, auf Alkohol zu verzichten (zumindest 3 – 4 Stunden vor dem Schlafengehen). Wenn möglich sollte man auch auf Beruhigungs-/Schlafmittel verzichten.
Spätes Abendessen vermeiden und generell gesünder essen
Abends sollte man nicht zu spät essen (mindestens 3 Stunden vor dem Zubettgehen) und das Essen solle leicht verdaulich sein. Außerdem kann ein gesünderes Essen sowie ein generell gesünderer Lebensstil sich positiv auf ein Schnarchproblem auswirken.
Übergewicht vermeiden
Erhebliches Übergewicht fördert Schnarchprobleme (beeinträchtigt die Durchlässigkeit der Atemwege, erhöht die Atemstillstands-Häufigkeit). Deshalb kann das Reduzieren des Körpergewichts sehr positive Auswirkungen auf Schnarchprobleme sowie auch auf eine Schlafapnoe haben.
Sport treiben
Sich vermehrt zu bewegen sowie Sport zu betreiben hilft dabei, Übergewicht zu verlieren und es wird sich deshalb auch positiv auf die Schlafprobleme auswirken.













