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Computerspielend das eigene Gehirn entdecken

24. April 2017 | > Bildungseinrichtungen, Das Neueste

v.ln.r.:Thea Grützner, Lena Listunova Foto: Gabriel de Oliveira Gerdemann

Haben Sie sich schon mal über die Komplexität des Gehirns gewundert? Haben Sie sich schon mal gefragt, wie schnell Ihr Gehirn arbeitet? Wie aufmerksam Sie sind, wie gut Sie sich konzentrieren können? Verpassen Sie nicht die Chance eine Reise in Ihr eigenes Gehirn zu machen!

Forscher der Universität Heidelberg wollen mit einer Studie herausfinden, inwieweit Leistungen unseres Gehirns (wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis) im Zusammenhang mit dem eigenen Serum-Kalziumspiegel stehen.

Kalzium spielt eine wichtige Rolle im Körper. Allerdings ist Kalzium nicht nur für die physische Gesundheit wichtig, sondern nimmt auch eine wesentliche Rolle bei der Informationsübertragung im Gehirn ein. Daher könnte Kalzium einen wichtigen Einfluss auf kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis haben.

Ein Zusammenhang von Kalzium und Kognition konnte bereits in eigenen Vorergebnissen ermittelt werden. Diese zeigten, dass Menschen mit Depression bei einem im niedrigen Normbereich liegenden Kalziumgehalt im Blut größere kognitive Defizite aufweisen. Doch ist dies auch so bei Gesunden? Wir vermuten, dass Kalzium eine wichtige Rolle für das Lernen und die Gedächtnisbildung darstellt. Nun wollen wir der Frage nachgehen, ob auch bei gesunden Personen ein solcher Zusammenhang besteht.

Im Rahmen der Studie werden die Teilnehmer neuropsychologisch getestet. Das heißt, sie spielen verschiedene kognitive Spiele am Computer, mithilfe derer ein detailliertes Bild von der Arbeitsweise des Gehirns gemacht wird.

Bei Teilnahme werden einem die Kalziumwerte, ein ausführliches Profil der eigenen Gehirnleistung mitgeteilt und man hat die Möglichkeit, die Ergebnisse mit den Forschern zu besprechen. Vielleicht fragen Sie sich, wozu diese Untersuchungen gut sein sollen. Ich habe meine Gehirnleistung bestimmen lassen, was nun?

Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie übrigens auch dazu bei, dass neue potenzielle Strategien für Verbesserung unserer kognitiven Kapazitäten, wie z.B. Computer-basierte Übungen und pädagogische Ansätze entwickelt werden können.

Und falls sich unsere Vermutungen bestätigen sollten, könnten daraus in Zukunft unkomplizierte Empfehlungen zur Verbesserung der kognitiven Leistungen durch z.B. Ergänzung der Nahrung mit Kalzium abgeleitet werden.

 

Haben Sie Interesse und sind zwischen 18 und 60 Jahre alt?

Dann melden Sie sich mit Angabe des Alters, Schulabschlusses und einer Telefonnummer bei dem Studienteam ([email protected])

Aktuell suchen wir übrigens insbesondere Frauen, die bis zu zwei Jahre älter oder jünger sein können im Alter von

–          58, 49, 41, 26 mit Realschulabschluss

–          55, 31 mit Abitur

und Männer (plus/minus zwei Jahre) im Alter von

–           57, 56, 41 mit Hauptschulabschluss

–           50, 47 mit Realschulabschluss

–           57, 54, 48 mit Abitur

Bei Teilnahme an fMRT bis zu 65 Euro Aufwandsentschädigung möglich!

 

Wir suchen ebenfalls noch Teilnehmer mit einer diagnostizierten Depression, die im Rahmen der Studie sogar ein 5-wöchiges kognitives Training angeboten bekommen oder an einer einmaligen Untersuchung teilnehmen können.

Interessenten für diese Gruppe können sich unter [email protected] melden.

 

Quelle Text/Fotos: Thea Grützner 

 

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