Filmclub Wiesloch-Walldorf zeigt „Calle Málaga“: Ein Film über Liebe, Würde und Selbstbestimmung
Eine Liebeserklärung an die marokkanische Hafenstadt Tanger und zugleich eine Geschichte über das Älterwerden, familiäre Konflikte und den Wunsch nach Selbstbestimmung: Der Filmclub Wiesloch-Walldorf zeigt am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 20 Uhr im Luxor-Kino den Spielfilm „Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger“. Der Film wurde in Venedig mit dem Publikumspreis gefeiert und für den Auslands-Oscar 2026 eingereicht.
Im Mittelpunkt steht die pulsierende Atmosphäre Tangers, einer Stadt zwischen Orient und Okzident. Passend dazu verkörpert die charismatische Schauspielerin Carmen Maura die Hauptfigur María, eine lebenslustige Frau Ende 70, die sich ihre Eigenständigkeit bewahren möchte.
María kämpft um ihr Zuhause
Seit dem Tod ihres Mannes lebt María in jener Wohnung in der Calle Málaga, in der sie auch ihre Tochter großgezogen hat. Sie liebt das geschäftige Treiben vor ihrer Haustür, kennt die Menschen in der Nachbarschaft und weiß, wem sie vertrauen kann. Ihr Zuhause ist für sie weit mehr als eine Wohnung – es ist der Mittelpunkt ihres Lebens.
Doch ihre Tochter Clara, die mit ihren beiden Kindern in Madrid lebt, geschieden ist und als Krankenschwester arbeitet, steht unter großem Druck und benötigt Geld. Deshalb beschließt sie, die Wohnung ihrer Mutter zu verkaufen. María soll entweder zu ihr nach Madrid ziehen oder in ein spanisches Altersheim in Tanger wechseln.
Tief unglücklich entscheidet sich María zunächst für das Altersheim. Doch heimlich kehrt sie in die inzwischen leer stehende Wohnung zurück und beginnt, ihr vertrautes Zuhause Stück für Stück wieder aufzubauen.
Als sie aus ihrem gewohnten Leben gerissen wird und scheinbar nichts mehr zu verlieren hat, nimmt ihr Alltag eine unerwartete Wendung. Entschlossen kämpft María darum, in der Stadt ihrer Kindheit zu bleiben und ihre Wohnung sowie ihre Habseligkeiten zu retten. Dabei entdeckt sie überraschend auch neue Liebe und Sinnlichkeit.
Ein warmherziger Film über das Älterwerden
Carmen Maura, die in den 1980er-Jahren als Muse des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar bekannt wurde, überzeugt in „Calle Málaga“ mit ihrer körperlichen Präsenz und ihrer nach wie vor faszinierenden Ausstrahlung.
Der Film verbindet Humor und Melancholie zu einer warmherzigen Geschichte über Alter, Würde und Selbstbestimmung. Zugleich beleuchtet er den Konflikt zwischen Mutter und Tochter – eine Auseinandersetzung, wie sie nicht nur in Tanger, sondern ebenso in Paris, Athen oder Hamburg stattfinden könnte.
Wie gelingt es, im Alter die eigene Autonomie zu bewahren? Und wie lebt man weiter, wenn viele geliebte Menschen bereits verstorben sind? Das Feelgood-Drama gibt auf diese Fragen keine eindeutigen Antworten. Stattdessen wirbt es dafür, die Gegenwart zu genießen, anstatt sich von Sorgen um die Zukunft bestimmen zu lassen.
Vorstellung und Eintrittspreise
Die Vorstellung findet am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 20 Uhr im Luxor-Kino statt.
Der Eintritt kostet 7,50 Euro für einen Platz im Parkett und 8,50 Euro für einen Logenplatz. Mit der CINECARD erhalten Besucher 50 Cent Rabatt auf die Filmclub-Eintrittskarte.
Karten sind online unter tickets.luxor-kino.de/Luxor-Walldorf sowie an der Kinokasse erhältlich.













