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Bürgermeister und Wirtschaftsförderung besuchen Schäfer Mietwäsche-Service

25. April 2026 | > Walldorf, Allgemeines, Das Neueste, Gewerbe, Politik

Rundgang in den neuen Räumen von Mietwäsche-Service Schäfer: (v.li.) Sonja Oelemann, Sandra Seitz, Thomas Erner, Susanne Nisius, Moritz Schäfer und Bürgermeister Matthias Renschler.

 

Neustart für das Traditionsunternehmen

„Alle 90 Sekunden kommen hier 60 Kilo Wäsche raus“, erläutert Moritz Schäfer. Er steht neben einer der riesigen Waschmaschinen, die ebenso viel Eindruck bei den Besuchern im Neubau des Familienunternehmens Schäfer Mietwäsche-Service hinterlassen wie die kaum weniger großen Trockner und Mangelmaschinen. Vieles ist automatisiert, alles modern und hochtechnisiert: Jeder einzelne der an der Hallendecke hängenden Wäschesäcke lässt sich per Knopfdruck anwählen und an den gewünschten Ort steuern. Denn nur mit dem Waschen ist es natürlich nicht getan, „das muss auch abgearbeitet werden“, wie Schäfer sagt: Bett-, Tisch- oder Küchenwäsche, die zum Beispiel in Hotellerie und Gastronomie zum Einsatz kommen, aber auch Berufskleidung für Handwerk, Industrie, Medizin und Pflege werden im Anschluss an den Waschgang getrocknet, gebügelt und gefaltet. Dann geht es zurück an den jeweiligen Einsatzort: Der Mietwäsche-Service hat nach eigenen Angaben rund 700 Kunden in der Region zwischen Stuttgart und Frankfurt, dem Pfälzer Wald und dem Odenwald.

Moritz Schäfer, Thomas Erner (Leiter Marketing und Vertrieb) und Sonja Oelemann (Verwaltung) führen Bürgermeister Matthias Renschler, Susanne Nisius und Sandra Seitz (beide aus der städtischen Wirtschaftsförderung) durch die neuen Räume. Nach dem verheerenden Großbrand am 3. Oktober 2023 hat das Unternehmen die 3000 Quadratmeter große Fertigungshalle komplett neu gebaut und den Verwaltungstrakt kernsaniert. 1931 in Walldorf gegründet und bald in vierter Generation geführt, habe sich das Familienunternehmen bewusst für den Wiederaufbau am Standort in der Industriestraße 39b entschieden, wo man seit 1989 sitzt. „Wir sind eine Walldorfer Unternehmerfamilie und bekennen uns zu Walldorf und unseren Wurzeln“, sagt Beate Schäfer, eine der drei Geschäftsführerinnen, und spricht von einer Investition im „hohen zweistelligen Millionenbereich“. Die Firma hat knapp über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Laut Beate Schäfer hat man die gesamte Belegschaft halten können und gemeinsam mit den Familienmitgliedern „die schwere Zeit gemeistert“. Daneben dankt sie auch der Stadt Walldorf, deren Unterstützung beim Wiederaufbau „vorbildlich und unbürokratisch“ gewesen sei.

 

 

„Wir setzen auf beste Qualität und Langlebigkeit“, sagt Thomas Erner über das Geschäftsmodell. Beschaffung, Pflege und Wartung der Textilien, die man vermietet, folgen einem ausgeklügelten Dienstleistungs-System, um die ökonomischste und ökologischste Lösung der Wäscheversorgung für die Kunden sicherzustellen. „Wir arbeiten wirtschaftlich, umweltbewusst und nachhaltig“, fügt Erner an. Dafür liefert Moritz Schäfer beim Rundgang einige Beispiele: Brauche man im herkömmlichen Haushalt für einen Waschgang fünf bis sieben Liter Wasser pro Kilo Wäsche, sei es mit den modernen Maschinen des Unternehmens aktuell maximal ein Liter – dank der Rückgewinnungstechnik könne man „mit so wenig Frischwasser wie möglich“ arbeiten. Die einzelnen Wäschestücke werden für einen Zyklus von 300 bis 500 Wäschen eingekauft, je nach Produkt sind sie etwa fünf bis acht Jahre im Einsatz. Danach werden sie im Recyclingprozess zu neuen Textilen-Rohstoffen weiterverarbeitet. Für Beate Schäfer sind der ressourcenschonende Umgang mit den Textilien und der Klimaschutz nach eigenen Worten eine Herzensangelegenheit. Im neuen Maschinenpark läuft derzeit, so Moritz Schäfer, an vielen Stellen noch die Feinabstimmung. Er führt drei große Trockner vor, die mit unterschiedlichen Temperaturen arbeiten und so aufeinander getaktet werden, dass eine möglichst große Energieersparung erzielt werden kann. Noch seien sich die Experten aber nicht einig, ob das am Ende 30 oder vielleicht sogar 90 Prozent Energieeinsparung sein könnten.

Den Neustart will das Unternehmen in Kürze mit einer feierlichen Neueröffnung und einem Tag der offenen Tür feiern. Passend dazu hat man sich ein neues Logo designen lassen. Die ineinander verschränkten Dreien stehen symbolisch für mehrere Aspekte: „Drei Tage nach dem Brand konnten wir alle Kunden wieder versorgen“, nennt Thomas Erner einen davon. Dass der Mietwäsche-Service mit Claudia Müller, Beate Schäfer und Karla Schäfer drei Geschäftsführerinnen hat, ist ein weiterer. Und auch den Dreiklang aus Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern will man damit betonen. Nicht zuletzt gibt es einen neuen Leitsatz: „Das MaxiMumm unternehmen“ soll den „maximalen Mumm“, der hinter der Firmengeschichte steckt, auch in die kommenden Jahre transportieren.

 

Text und Fotos: Stadt Walldorf

 

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