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Besuch bei der Rieger-Hofmann GmbH beeindruckte die Teilnehmer

26. Juli 2025 | > Walldorf, Allgemeines, Das Neueste, Gewerbe, ~ Umgebung

 

Spannender Blick hinter die Kulissen eines Saatgutanbieters

Auf Einladung der Rieger-Hofmann GmbH besuchte eine Delegation aus Walldorf, bestehend aus Bürgermeister Matthias Renschler, Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie Mitgliedern des Gemeinderats, den Wildsaatguthersteller in Blaufelden-Raboldshausen. Unter den Teilnehmern des Ausflugs befanden sich außerdem Vertreter der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg, des Landratsamts Rhein-Neckar, des Landschaftserhaltungsverbands Rhein-Neckar-Kreis, des NABU Baden-Württemberg und der Landesanstalt für Bienenkunde. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben dem „Produzieren von naturnahen, artenreichen Begrünungen mit gebietseigenen Wildarten“ verschrieben.
Von der Expertise der Rieger-Hofmann GmbH hat in der Vergangenheit auch die Stadt Walldorf profitiert und in den vergangenen Jahren Saatgut bezogen.

Die Besucherinnen und Besucher konnten sich einen Einblick verschaffen, was es bedeutet, Wildpflanzensaatgut zu vermehren. Firmengründer Ernst Rieger führte durch den Betrieb und schilderte eindrücklich die Herausforderungen der Saatgutgewinnung aus Wildpflanzen. Los ging es im Gewächshaus, wo das gesammelte Ausgangsmaterial in Saatschalen gesät und die Keimlinge nach entsprechender Entwicklung pikiert (vereinzelt und neu verpflanzt) werden. Von dort ging es auf die Felder, auf denen Handarbeit noch großgeschrieben wird. Jede einzelne Wildpflanzenart bringt hier ihre eigenen Anforderungen mit sich. Manche Art lässt sich nur in Handarbeit ernten, wird abgezupft oder abgesaugt und muss durch Netze vor Vogelfraß geschützt werden. Jeden Tag reifen neue Samenstände nach und müssen zeitnah abgesammelt werden. Zudem kommt täglich ein Sattelzug voller Wildpflanzenmaterial auf den Hof der Rieger-Hofmann GmbH.

Nach der Herausforderung der Ernte folgt eine nicht minder große Aufgabe: die Reinigung, Trocknung, Lagerung und Mischung des Saatguts. Außerdem muss jede Wildpflanzenart in 22 verschiedenen Ursprungsgebieten angebaut werden, wie es das Naturschutzgesetz vorschreibt. Das Ursprungsgebiet 9, in dem Walldorf liegt, heißt „Oberrheingraben mit Saarpfälzer Bergland“.

Das Saatgut wird durch vielfältige Auslesemethoden wie Rütteln, Sieben und Windreinigung aufbereitet. Mittlerweile kommt auch KI zum Einsatz: Ein Farbausleser kann Samenkörner gleichen Gewichts, gleicher Form und Größe unterscheiden und trennen. Neben Standardmischungen werden individuelle Mischungen angeboten, die naturschutzfachliche, gestalterische, standortspezifische sowie kosten- und nutzungsbedingte Bedürfnisse berücksichtigen. Dabei unterscheidet sich die Artenauswahl je nach Ursprungsgebiet.

 

 

„Die Führung durch den Betrieb war großartig. Ich bin wirklich beeindruckt von der Lebensleistung von Ernst Rieger, der mit enormer Leidenschaft und viel Fachwissen etwas Beeindruckendes geschaffen hat“, drückte Bürgermeister Matthias Renschler seine Anerkennung aus.
Dem schloss sich auch Benedikt Seelbach, Klimaanpassungsmanager der Stadt, an: „Ich war trotz meiner ganzen Vorkenntnisse im Bereich Wildpflanzen noch einmal nachhaltig beeindruckt über den riesigen Aufwand, der in so einem kleinen Saatguttütchen mit ein paar wenigen Gramm steckt.“ Seine Erkenntnisse gibt er gerne im Rahmen der Gartenberatung (immer mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr im Rathaus, Anmeldung unter [email protected] oder telefonisch unter 06227/35-1235) weiter.

 

Text und Fotos: Stadt Walldorf

 

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