Benefizkonzert der Slowhands und des Stadtteilvereins Frauenweiler fürs Ahrtal

Benefizkonzert der Slowhands und des Stadtteilvereins Frauenweiler fürs Ahrtal am 2. Dezember 2022 in Frauenweiler – herzliche Einladung
Helferkreis aus Heimersheim wird dabei sein – Not noch immer groß

Seit Sommer 2021 unterstützt der Stadtteilverein Frauenweiler die von der Flut betroffenen Gemeinden in Antweiler und in Heimersheim in Rheinland-Pfalz mit verschiedenen Aktionen. Durch viele HelferInnen und Spender, sowie Unterstützung verschiedener Unternehmer konnten mehrere Helfereinsätze, viele Sachspenden und knapp 35.000 Euro an Geldspenden gesammelt werden. Der Kontakt zu den Verantwortlichen aus den Helferkreisen wird noch immer gepflegt. Zuletzt konnte eine Industriewaschmaschine und -trockner angeschafft werden. Diese Geräte stehen nun Familien in Heimersheim zur Verfügung deren Häuser nicht mehr bewohnbar sind und die nun in Tinyhäuser untergebracht sind.

Das Engagement sprach sich in Wiesloch und Umgebung herum und so kamen die Slowhands mit dem Angebot eines Benefizkonzerts auf den Stadtteilverein zu. Die Slowhands sind die Wieslocher Musiker Holger Zuber, Gregor Weisbarth und Jürgen Walther, die für ihre Akustikgitarren, tolle Stimmen und ein großes Repertoire an Lieder bekannt sind.

Gemeinsam laden die Slowhands und der Stadtteilverein Frauenweiler herzlich zum Benefizkonzert am 2. Dezember in die Mehrzweckhalle Frauenweiler ein. Geöffnet ist die Halle ab 18:30 Uhr und der Beginn ist 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um Spenden gebeten. Für Essen und Getränke sorgt der Stadtteilverein.

An dem Abend werden auch zwei verantwortliche Damen des Helferkreises Heimersheim zu Gast sein und für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Viele fragen sich, ob sechzehn Monate nach der Flut überhaupt noch Hilfe benötigt wird,
zumal die Berichterstattung in den Medien weitestgehend und auch wegen anderen Krisen verschwunden ist. Aber nach Gesprächen mit Helfern und Betroffenen vor Ort kommt man schnell auf ein klares „Ja“. Seit der Flut ist schon viel passiert. In Antweiler, das an der Oberahr liegt, läuft das Leben weitestgehend wieder normal. Heimersheim, ein Stadtteil und Ortsbezirk der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, war von der Flut viel heftiger betroffen und musste einige Tote in der Flut beklagen. Hier sieht man die Spuren der Flutnacht an vielen Stellen noch deutlich. Viele Familien konnten ihre Wohnräume mittlerweile renovieren, sanieren und wieder dort einziehen. Aber viele andere Menschen und Familien sind hier leider noch lange nicht so weit. Gründe hierfür gibt es viele. Vom Mangel an Handwerkern und Gutachtern über zu viel Bürokratie bei Ämtern, Behörden und Versicherungen bis hin zu Lieferkettenproblemen. In so einer Situation erschwert die Inflation und die drohende Rezession die Situation nochmals enorm.

Daher sind noch immer viele Menschen auf die Hilfsgüterausgabe in Heimersheim angewiesen. Die Ausgabestelle ist in einem ehemaligen Altersheim untergebracht. Das Gebäude war von der Flut ebenfalls betroffen und stand vor der der Flut fünf Jahre leer. Der Stadtteilverein unterstützte das Team dort mit der Spende und dem Aufbau von Regalen. Ebenso konnte man hierfür zahlreiche Sachspenden zur Ausgabe sammeln.

Aktuell ist die Hilfsgüterausgabe dort, obwohl es noch einen großen Bedarf gibt, vorübergehend geschlossen. Der Grund ist, dass der Eigentümer des Gebäudes zwar sehr froh ist, dass das Helferteam noch immer für die Betroffenen so fleißig und aktiv ist. Aber bevor man es nun weiter betreibt, will der Träger das Haus und die Statik prüfen. Im Moment ist leider noch nicht klar, wann die Hilfsgüterausgabe wieder geöffnet werden kann. Sie soll aber auf alle Fälle wieder geöffnet werden.

Daher werden im Moment keine Sachspenden gesammelt. Sobald dies wieder möglich ist, wird der Stadtteilverein hierüber informieren. Aber der Helferkreis ist für Geldspenden sehr dankbar. Mit den Geldspenden könne im Moment am besten und vor allem auch sehr gezielt geholfen werden. Das Geld geht 1zu1 und ohne Umwege direkt zu den betroffenen Familien.

Im letzten Telefonat wurde bspw. von einem älteren Paar berichtet, dass seit der Flut, also seit knapp eineinhalb Jahren, im Wohnwagen lebt. Ein anderes Beispiel war eine siebenköpfige Familie in deren Haus in der Flutnacht der Öltank geplatzt ist. Das Haus wurde zwar renoviert und die Familie ist zwischenzeitlich wieder eingezogen. Aber nun kommt aufgrund des Öls der Boden hoch und es muss erneut saniert werden. Dies sind nur zwei Beispiele, die zeigen, wie groß die Not teilweise noch immer ist.

Quelle: Stadtteilverein Frauenweiler

Veröffentlicht am 1. Dezember 2022, 12:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=306667 

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