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Auf den 1/100 mm genau: Das bringt das Team von Optik-Mattern nicht aus der Fassung

3. April 2015 | > Wiesloch, Gewerbe, Leitartikel

4962 - Optik Mattern - 1(fwu) Wie klang es noch bei „Raumschiff Orion“: „Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein!“. Eine solche Entwicklung gibt es auch Dank neuester Hochtechnologie beim Augenoptiker. Präzisionsmaschinen schleifen wie von Zauberhand und binnen weniger Minuten aus einem Glas-Rohling das gewünschte und perfekt zur gewählten Fassung passende Brillenglas. Längst ist hier die menschlich und handwerklich mögliche höchste Genauigkeit noch einmal deutlich überschritten worden. Es wird buchstäblich auf den Hunderstel Millimeter genau gemessen und die Brillengläser werden direkt im Geschäft geschliffen.

Wartezeit: kaum noch. Ermüdungsfrei und präzise arbeiteten die Spezialmaschinen im hausinternen Labor. Dank der technologisch jetzt noch höheren Genauigkeit sind minimalistische modische Fassungen möglich, bei denen man sich unwillkürlich fragt, wie hier das Brillenglas überhaupt noch gehalten werden kann.

4962 - Optik Mattern - 2Augenoptikermeister Ralf Ritter von Augenoptik Mattern in Wiesloch (& Sandhausen) führte uns die neueste Gerätegeneration von Weco mit beeindruckender Leistung vor und erklärte die notwendigen Arbeitsschritte vom Glasrohling mit der richtigen Dioptrenzahl bis zur fertigen Brille. Die einzelnen Maschinen arbeiten dabei im Verbund und übergeben ihre Daten automatisch an die jeweils nächste Station. Zunächst wird die vom Kunden gewählte Brillenfassung mechanisch genauestens vermessen. Im Schritt zwei wird der Glasrohling maschinell so justiert, daß die notwendigen Maße für die Fassung perfekt berechnet und eine Halterung für den Schliff an der richtigen Stelle aufgebracht werden kann. Mit dieser Halterung geht es dann in den Schliff und in den entsprechenden Automaten.

4962 - Optik Mattern - 4Durch ein Sichtfenster kann der Augenoptiker beobachten, wie das gewünschte Glas auf den hundertstel Millimeter genau geschliffen wird. Auch komplexe Formen sind dabei kein Hinderniss mehr, wie das Beispiel eines aus einem Glasrohling geschliffenen Ampelmännchen beweist. Mit der Hand ist so etwas nahezu unmöglich, wie Ritter erläuterte.

Weiterhin von geübter Hand werden dann die Brillengläser mit der gewählten Fassung verbunden und fertig ist die neue Brille! Dem Augenoptiker bleibt so mehr Zeit für die Kundenberatung, wenn Kollege „Automat“ das Handwerkliche erledigt. Schneller, genauer und mehr Kundenberatung. Die Auswirkungen von neuester Hightech beim Augenoptiker.

 

 

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