Impressionen aus dem sommerlichen Wiesloch und der Appell an die Bevölkerung: Haltet die Umwelt sauber!

„Haltet den Leimbach sauber“ so die Forderung der Demonstranten
Für Verwunderung, aber vor allem Spaß und Freude sorgten zwei Enten in der Fußgängerzone in Wiesloch. Eine unangemeldete Demonstration?
Bereits seit Monaten finden unangemeldete Montags-Spaziergänge in der Wieslocher Innenstadt statt. Super-Spreading-Events sagen die Kritiker der Kritiker.
Demonstrationen und Proteste können in unterschiedlichster Art und Form stattfinden und die verschiedensten Themen beinhalten. In den letzten Jahren und Monaten seit März 2020 waren die Corona-Maßnahmen ein Thema, das die Menschen bewegte.
Ein Thema, das die Menschen in zwei Lager spaltete, zum einen die Maßnahmenkritiker und zum anderen die Maßnahmenbefürworter, die mit Gegendemonstrationen reagierten. Ein echter Dialog zwischen den beiden Gruppen fand selten statt, obwohl man die gleiche Sprache spricht.
Konferenz der Tiere
Die geflügelte Fraktion, die grüne Frosch Fraktion als Vertreter der Amphibien, die Vierbeiner und Huftier Fraktion haben in einer eilig beschlossen Konferenz der Tiere mehrheitlich beschlossen: Wir demonstrieren!
Die Forderungen sind neben dem Tierschutz die Sauberkeit der Gewässer und Grünflächen, Ruhezonen für Mensch und Tier, mehr Fischtreppen, mehr tiergerechte Zugänge am Bachufer. Ein Ende des Katzen-Lockdown in Walldorf, eine weitere Forderung. Eine detaillierte Forderungsliste müsste jedoch noch erstellt werden. Da müssen die Menschen aber helfen, denn nur die können lesen und schreiben.
Eine weitere Forderung: Die Wissenschaft soll sich voll und ganz in den Dienst des Friedens stellen. Diesen so unverantwortlich handelnden Menschen stehen die Tiere gegenüber, die im Gegensatz zu den Menschen erkannt haben, dass letztere die Zukunft ihrer Kinder aufs Spiel setzen. „Es geht um die Kinder“ wird zum Leitspruch der Konferenz der Tiere.

Demonstranten? Spaziergänger?
Der Leimbach ist der Lebensraum vieler Tiere, dazu zählen Enten, Wasserhühner und andere Wasservögel wie der Graureiher. Aber auch für alle anderen Vögel und viele weitere Tiere ist der Bach Lebensraum.
Dort finden sie Nahrung und Wasser zum Trinken. Hin und wieder bewegt es Enten aber auch mal zu einem Spaziergang in der Fußgängerzone.
An einem heißen Sommertag ist der Leimbach auch ein Tummelplatz der Wieslocher Stadttauben. Auch sie sind, wie wir Menschen auch, bei solchen hochsommerlichen Temperaturen sehr durstig. Auch eine Abkühlung im kühlen Nass tut Mensch wie Tier gut.
Die Rathaustaube teilt sich einen Schattenplatz mit einem jungen Wieslocher. Der junge Mann scheint ein interessantes Buch gelesen zu haben.
Doch reine Schattenparker scheinen die Tauben beim Rathaus auch nicht zu sein, denn nach dem minutenlangen Aufenthalt im Schatten legte sich die Taube in die Sonne.
In den warmen Sonnenstrahlen streckte sie die Federn immer wieder weit auseinander. Wusste sie nicht, dass die anderen Tauben beim Baden sind?
Vielleicht doch, denn nach einigen Minuten flog sie los in Richtung Leimbach.
Badespaß im Leimbach. Doch Vorsicht, das Baden im Leimbach kann Gefahren mit sich bringen, wenn man nicht achtsam ist. Scharfe Gegenstände wie Getränkedosen oder Glasscherben können die Tiere im schlimmsten Falle auch schwer oder sogar tödlich verletzen.
Die Gummibänder einer Maske können sich in den Füßen beispielsweise einer Ente verfangen. Tonscherben, Metall, Glasflaschen und Scherben, Plastikmüll verschiedenster Art etc. – allerlei Müll im Bach.
ZDF: „Sind Corona-Schutzmasken die neuen Plastikflaschen, die alles verseuchen?“
Das ZDF berichtet weiter: „Ohne eine bessere Entsorgung stehe eine Umweltkatastrophe bevor, denn die meisten Masken seien aus langlebigem Plastik hergestellt und könnten sich in der Umwelt sogar Jahrzehnte oder Jahrhunderte halten. Auch das Umweltbundesamt warnt vor den Folgen. Gesichtsmasken bestünden zum größten Teil aus erdölbasierten Polymeren, so eine Sprecherin. Gelangten diese ins Wasser und letztendlich in die Ozeane gefährdeten sie die marine Flora und Fauna.“
Corona-Müll muss richtig entsorgt werden
ZDF: „Für den Normalbürger ist daher wichtig, die Masken und auch Schnelltests richtig zu entsorgen: Auch wenn die medizinischen und FFP2-Masken wie Papier aussehen dürfen sie auf keinen Fall mit dem Altpapier entsorgt werden. Sie gehören in die Restmülltonne.
Weggeworfene Masken auf Straßen oder in Parks sollte man nie mit bloßen Händen anfassen. Damit keiner damit in Berührung kommt, sollte man die gebrauchten Masken wie Testkits in fest verschlossene Müllbeutel füllen. In einer Müllverbrennungsanlage können diese Abfälle mit den Krankheitserregern sicher vernichtet werden.“
Beispiele der Wegwerfgesellschaft finden sich immer wieder in Form von Pfandflaschen und Pfanddosen, die kostbaren Wertstoffe werden ihrer Verwertung nicht zugeführt werden. Stattdessen werden sie achtlos weggeworfen.
Muss das sein? Nein, das muss doch wirklich nicht sein. Schlimm genug, dass Pfandflaschen und Pfanddosen im Müll landen und nicht im Recycling. Somit eine Ressourcenverschwendung und quasi auch eine Geldvernichtung stattfindet. Noch schlimmer ist es, wenn Tiere und Umwelt Schaden durch den achtlos weggeworfenen „Müll“ nehmen.
Das war eine Zeitungsente: Es gab keine unangemeldete Demonstration in Wiesloch, aber:
Wir müssen über Abfall reden. Müll in unserer Umwelt ist leider bittere Realität. Dabei gibt es eigentlich eine simple Formel, um die Natur sauber zu halten: Einfach keine Spuren hinterlassen!
Weitere Impressionen aus dem sommerlichen Wiesloch:
Was wurde eigentlich aus den Corona-„Spaziergängen“?
Die spazieren noch immer jeden Montag.
Quellen und weiterführende Informationen:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/masken-plastikmuell-umweltschutz-100.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Konferenz_der_Tiere_(Roman)












































































